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Wednesday, August 31, 2016

Exhortation to Watchfulness after the Example of St. Verena

Verenatag – Hochamt
1.  September 2016
2016 Bad Zurzach

Hosea 2, 16bc, 17cd, 21-22
2 Kor 10,17-11,2
Mt 25,1-13

Gelobt sei Jesus Christus
Heilige Verena, bitte für uns!

Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“

In Europa gibt es kaum ein Hauptportal einer Kathedrale, eines Domes oder eines Münsters ohne die Abbildung der Szene aus dem heutigen Text des Matthäus-Evangeliums (25,1-13). Ich sage dies, um zu unterstreichen, wie wichtig das eben vorgelesene Evangelium für unseren katholischen Glauben ist und immer war.

Um deutlich zu machen, was wir heute feiern, kann man sagen, dass die heilige Verena, durch ihre Persönlichkeit und ihr Wirken, im Zentrum des großen Geheimnisses unseres Glaubens steht. Für die Pfarreiangehörigen, für die Bewohner, für die hier anwesenden Pilger ist die Botschaft des heutigen Festes hier in Bad Zurzach klar und grundlegend. Die Nächstenliebe, das gute Beispiel, das das Leben der heiligen Verena uns gibt, ist für uns in seiner ganzen Tragweite verständlich. Einfacher gesagt: das Leben der heiligen Verena steht im Zentrum der Botschaft des Evangeliums.

Das Gleichnis Jesu, das uns die Geschichte dieser Frauen erzählt, deren Aufgabe es war, den Bräutigam mit brennenden Lampen bei seiner Ankunft für das Hochzeitsmahl zu begleiten, ist allen verständlich. Schon als Kind in der Primarschule konnte ich den Egoismus dieser Törichten nicht verstehen, die ihren doch so klaren und wichtigen Auftrag nicht ernstnahmen: Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“

Der Bräutigam ist Christus. Er wird zur Hochzeit kommen zu einer Stunde, die wir nicht kennen. Wir müssen bereit sein, wachsam für seine Ankunft, um ihn empfangen zu können wenn er kommt. Diese Aufforderung an die Jungfrauen zur Wachsamkeit am Beginn des 25. Kapitels des Matthäus-Evangeliums geht im selben Kapitel zum Gleichnis über, das von der Sorgfalt der Diener berichtet, denen der Herr Talente anvertraut hatte. Diese sollten sie während seiner Abwesenheit einsetzen bis er zurückkehrt (auch hier mit einer Verdammung des Egoismus, der gleichbedeutend ist mit dickköpfiger und krasser Unwissenheit). Daran schliesst sich die grosse Szene des Letzten Gerichtes an: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen“.

Es genügt nicht uns auf die einfache und offensichtliche Lektion zu beschränken, die uns das Leben der Heiligen Verena als getaufte Christin gibt, nämlich dass sie ihre Pflichten gegenüber den anderen kannte (Nächstenliebe). Vielmehr wird eine viel wunderbarere Sache unterstrichen! Verena handelte so, weil sie in Christus, ihren Bräutigam verliebt war. Verena zeigte ihre Liebe zum Herrn Jesus durch ihre unermüdliche Nächstenliebe gegenüber den Kranken, Armen und Alten, gegen alle, die sie brauchten. In dieser Frau finden wir keine Spur von Egoismus. Die so wachsame Verena ist für uns ein Beispiel für die christliche Weisheit.

Seien wir uns bewusst, dass Christus, von uns, die wir auf ihn getauft sind, genau dieselbe Hingabe fordert, die Verena hatte. Wir heute, müssen gleich wie Verena in den ersten Zeiten des Christentums, hier in diesem Land, die Unterstützung, der Balsam inmitten der Familie, der Pfarrei, der Gemeinschaft und der Gesellschaft sein. Ihr Beispiel beinhaltet aber nicht nur die Güte und den gesunden Menschenverstand im Umgang mit den anderen. Unser Ziel ist die Ewigkeit und wenn wir uns wegen unserem Egoismus nicht durch gute Werke auf die Rückkehr des Bräutigams vorbereiten, werden wir wie die törichten Jungfrauen verurteilt und müssen draussen im Dunkeln bleiben, weinen und mit den Zähnen knirschen, fern vom Licht und der Freude des himmlischen Reiches. Das ewige Urteil wird schlecht für uns ausfallen; es gibt kein Entrinnen.

Die moralische Lektion, die mit dem Leben der Heiligen verbunden ist, ist unabwendbar. Für die Kirche von heute genügt es aber nicht, bei einer sozial-moralischen Deutung der Botschaft des Evangeliums für unsere Pflichten gegenüber Gott stehen zu bleiben. Es genügt nicht daran zu erinnern, dass wir in Ewigkeit verloren sind, wenn wir unsere Pflichten gegenüber dem Nächsten nicht erfüllen. Es gilt auch die Frage nach der Lehre über die Kirche und ihrer Ausdrucksweise in all ihren Gliedern zu stellen. Jeder hat seine eigene Aufgabe in der Kirche. Nicht alle verstehen oder akzeptieren diese Tatsache. Es gibt leider eine wirkliche Identitätskrise in der Kirche von heute, ein Mangel an Verständnis für das, was in unserem Leben als Glieder des mystischen Leibes Christi vordringlich und zentral ist. Oft und besonders hier in der Schweiz kann man Klagen über die diskriminierende Stellung der Frau in der Kirche hören oder lesen. Ich fürchte, dass viele den wahren Sinn der Taufe nicht verstehen. Sie hätten es nötig, sich zu Füssen der Heiligen Verena zu setzen, um die Erhabenheit ihrer Taufe kennenzulernen und die Würde, die sie durch das erste der sieben Sakramente erhalten haben. Christus mahnt zu Wachsamkeit, zur Liebe gegenüber dem Bräutigam, zur Ablehnung des Egoismus in jeder Form. Er tut dies, um uns den Sinn und den Auftrag der Kirche zu zeigen bis zu dem Tag am Ende der Zeit, an dem der Bräutigam für die Hochzeit zurückkehrt.

In diesem Heiligen Jahr der Barmherzigkeit werden oft die leiblichen und geistlichen Werke der Barmherzigkeit betont. Zu diesem gehört auch die Unwissenden zu belehren. Dieses Werk hat eine nicht zu vernachlässigende Wichtigkeit und dennoch steht sie im Zentrum der religiösen Unwissenheit unserer Tage. Für die Rettung der Welt, bis unsere Welt ihr Ziel in Gott erreicht hat, hat niemand eine grössere Aufgabe, einen bedeutenderen Auftrag, ein entscheidenderes Apostolat als die Eltern für ihre Kinder und die Eheleute für einander, wenn es um ihr Schicksal in der ganzen Ewigkeit geht. Werke der Barmherzigkeit! Wenn die Eltern ihren kleinen Kinder nicht die grundlegenden Gebete (Kreuzzeichen, Vaterunser, Gegrüsset seist du Maria) beibringen – wer macht es dann? Wo erlernt man das Gespür für die Gegenwart Gottes, die Erwartung des Bräutigams, der kommen wird, wenn nicht zuhause durch Mamma und Papa? Wenn zuhause nicht gebetet wird, was nützt dann ein beratender Posten im Pfarreirat oder ein Titel im Theologiestudium und eine Position vor der sonntäglichen Gemeinde, die nicht mehr fähig ist, sich zur Eucharistie zu versammeln? Wir können keine Vermutungen anstellen über die Absichten des Bräutigams, der kommen wird, des Herrn, der zurückkehrt, um von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen“.

Nicht ich kann die Grenzen der Wachsamkeit diktieren; nicht ich lege die Kriterien für den Gebrauch der anvertrauten Talente im Dienst des Herrn fest; es gibt keine Entschuldigung für denjenigen, der Christus gegenüber seine eigene Identität verleugnet. Ich empfehle euch die Weisheit der heiligen Verena, die ihren Herrn kannte und im Gebet und im Dienst am Nächsten wachsam war, eine brennende Lampe, um den Bräutigam bei seiner Ankunft am Hochzeitsfest zu empfangen.

Ich bin überzeugt, dass Verena nie müde wurde, weil sie so verliebt in ihren Gott war. Wir sollten ihrem Beispiel folgen und zwar nicht nur im Dienen, sondern in der wachsamen Liebe, damit sie als gute Verkünderin des Evangeliums, uns und auch alle anderen auf Christus vorbereite, der kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“

Gelobt sei Jesus Christus!
Heilige Verena, bitte für uns!




Saturday, August 20, 2016

San Bernardo e la Conoscenza del Nome di Dio


Festa Patronale di S. Bernardo
20 agosto 2016

Siracide 15: 1-6
Salmo 15
Giovanni 17: 20-26


          Sia lodato Gesù Cristo! Sempre sia lodato!
          San Bernardo! Prega per noi!

“Padre giusto, il mondo non ti ha conosciuto, ma io ti ho conosciuto; questi sanno che tu mi hai mandato. E io ho fatto conoscere loro il tuo nome e lo farò conoscere, perché l'amore con il quale mi hai amato sia in essi e io in loro".

Nel mondo, nel nostro mondo, vi sono persone controverse, controverse in tutti e due sensi: in bene o in male. Tra figure o personalità di fama pubblica, specialmente in campo politico, spesso purtroppo queste persone controverse sono così in male: sono malfamate, come si suole dire. Il santo patrono di questa parrocchia, San Bernardo di Chiaravalle, era anche lui una persona pubblica e anche lui è stato controverso in vita e ancor di più nella storia. Generalmente possiamo dire che le controversie attorno alla sua persona e al suo insegnamento sono state controversie in bene. L’unica grande eccezione sarebbe stata circa la sua predicazione in favore delle crociate, per la riconquista della Terra Santa. Il tema delle crociate è uno che in tanti libri di storia getta ombra sulla persona di San Bernardo e sì, mette in questione la sua saggezza e le sue virtù eroiche.

          Personalmente, trovo ingiuste le squalifiche depositate davanti alla porta di San Bernardo, questo grande santo e dottore della Chiesa. Possiamo dire che quando si trattano di giudizi storici anche un santo può sbagliare. L’infallibilità, come tale, spetta in primo luogo al Papa quando insegna ex cathedra e poi all’assemblea dei vescovi radunati in concilio ecumenico quando insegnano con il Papa in materia di dottrina o morale. L’infallibilità non è una caratteristica della santità e vi sono molti casi nella vita dei santi di scelte che risultano alla storia infelici se non errati. Dico questo solo per sottolineare che non vedo perché la questione del ruolo di San Bernardo nella promozione delle crociate deve gettare ombra sull’integrità e grandezza spirituale di questo santo.

Il vero dono di San Bernardo alla Chiesa dei suoi tempi e attraverso i secoli fino ad oggi, il suo dono a ciascuno di noi, figli e figlie della Chiesa, è un altro. Storicamente, egli non solo ha riformato l’Ordine Cistercense, ma ha fatto fiorire la fede Cattolica nel mondo dei suoi tempi. Bernardo ha rispecchiato Cristo in modo vitale per tutto il suo mondo: per la sua propria famiglia e per le sue conoscenze, per tutta la società al di là delle mura dei monasteri che egli ha fondato. Possiamo dire di San Bernardo nelle parole di Gesù nel Vangelo di oggi: “E io ho fatto conoscere loro il tuo nome e lo farò conoscere, perché l'amore con il quale mi hai amato sia in essi e io in loro".

          Credo che San Bernardo di Chiaravalle sarebbe contento con il mio riassunto in queste poche parole (sintetizzando, ovviamente) del suo contributo alla vita della Chiesa e cioè: egli ha fatto conoscere il nome di Dio. San Bernardo ha fatto conoscere il nome di Dio. Questo vuole dire che attraverso il suo ministero e testimonianza, molti hanno conosciuto l’amore di Dio Padre attraverso il Suo unico Figlio, il Salvatore del mondo. Mi esprimo così per far intendere che il vero dono della riforma Cistercense al mondo non è stato l’apertura di nuovi monasteri, di nuove case religiose, non è stata la riorganizzazione sociale che ha portato la luce del Vangelo al sistema feudale, ma soprattutto il fuoco che San Bernardo ha portato sulla terra, la passione per la sequela di Cristo che non solo ha aumentato il numero delle vocazioni maschili e femminili alla vita consacrata, ma che ha acceso la lampada della fede nella società civile e in seno alle famiglie del suo giorno. “E io ho fatto conoscere loro il tuo nome e lo farò conoscere, perché l'amore con il quale mi hai amato sia in essi e io in loro".

          San Bernardo di Chiaravalle ha portato il mondo al di là del quotidiano, sì, l’ha condotto di là del mediocre. La vita umana, la nostra vita è mediocre se non incentrata su Dio, se non conosciamo o non diamo prova di conoscere il Suo santo Nome. Il mediocre non solo non ispira, ma logora e porta con se una certa disperazione. Questa non è la nostra sorte in Dio. Ma purtroppo a volte ci accontentiamo con troppo poco, scegliendo il creato a dispetto o a scapito del Creatore e Salvatore del mondo. Purtroppo, sovente anche tra i battezzati vi sono atei pratici, gente che nella vita quotidiana non dà prova di conoscere il nome di Dio.

          Quando parlo così, penso soprattutto ai bambini che non hanno imparato in infanzia a casa le loro preghiere, che non hanno il senso della presenza di Dio in Gesù Cristo nella propria vita di ogni giorno. Sto pensando di tutti che crescono senza un vivo senso dell’amore per ciascuno di noi di Maria, Madre di Dio e nostra Madre.

Non so se avete avuto eco qui in parrocchia del nuovo gioco POKEMON GO che ha preso per assalto una bella parte del nostro mondo? A me sembra una cosa di questo mondo mediocre; si tratta di un passatempo senza scopo utile. A Berna si vedono gruppi soprattutto di giovani seduti gli uni accanto agli altri su una piazza del centro, presi come sono con questo gioco sui loro telefoni. In certi posti del mondo i giovani con POKEMON GO provocano incidenti per la distrazione con cui camminano fissati sul display del telefono. Certo, quello che fanno non è cattivo ma non rende, può dare fastidio agli altri e non edifica la persona nemmeno.
      
          Se San Bernardo fosse nel mondo di oggi, credo che egli provocherebbe delle controversie attorno alla sua persona lottando contro cose come POKEMON GO, predicando in modo inequivoco, non solo per condannare lo spreco di tempo, ma per insegnare con passione e in senso costruttivo come vivere con Dio al centro della nostra vita quotidiana. Ai suoi tempi, l’establishment fuori e dentro la Chiesa aveva poca comprensione per la sua riforma dei cistercensi, che con la sua austerità di vita nei monasteri della riforma, con più lavoro per i monaci e più tempo per pregare e per la lettura, portando vestiti rozzi, e con meno da mangiare, la sua riforma non sembrava a loro altro che una critica della loro modo di vivere, non solo dei religiosi e ma anche dei laici del tempo. A loro la riforma di San Bernardo sembrava una cosa esagerata.

Si può dire che i grandi del tempo di Bernardo erano colpevoli di mediocrità verso se stessi e la propria dignità e verso Dio in Cristo. Non accettavano, come molti oggi non accettano la saggezza dei grandi direttori spirituali di tutti i tempi, l’insegnamento che la rassegnazione al mediocre risulta in una vita statica o monotona, con il rischio di peggio, cioè di peccato e della perdita della nostra dignità umana voluta da Dio. La nostra vita dev’essere in Dio, dev’essere una corsa verso Dio, dev’essere una salita verso l’eterno. Abbiamo detto che il più grande complimento che possiamo dare a San Bernardo è che egli ha fatto conoscere il nome di Dio. Vogliamo supplicare il buon Dio di aiutarci in questo senso.

Per l’intercessione di San Bernardo, chiediamo una nuova vitalità, nuovo slancio per la nostra parrocchia. Che possiamo, a casa, a lavoro, a scuola, a spasso, vivere intensamente in e con Dio! Che il nostro parroco ci farà sempre più intensamente conoscere il nome di Dio! Altro che mediocri, condannati a preoccuparci con un passatempo o con l’altro, che possiamo prendere volo per correre dopo Cristo nella compagnia di Sua Madre, la Beata Vergine Maria! Che in questo mondo possiamo provocare qualche controversia in bene!

“Padre giusto, il mondo non ti ha conosciuto, ma io ti ho conosciuto; questi sanno che tu mi hai mandato. E io ho fatto conoscere loro il tuo nome e lo farò conoscere, perché l'amore con il quale mi hai amato sia in essi e io in loro".

Sia lodato Gesù Cristo!

San Bernardo! Prega per noi!




Friday, August 19, 2016

La Perfezione Cristiana secondo Bernardo di Chiaravalle

Primi Vespri nella Festa di S. Bernardo
Prada, 19 agosto 2016
         

Sia lodato Gesù Cristo!

San Bernardo di Chiaravalle è un mio santo preferito per diversi motivi. Negli ultimi anni ho avuto la gioia di scoprire due volumi, scritti circa un mezzo secolo fa, che parlano non solo di San Bernardo ma dei suoi santi predecessori che hanno preparato la riforma dell’Ordine Cistercense, che la storia attribuisce a San Bernardo. Inoltre, in questi due libri, scritti da un padre trappista americano si parlano degnamente dei santi genitori di San Bernardo e della sua famiglia estesa (zii, cugini, fratelli e sorelle, nipoti) che, insieme con tanta gente dei suoi tempi, sia nobili sia servi o contadini, si sono associati alla vita consacrata dopo aver già abbracciato come laici la via di perfezione, la sequela Cristi.

          Per descrivere l’industria nel seguire Cristo tipica dell’Ordine di San Bernardo, si usa sovente l’immagine di una corsa, del correre dietro Cristo con l’intenzione di raggiungere il nostro Signore nella corsa verso il Cielo. Il messaggio di San Bernardo è che questa corsa dietro Gesù, correndo verso la santità di vita, è compito di tutti i battezzati. Non v’è nessun Cristiano escluso dall’obbligo di cercare con urgenza la perfezione di vita secondo l’esempio di Gesù e dei suoi santi. Questa perfezione, l’amore perfetto verso Dio e il prossimo, raggiunge il suo scopo ultimo nella vita religiosa vissuta con eroismo, nella professione dei voti di povertà, castità e di obbedienza.

          Giustamente nella Chiesa oggi, in conformità con l’insegnamento del Concilio Vaticano II e dei Papi post-conciliari, si parla della vocazione di tutti i battezzati alla perfezione in Cristo. Nel caso del matrimonio, la vocazione propria di uomo e donna raggiunge il suo scopo ultimo o massimo nei loro figli, che ricevono la fede da mamma e papà e crescono in quella fede grazie all’esempio ed ai consigli dei loro genitori. Chi oggi disprezza la vocazione alla vita religiosa o al sacerdozio ministeriale, in fin dei conti disprezza anche la famiglia e il matrimonio cristiano. La crisi vocazionale oggi tocca in primo luogo la famiglia e il sacramento di matrimonio.

          Sarebbe bello per la parrocchia di voler supplicare San Bernardo di chiedere a Dio dal seno di questa comunità delle vocazioni alla perfezione cristiana e pure al sacerdozio diocesano. È essenziale per questo che si rinnova anche la vita di famiglia nel matrimonio cristiano e così di poter raggiungere quello scopo per la vita consacrata.

Vedo dal bollettino che avete preparato devotamente per la grande festa che cominciamo insieme stasera. Unisco le mie preghiere alle vostre, nella speranza che il buon Dio, per l’intercessione di San Bernardo, faccia di voi un faro per illuminare il mondo attorno e spronare tutti, giovani e vecchi, di correre dietro Gesù nella santità di vita. Vogliamo questo per la gloria di Dio e della Sua Chiesa e per la salvezza del mondo.

Sia lodato Gesù Cristo!

          



Monday, August 15, 2016

Hochfest der Aufnahme der Seligsten Jungfrau Maria in den Himmel


Maria Himmelfahrt 
Feiertag, Patrozinium der Klosterkirche
15. August 2016 – Einsiedeln

Offenbarung 11:19a; 12,1-61, 10b
Psalm 45: Astiti regina dextris tuis ornata auro ex Ophir
1 Kor 15: 20-27
Lukas 1: 39-56

Gelobt sei Jesus Christus!
„Die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.“

Es ist für mich eine grosse Freude heute hier in der Abtei von Einsiedeln zu sein, um gemeinsam mit Ihnen und der Klostergemeinschaft das Hochfest Mariä Himmelfahrt, das Patrozinium der Klosterkirche, zu feiern. Einsiedeln und auch die in den Himmel aufgenommene Jungfrau Maria, sind ein Teil meiner Geschichte und deshalb bin ich froh und dankbar, heute hier diese Messe feiern zu können. Der Bischof, der (1889) meine Heimatdiözese in den Vereinigten Staaten gegründet hat, Monsignore Martin Marty, war Mönch hier in Einsiedeln. Im übertragenen Sinn kann ich somit sagen, auch wenn es vielleicht unpassend ist, dass ich mich heute in meiner Mutterkirche befinde.

Seit meiner Geburt, hat das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel mein Leben begleitet und zwar vom ersten Augenblick an, als ich das Licht der Welt erblickte, kurz vor Mitternacht am 14. August 1950. Denn nach der Geburt hat eine fromme Schwester im Spital meiner Mutter vorgeschlagen, den 15. August als Geburtsdatum eintragen zu lassen. Sie hat es nicht getan, vielleicht weil sie zu dieser nächtlichen Stunde den Sinn des Vorschlages der Schwester nicht richtig begriffen hat. Das heutige Fest war für mich immer eine Freude, auch wenn ich mir bewusst bin, dass das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel hie und da bei anderen Katholiken Schwierigkeiten hervorruft.
Ich möchte kurz mit Euch über die Schwierigkeiten diesem Dogma gegenüber nachdenken. Hier der Text aus dem Katechismus zu diesem grossen Geheimnis:

966
"Schliesslich wurde die unbefleckte Jungfrau, von jedem Makel der Erbsünde unversehrt bewahrt, nach Vollendung des irdischen Lebenslaufs mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen und als Königin des Alls vom Herrn erhöht, um vollkommener ihrem Sohn gleichgestaltet zu sein, dem Herrn der Herren und dem Sieger über Sünde und Tod" Die Aufnahme der heilegen Jungfrau ist eine einzigartige Teilhabe and der Auferstehung ihres Sohnes und eine Vorwegname der Auferstehung der anderen Christen.
"Bei deiner Niederkunft has du die Jungfräulichkeit bewahrt, bei deinem Entschlafen hast du die Welt nicht verlassen, o Mutter Gottes. Du bist zurückgekehrt zum Quell des Lebens, die du den lebendigen Gott empfingst und durch deine Gebete unsere Seelen vom Tod befreien wirst"


Im Alter von 16 Jahren wurde mir das Glück zuteil Pate bei der Taufe und Firmung meines Onkels zu werden. Ich wurde Pate/Zeuge für ihn, der zu diesem Zeitpunkt schon älter als sechzig war. Während seiner ganzen Ehe bis zu jenem Tag, hat dieser Onkel (als Nicht-Getaufter) seine geliebte Gattin – sie war vielleicht fünfzehn Jahre älter als meine Mutter –, jeden Sonntag zur Messe begleitet. Als meine Tante schwer erkrankte und in Todesgefahr war, hat mein Onkel entschieden, dass er sie, falls sie sterben sollte, durch den Empfang seiner Taufe trösten wolle. Die Tante ist dann wieder gesund geworden und beide haben noch mehr als 20 Jahre miteinander gelebt. Nun nach der Taufe des Onkels, in voller Gemeinschaft nicht nur im Leben, sondern auch im Glauben.

Ich erzähle hier von meinem Onkel, weil ich mich daran erinnere, dass seine einzige grosse Schwierigkeit mit dem katholischen Glauben jedes Jahr am heutigen Tag auftrat und sich auf die erste Lesung aus der Offenbarung bezog, die vom Drachen etc. spricht. Mein Onkel berichtete mir von seiner Frustration. Als junger Theologe im Seminar und dann als junger Priester glaubte ich immer, dass ich die Frustration meines Onkels damit lösen kann, indem ich ihm jedes Jahr erklärte, dass es sich bei den Texten der Apokalypse um eine literarische Gattung handle, um Bilder, die nicht wörtlich zu verstehen seien. Die Tatsache, dass die Frustration meines Onkels jahrelang anhielt, lässt mich im Rückblick daran denken, dass die Schwierigkeit meines Onkels nicht mit dem Drachen zusammenhing, sondern mit etwas anderem. Vielleicht war ich zu kurz angebunden und zu wenig aufmerksam, um den tiefen Sinn seiner Schwierigkeit zu erkennen. Ich denke, dass sein Problem und seine Schwierigkeiten mit dem Dogma der Himmelfahrt Mariens, darin bestanden, dass dieses Geheimnis unserem Glaubensbekenntnis an die Auferstehung der Toten und die kommende Welt eine konkrete Gestalt gibt. Die Aufnahme Mariens in den Himmel ist ein direkter Vergleich mit der Auferstehung Jesu.

Jetzt, mit 66 Jahren beginne ich zu glauben, dass die Schwierigkeit, nicht nur meines Onkels, sich nicht auf die Erklärungen über die literarische Gattung konzentriert, sondern viel grundlegender ist. Ich denke, dass es sich um unseren Glauben an den Sieg Christi handelt, der sich in der himmlischen Herrlichkeit seiner Mutter Maria widerspiegelt. Die Aufnahme Mariens verleiht der Herrschaft Christi durch seinen Sieg über den Tod Haut und Knochen und lässt uns gleichzeitig an diesem Sieg teilhaben, wie es die Worte aus der heutigen Zweiten Lesung erklären:
„Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füsse gelegt hat. Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. Sonst hätte er ihm nicht alles zu Füssen gelegt.“

Das Geheimnis von Maria, die am Ende ihres irdischen Lebens in den Himmel aufgenommen wurde, von Maria, der Muttergottes, die sich nun mit Leib und Seele in der Herrlichkeit mit ihrem Sohn befindet, kann so zusammengefasst werden: Maria ist ohne Zweifel und in einer greifbaren Weise das Fundament unserer Hoffnung, dass wir über die Sünde und den Tod siegen werden. In ihr erhält unser Glaube an die Auferstehung Christi eine tiefe und aktuelle Wirklichkeit, die unser eigenes Leben betrifft, Söhne und Töchter einer so grossen Mutter. Die Aufnahme Mariens in den Himmel fordert unser Bekenntnis zum zentralen Artikel unseres Glaubens heraus, zur Auferstehung der Toten in Christus, denn dieses Geheimnis betrifft mich in einer direkten und persönlichen Weise.

Darin bestand die Krise des Onkels und vieler anderer, in der Tatsache, dass viele heutzutage nicht oft an unser Schicksal denken, an unsere Würde, die wir nach dem Willen Gottes haben, der der Schöpfer und Erlöser der Welt ist. Die Aufnahme Mariens in den Himmel sollte uns Gläubigen grosse Freude und Trost schenken und doch ist der 15. August aufgrund der Schwäche oder der Unvollkommenheit unseres Glaubens für uns eine Herausforderung.

Indem mein Onkel dem Drachen in der Apokalypse die Schuld gab, offenbarte er einen mangelhaften oder inkonsequenten Glauben in unser persönliches Schicksal im Himmel mit Christus und seiner Mutter. Als junger Mann habe ich leider meine Aufgabe als Pate nicht klar gesehen, nämlich zu versuchen den glimmenden Docht seines Glaubens neu zu entfachen.

„Die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.“

Möge die Muttergottes greifbar machen, was grosse Heilige und Doktoren der Kirche uns gelehrt haben im Blick auf die Radikalität und die Reinheit, die unseren Einsatz in der Nachfolge Christi charakterisieren müssen. Maria gibt uns einen grossen Schubs, damit wir das grosse Geheimnis unseres ewigen Heiles in Christus verstehen und empfangen können.

Gelobt sei Jesus Christus!

Heilige Maria, Stern des Ostens, hilf deinen Kindern!