Tuesday, April 24, 2018

Before the Lord in Company with Mary


„Pro Ecclesia“
Einkehrtag am Samstag in der Osterzeit
Heilige Messe, Einsiedeln, 21. April 2018

Apostelgeschichte 9:31-42
Jh 6:60-69


Gelobt sei Jesus Christus!

Es ist wirklich schön, dass wir unseren Einkehrtag hier der Mutter Gottes von Einsiedeln anvertrauen dürfen. In der Osterzeit ist die erste Lesung jeweils aus der Apostelgeschichte. Die Apostelgeschichte bietet uns eine Betrachtung der Macht Gottes, des Vaters, welche ausgeübt wird im Leben der Kirche durch das Wirken des auferstandenen Sohnes im Heiligen Geist. Eine Volksbewegung wie „Pro Ecclesia“ muss sich inspirieren und formen lassen vom Wirken dieser Heiligen Kirche, die wir vor unseren Augen sehen. Es ist heute wie in der Apostelgeschichte dieselbe Kirche der Anfangszeit.

Das Evangelium bietet uns in besonderer Weise die Gelegenheit, über die zentrale Bedeutung Christi und die Ausgiessung des Heiligen Geistes für unser Heil nachzudenken. Wir können die Botschaft des eben gehörten Evangeliums in diesen knappen Worten zusammenfassen: Für das Heil der Welt gibt es nichts besseres und nichts anderes als Jesus Christus.

„Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“

Was bedeutet es, Jesus als den „Heiligen Gottes“ zu bekennen? Es bedeutet, dass wir in und aus seiner Kraft leben und nicht auf unsere eigene Vertrauen. Es bedeutet, dass ich mich darum bemühe, seinen Willen zu erkennen und mich dann diesem Willen zu unterwerfen. Es bedeutet, Christus, den König in allen und allem herrschen zu lassen.

Und was ändert sich bei einer solchen Lebenseinstellung? Was ändert sich, wenn Jesus in unserer Welt herrscht, das heisst in meiner persönlichen Welt, in meinem Herzen? Sehr viel! Vielleicht sogar alles! Ich hoffe, dass ich jetzt niemanden verletze, wenn ich sage, dass es ausserhalb der kontemplativen Männer- und Frauenklöstern und neben den Heiligen schwer ist, in der Kirche eine so radikal auf die Person Jesu konzentrierte Lebenseinstellung zu begegnen. Es sieht ganz so aus, als ob die heute im aktiven Leben tätigen Katholiken, Päpste, Kardinäle, Bischöfe, Äbte, Priester, Diakone, Ordensleute und in der Kirche engagierte Laien nicht mehr bereit sind, wie damals Petrus und die andern Apostel dem Herrn den ersten Platz einzuräumen auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens.

„Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.“

Diese Worte und ihre Bedeutung für unser Leben in Christus werden von uns oft zu wenig beachtet: Die Kirche zu Zeiten der Apostelgeschichte hatte Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Die Kirche wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes. Dieser Friede und das Wachstum im Heiligen Geist wurden sichtbar in den von den Aposteln gewirkten Zeichen.

Von zwei dieser Zeichen, die dem Heiligen Petrus zugeschrieben wurden, haben wir eben gehört. Schauen wir noch einmal, was uns die wenigen Verse der Apostelgeschichte aus der ersten Lesung von heute sagen:

„Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. Steh auf und richte dir dein Bett! Sogleich stand er auf.“

Der Text ist ganz eindeutig und klar: Der Hl. Petrus kündigt im Gehorsam zu Christus die Heilung des Äneas an, „…der seit acht Jahren lahm und bettlägerig war.“

Noch eindrücklicher ist die Beschreibung der Art und Weise, wie Petrus Tabita unter die Lebenden zurückruft: „Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an und setzte sich auf. Er gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte.“

Was müsste die Frucht eines Einkehrtages wie der unsrige heute sein für das Leben von jedem von uns und im Leben der Volksbewegung „Pro Ecclesia“? Wir werden es nie erfahren, wenn wir es nicht so machen wie Petrus. Wie der Hl. Petrus müssen wir die an uns gerichteten Bitten der andern, das heisst, die Bitten von Gläubigen und vertrauensvollen Menschen, aufnehmen und sie vor den Herrn tragen, wie es Petrus gemacht hat: „Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete.“

Wie lässt es sich erklären, dass wir heute den Eindruck haben, die Kirche lebe nicht in Frieden, sondern sei vielmehr in einer Krise. Vielleicht ist es nur eine Frage unserer Wahrnehmung oder unseres mangelnden Vertrauens in Jesus. Es reicht schon, wenn wir schauen, in welchem Zusammenhang dieses Wort vom Frieden steht. Vor und nach dieser Stelle im 9. Kapitel berichtet die Apostelgeschichte ununterbrochen von Verfolgung und Martyrium der ersten Jünger genau an dem Ort, wo Jesus gelebt hat.

„Die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.“

Menschlich gesprochen sagt man von gewissen Ländern, dass sich die Einheit und den Zusammenhalt des Landes dadurch sichern, dass sie alles unternehmen, um sich dauernd im Belagerungszustand zu befinden. Sie definieren sich als Volk oder Nation durch die Beziehung zu einem oder mehreren äusseren Feinden, welche das Überleben des Volkes bedrohen. Auch wenn wir uns stets vor dem Teufel in Acht nehmen müssen, so will Gott nicht, dass wir in seiner Kirche in einem solchen Belagerungszustand leben müssen. Es scheint vielmehr so, dass wir uns sehen können als vom himmlischen Vater durch seinen einzigen Sohn, den Menschgewordenen, angenommene Söhne und Töchter. Wir müssen den Akzent nicht auf die äussere Bedrohung legen, sondern auf Gott schauen, der uns aus Liebe geschaffen und erlöst hat. Wir dürfen und müssen ganz auf Gott vertrauen, der alles zu seiner Zeit zur Vollendung führen wird.

Vor kurzem sprach ich mit einer Gruppe Priestern, die hier in der Schweiz als Missionare für fremdsprachige Katholiken tätig sind, über ihre Sorgen und die Leiden ihrer Gläubigen. Sie fühlen sich von der Kirche in diesem Land nicht angenommen als vollwertige Söhne und Töchter. So erzählten sie mir z.B., dass ihnen bei mit Schweizern gemeinsam organisierten Prozessionen verboten wurde, die von ihnen geliebte Marienstatue mitzuführen. Wir müssen dabei beachten, dass der Vorrang Jesu, das totale sich anvertrauen an den Sohn Gottes nur dann lebendig bleibt, wenn es verbunden bleibt mit dem Bekenntnis dass dieser Christus auch der Sohn des Menschen ist, also der Sohn Marias, der Mutter Gottes. Die Vertrautheit mit dem Herrn in Gebet, war für Petrus die Quelle der Macht, die Äneas heilte und Tabita im Namen des Allmächtigen von den Toten erweckte. Und diese Macht des Petrus gründet in der Erfahrung, die Petrus zusammen mit Maria, der Mutter Gottes, beim Gebet im Obergemach in Jerusalem gemacht hat.

So lasst uns heute etwas Wunderbares machen: Stellen wir uns hier vor die Mutter Gottes in Einsiedeln. Als Katholiken können wir nichts Besseres machen, als selbst diese intime Vertrautheit mit Christus zu leben, welche Christus mit seiner Mutter Maria verbindet. Übergeben wir unsere Herzen Maria, der Mutter Gottes, im vollen Vertrauen, dass sie sie sicher zum Sohn Gottes führen wird. Maria möge uns lehren, wie wir leben können „Pro Ecclesia“ für die Kirche.

 „Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“

Gelobt sei Jesus Christus!   


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI

  

Saturday, April 7, 2018

The Faith to Conquer in Christ




DOMINICA IN ALBIS – IN OCTAVA PASCHAE
Santa Marta a Carona, 8 aprile 2018

Ap. I, 5, 4-10
Giovanni 20, 19-31


Sia lodato Gesù Cristo!

“Chi è che vince il mondo se non chi crede che Gesù è Figlio di Dio?”

Chi parla così direttamente nella Chiesa oggi del suo attaccamento a Cristo, della sua dipendenza assoluta dalla Seconda Persona della Santissima Trinità, fatto Uomo per la nostra salvezza? Certo, sarebbe bello poter vivere nel mondo degli Atti degli Apostoli, il mondo di San Luca! “Chi è che vince il mondo se non chi crede che Gesù è Figlio di Dio?”

Abbiamo oggi compiuto il nostro ottavo di celebrazioni del giorno della Pasqua. L’Ottavo è un solo grande giorno di una settimana intera di festività per la solennità della vittoria di Cristo sul peccato e sulla morte. Festeggiamo la Sua Risurrezione in gloria! Tutto nell’Ottavo che sperimentiamo è contrassegnato dal potere di Cristo Dio! Gli Atti degli Apostoli in particolare ci insegnano che chi crede nel Risorto vince il mondo. Se confessiamo Gesù Figlio di Dio, noi possiamo godere nella nostra vita i frutti della Sua vittoria per la salvezza del mondo.

“Chi è che vince il mondo se non chi crede che Gesù è Figlio di Dio?” Grazie, San Luca!

*  *  *

Per dire il vero, mi sembra che per la vita della maggioranza dei Cristiani le presupposte di fede che incontriamo oggigiorno sono troppo modeste. Non si prega abbastanza, a volte non si rispetta nemmeno i Dieci Comandamenti e non si prende sufficientemente sul serio gli obblighi della vita Cristiana. Forse anche compresi noi, qui presenti, siamo più secolarizzati a volte che crediamo. Voglio dire che, anche nei migliori dei casi e tra i più bravi, ci sentiamo inermi, indifesi o sprovveduti, come gli Apostoli che si nascondevano dopo la Crocefissione di Gesù. Come il mio patrono San Tommaso Apostolo, non vogliamo credere nelle voci che riportano le apparizioni di Gesù risorto dai morti. Siamo come San Tommaso, che ha reagito con la sua professione di fede solo quando è stato confrontato dal Risorto stesso nella carne. “Rispose Tommaso: Mio Signore, e mio Dio. E Gesù: Perché hai veduto, o Tommaso, hai creduto: beati coloro che credono senza vedere.”

Per San Tommaso dobbiamo avere una certa simpatia nel senso che capiamo quanto egli era personalmente rattristato, cioè distrutto dall’incubo della passione del nostro Signore. Dall’altra parte, non è che Cristo Dio, insegnando nel corso dei Suoi tre anni di ministero pubblico, aveva lasciato i suoi Discepoli impreparati per la prova della Sua Ora.

“Ma (Tommaso): Se non vedo nelle sue mani la fessura dei chiodi, e non metto il mio dito nella fessura, e non metto la mia mano nel suo costato, non credo.”

Che significa credere? Che significa non credere? Che significa di non vivere come persona rinata nelle acque del Battesimo? Che significa non trovarsi, non solo rallegrato davanti al sepolcro vuoto ma preso totalmente dall’incontro con il Signore Vivente?

“Chiunque è nato da Dio vince il mondo: e ciò che ha vinto il mondo è la nostra fede. Chi è che vince il mondo se non chi crede che Gesù è Figlio di Dio?”

Purtroppo, se non siamo tiepidi nella nostra fede, siamo spesso troppo timidi nel professare Gesù Figlio di Dio. Questa spiega in parte la nostra impotenza davanti ai soprusi di questo mondo che passa. Per mancanza di fede, manchiamo il coraggio, forse sì, ma soprattutto non viviamo la grazia del nostro battesimo e pertanto non siamo vincitori!

In questi giorni ho avuto occasione di pensare che forse non sia stata una buona decisione, ai tempi del Papa San Giovanni Paolo II, di ridurre il numero dei miracoli richiesti per la canonizzazione di un santo a uno solo. Dimostra forse una certa mancanza di fede nell’onnipotenza di Dio, che sperimentiamo anche per l’intercessione dei santi. Anni fa, dopo una visita a Xanten in Germania alla tomba del giovane martire il Beato Karl Leisner, ho chiesto a due preti tedeschi, anziani, buoni e pii, se si contava presto con la canonizzazione di questo giovane martire, ordinato prete nella clandestinità del campo di concentramento nazista. Questi, quasi rattristati, mi hanno risposto che si poteva solo sperare per un miracolo verificato altrove nel mondo, perché i tedeschi non ci credevano più nei miracoli.

Forse si trattava di una battuta, sì, un po’ cinica o crudele, ma ripeto, troppo spesso per tutti noi, si verifica la mancanza di fede vissuta e professata, specialmente di fede nella divinità di Cristo. I santi sono proprio quelli che ci credono e vivono pertanto nella potenza del Figlio di Dio; i santi sono i vincitori del mondo. Noi invece mettiamo la nostra fiducia in questo mondo e nei suoi agenti. Ci lasciamo trascinare dalle notizie sparse dai padroni e non-padroni di questo mondo, dal loro vanto di cose mondane se non cattive. Peggio di San Tommaso, rimaniamo ostinati nella nostra, sì, incredulità e pertanto impotenza davanti alle forze d’iniquità.

“Se ammettiamo la testimonianza degli uomini, la testimonianza di Dio è maggiore. Ora, è Dio stesso che ha reso testimonianza a suo Figlio. Chi crede nel Figlio di Dio, ha in sé la testimonianza di Dio.”

Che cosa ci vuole a parte di un incontro visibile e tangibile con il Risorto, come ha avuto San Tommaso, per farci credere e così vincere il mondo? “E Gesù: Perché hai veduto, o Tommaso, hai creduto: beati coloro che credono senza vedere.”

In questo senso, mi pare una buona decisione del Papa a suo tempo di dichiarare questa domenica in Albis la domenica della Divina Misericordia. Dio in Cristo ha mostrato una grande misericordia verso l’incredulo Tommaso e perciò ci rassicura nella nostra debolezza di fede e ci sfide nella nostra incredulità. Per la nostra mancanza di fede nella Risurrezione di Cristo, abbiamo tanto bisogno della misericordia divina. Bisogna dire onestamente che non abbiamo nessuno svantaggio nei confronti dei primi discepoli. Il nostro tempo nella Chiesa Cattolica è un tempo, non limitato a tre anni del ministero pubblico come fu il caso per i discepoli di Gesù. No, il nostro è un tempo che dura una vita più o meno lunga, un tempo proficuo in cui godiamo l’insegnamento di Gesù attraverso il Suo Corpo Mistico, la Chiesa. In famiglia e attraverso i successori degli apostoli, si tratta della testimonianza alle parole del Gesù terrestre, di Gesù dopo la Sua Morte salvifica in Croce, cioè tale quale come San Tommaso della testimonianza del Risorto e non solo del Cristo pre-pasquale.

Possiamo gioire nella buona novella della Risurrezione, e davanti alla nostra mancanza di fede, supplicare Dio per la Sua misericordia.

“Chi è che vince il mondo se non chi crede che Gesù è Figlio di Dio?”

Sia lodato Gesù Cristo!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, March 18, 2018

To be with Jesus in His Pasch


5ª Domenica di Quaresima – Anno B
55° Giubileo Sr. Cecilia
Cham, 18 marzo 2018
Ger 31:31-34
Ebr 5:7-9
Gv 12:20-33


Sia lodato Gesù Cristo!

In questa quinta domenica di Quaresima (Nota p.f. già domenica prossima abbiamo le Palme e l’inizio della Settimana Santa!), ci uniamo a Suor Cecilia e alle sue consorelle per dire grazie a Dio Padre, Figlio e Spirito Santo per questa testimonianza sua di una lunga vita qui sulla terra, consacrata al servizio del Signore e della Sua Santa Chiesa. Il sentimento che predomina è quello della gratitudine (l’unica vera felicità in questo mondo). La nostra gratitudine e quella di Suor Cecilia merita una breve meditazione alla luce delle letture per questa domenica che ci porta più vicino alla Solennità della Risurrezione del Signore e al ritorno dell’Alleluia al nostro canto.

"Signore, vogliamo vedere Gesù".

In fin dei conti per noi battezzati, non v’è desiderio o aspirazione più fondamentale, più profonda che la voglia di vedere Gesù, di conoscere il Salvatore del mondo e metterci sotto il suo giogo dolce e leggero. In questo senso, la secolarizzazione (la contraria alla vita devota e credente) non è altro che il dimenticare Gesù, l’indifferenza verso di Lui, la trascuratezza della nostra vita di comunione di pensiero e sentimenti con Lui, con Maria Sua Madre, con i nostri angeli custodi e santi patroni.

Qualsiasi persona normale e sana ha i suoi sogni, le sue attese nella vita. C’è chi sogna il benessere materiale, c’è chi sogna una certa fama o prestigio nella vita (cioè di godere la stima del grande pubblico). Ci sono le personalità che sognano una vita più privata, una vita in disparte, tranquilla, quasi anonima. È più che normale sognarsi un buon matrimonio con bravi figli, pregando Iddio di conservare tutti quelli che amiamo nella gioia di vita e nella salute, preservandoli soprattutto dal peccato. È una buona cosa per un ragazzo o per un uomo giovane di sognare a diventare sacerdote e, dato che ci stiamo oggi con Suor Cecilia, è veramente una bella cosa di sognare di poter affidarsi totalmente a Cristo come suora, come anima consacrata, come sposa/consorte dell’Agnello immolato in Croce per la nostra salvezza.

"Signore, vogliamo vedere Gesù".

Da bambino o bambina non possiamo sapere esattamente le conseguenze di un tale sogno. Anche se passano 40, 50, o 60 anni di vita consacrata a Dio, restiamo sempre in attesa della possibilità di una nuova profondità, di nuove scoperte nel corso della vocazione vissuta giorno per giorno. Chi sa anche da adulto che cosa potrà significare una tale scelta nella vita, non erogata a se stesso ma individuata nella persona da chi di autorità e cioè confermata dalla Chiesa? Obbedienza alla parola di Dio e alla Sua volontà descrive meglio quello che vogliamo intendere parlando di una vocazione. Si parla così perché non è la persona sola che sceglie ma la Chiesa stessa che chiama al servizio del Signore. L’iniziativa non è la nostra, ma la risposta, la disponibilità, sì! È l’amore di Dio, Dio che ci conosce meglio che noi possiamo conoscere noi stessi, che ci chiama attraverso la Sua Chiesa alla realizzazione più perfetta di noi stessi. Si tratta sì di una scelta libera, fondamentale e definitiva per la durata della vita. Come scelta di unirsi alla Croce di Gesù non può essere un continuo divertimento, come pure nel caso della vocazione a matrimonio e famiglia. Qualsiasi vocazione cristiana implica una misura più o meno grande di sofferenza, ma che non toglie mai la nostra gratitudine e pertanto la gioia, la felicità fondamentale di essere in compagnia con lo Sposo, con Gesù.

Come hanno fatto i discepoli per i Greci nel Vangelo, dobbiamo rispettare questo desiderio, questo sogno anche dei più piccoli e fare tutto per aiutarli a realizzarlo: "Signore, vogliamo vedere Gesù".

Nella seconda lettura oggi agli Ebrei abbiamo letto:
“Proprio per questo nei giorni della sua vita terrena egli offrì preghiere e suppliche con forti grida e lacrime a colui che poteva liberarlo da morte e fu esaudito per la sua pietà; pur essendo Figlio, imparò tuttavia l'obbedienza dalle cose che patì e, reso perfetto, divenne causa di salvezza eterna per tutti coloro che gli obbediscono…”

Può darsi che noi altri qui presenti che hanno già superato 65 anni di età hanno ricordi di una Quaresima diciamo sofferta ma felice. Come bambini non eravamo obbligati al digiuno come gli adulti, ma abbiamo astenuto dalla carne ogni venerdì e per mercoledì delle ceneri, facendo tutti i nostri piccoli sacrifici, rinunciando a caramelle, cioccolatini e dolciumi con spirito eroico e per il bene dell’anima. La penitenza quaresimale fu ed è tutt’ora una scuola non tanto di sacrificio ma di buona volontà e di desiderio di associarsi con Gesù nelle Sue sofferenze.

“…pur essendo Figlio, imparò tuttavia l'obbedienza dalle cose che patì e, reso perfetto, divenne causa di salvezza eterna per tutti coloro che gli obbediscono…”

Hanno merito le nostre sofferenze e sacrifici? In unione con Gesù, senz’altro! Una maggior fonte di tristezza nel nostro mondo oggi è il rifiuto dell’associarsi con Gesù nei Suoi patimenti. Sto leggendo in questi giorni un libro di consigli, specialmente per suore di clausura, della vita contemplativa, scritto nel ‘700. Il titolo del libro parla dell’abbandono alla Divina Provvidenza, presentando il concetto come quello chiave o fondamentale alla vita devota. Anche per la vita attiva dell’apostolato come per quella in famiglia, questo abbandono, questo fidarsi di Dio e della Sua volontà per ciascuno di noi personalmente dovrebbe occuparci più dei nostri piani e progetti.

Per tornare all’immagine dei sogni: le nostre aspirazioni o sogni sorgono dall’intimo di cuore dove incontriamo Dio che è spirito e vita. Possiamo illuderci senz’altro con sogni illusori e egoisti. Con l’aiuto della Chiesa e con docilità verso le persone che ci vogliono veramente bene, però, i nostri sogni possono vivere e prendere sostanza nella nostra vita. Non so se Suor Cecilia ha ricordi dei suoi sogni da ragazzina, ma la realizzazione in una vita consacrata a Dio li supera da lontano. Per i giovani, sarebbe sciocco per me di incoraggiarvi di correre dietro i sogni dell’infanzia o della gioventù. L’oggetto dell’esercizio sia di aprirsi alla volontà divina, di lasciarci condurre dal Dio che ci conosce e che ci invita alla partecipazione al Suo piano per la salvezza del mondo.

Sia lodato Gesù Cristo!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Sunday, March 11, 2018

Christ's Universal Kingship

- Lord of the World -
- Dawn of All -
Collected Works of Robert Hugh Benson. 
Benson, Robert Hugh. 
Minerva Classics. Kindle Edition. 

Different than his historical novels about reformation times in England and Catholic recusancy, these two futuristic novels written a century ago at the beginning of the 20th Century were not to my liking, but I forced myself through both of them for sheer perplexity as to why "Lord of the World" in particular is so highly touted. Having read both, I am still at a loss. Both books are occupied with the very actual question of Christ's Kingship, but "Lord of the World" in particular seems to be recommended by persons unlikely to share traditionalist concerns for reaffirming the Lordship of Jesus and how that should look. In other words, those today who recommend "Lord of the World" do not seem to share the same fears or convictions which moved Robert Hugh Benson to write the first book and in response to heated criticism to offer "Dawn of All" for no other purpose than to try and imagine a thoroughly Christian society where Christ truly reigns through His Vicar the Pope of Rome.

As science fiction goes, I suppose one could marvel at the development of the dirigible into the "volor", a sort of luxury airliner at low altitude and without cabin pressure, but the fascination with horses and carriages in the second half of the 20th Century tends more to disturb than to enchant.

"Lord of the World" could be an end of the world scenario, with the anti-Christ played by a slick social democrat tyrant who is the spitting image of the last Pope, named Sylvester. "Dawn of All" is the dream of a dying, failed priest, graced with the time in coma to sort out his objections to a Catholic world winning out over a rather brutish and drab form of social democracy. While its denouement is less convincing than that of the Armageddon standoff between the forces of Light and those of Darkness at the end of  "Lord of the World", "Dawn of All" is very much circumscribed by the priest's dream and his full reconciliation with the Church before dying, thanks to God's grace and the fervent prayers of his Catholic nurse.  

I wonder how it would be to attempt novels on the same topics a hundred years later! Needless to say, I am not volunteering if for no other reason than I am no near the writer of a Robert Hugh Benson. It could be that to further reflection on what we mean by the Kingship of Christ really and truly in our world that that is what we need to constructively further the reflection... minus, of course, the volors and the horses and carriages.

When it comes to eliminating my reservations about monarchy as the best form of government and the truest to the task of building up a Christian social order, well, I might need a couple convincing bad dreams to win me over as well.

In any case, I certainly won't stop dreaming about "baptizing" the social order such that Jesus might reign supreme.


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Sunday, March 4, 2018

Strengthened to Fight for Love of Christ


Firmung
3. und 4. März 2018,
Pfarrei St. Jakob, Cham
Eph 3,14-21   
Mk 6,7-13

Gelobt sei Jesus Christus!

„Ich beuge meine Knie vor dem Vater, …dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt.“

Vor vielen Jahren habe ich selber die Firmung empfangen. Ich war damals zehn Jahre alt. Damals konzentrierte sich die Vorbereitung in der zur Pfarrei gehörenden Schule auf einen kleinen Katechismus über das Sakrament der Firmung. Das kleine Büchlein enthielt kein einziges Foto, nur ein paar Zeichnungen, zwei Listen (die 10 Gebote und die Gebote der Kirche) und drei Tabellen (2 für die Tugenden und 1 für die Gaben des Heiligen Geistes). Das Büchlein war gestaltet in der Form von Fragen und Antworten, hatte kaum mehr als dreissig Seiten und konnte bequem in der Hosentasche verstaut werden. Wir mussten alles auswendig lernen: Was ist die Firmung? Welches sind die Gaben des Heiligen Geistes, u.s.w.

Ich weiss nicht, ob dieses Ausbildungskonzept den Mädchen damals gefallen hat. Aber wir Knaben waren begeistert, denn der Schwerpunkt lag beim lateinischen Wort robur, Kraft oder Unterstützung. Die Firmung machte aus dem Getauften einen Soldaten Jesu Christi: robur. Man sprach von der Kirche hier auf der Erde als der kämpfenden Kirche und wir Gefirmte waren die Soldaten Jesu im Kampf gegen den Teufel. Ich weiss es nicht, aber vielleicht hat die Idee des Soldaten auch den zehnjährigen Mädchen gefallen.

 „…dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt… In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt.“

Bei denjenigen, welche die drei Initiationssakramente empfangen hatte, also Taufe, Firmung und Kommunion, sagte man, dass sie im Besitz der Gnade sei, welche notwendig war, um in Treue zum Gesetz Gottes zu leben, die Seele zu retten, Gott zu gefallen und, wenn wir einmal diese Erde verlassen, ins Himmelreich einzutreten. Wir können diese Wirklichkeiten also wie folgt beschreiben: Der einzelne ist ein Soldat Jesu Christi oder auch ein Christ mit allen Rechten. Wenn ich als Bischof, also als Vater, der in Liebe der Kirche vorsteht, euch allen hier, den Firmlingen, den Eltern, dem Pfarrer und den Pfarreiangehörigen in Bezug auf die Notwendigkeit oder gar Pflicht, ganz für Christus zu leben, ein Botschaft übermitteln könnte, so wäre es diese: Wenn es eine Tragödie im Leben der Kirche heute gibt, in unserem Glaubensleben, dann ist es dieses traurige Drama der Gleichgültigkeit von vielen, die sich Katholiken nennen. Nur wenige leben ihren Katholizismus mit Leidenschaft (wer sieht sich heute schon als Soldat an der Seite Jesu in der Schlacht gegen die Sünde?). Langeweile! Traurigkeit! Leere! Es ist wirklich eine Tragik, die nicht nur die Kirche in Europa betrifft oder die Kirche der deutschen Sprache (es spielt da keine Rolle ob in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Südtirol oder Lichtenstein). Es ist eine Tragik, welche die Kirche praktisch im ganzen Westen betrifft. Die Firmung von Erwachsenen ist heute viel weiter verbreitet als zu der Zeit, als ich ein Kind war. Dies ist so, weil sich viele junge Menschen nicht mehr zur Firmung anmelden, nicht mehr bereit sind, sich zu engagieren oder gar aus totalem Glaubensmangel. Aus Gleichgültigkeit oder weil in der Familie andere Prioritäten gesetzt werden, welche nicht mir genügend Zeit lassen, um die Firmvorbereitung zu besuchen wird die Firmung weggelassen.

„In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt.“

Und wo ist da die Gute Nachricht? Es ist die Geschichte der ewigen Liebe, der wahren und lebendigen Liebe. Es ist die Geschichte der Liebe bis zum Tod am Kreuz, die Jesus für dich und für mich hat, für uns, die er beim Namen gerufen hat und die wir ihm persönlich bekannt sind. Es ist die Geschichte der ewigen Liebe des Vaters. Der Liebe die berührbar und überprüfbar ist im einzigen Sohn, dem wahren Gott und wahren Menschen. Es ist die Geschichte der Liebe, die mich niederknien lässt hier vor dem Allerheiligsten Sakrament, die mich niederknien lässt am Abend zu Hause vor dem Schlafengehen und die mich niederknien lässt am Morgen sofort nach dem Aufstehen. Was ist die Gute Nachrichte? Es ist die Geschichte der ewigen, lebendigen und wahren Liebe, dieser Liebe zu dir und zu mir, die Jesus bezeugt hat bis zum Tod am Kreuz. Was wäre wichtiger, als von dieser Liebe Zeugnis zu geben?

 „Ich beuge meine Knie vor dem Vater, …dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt.“

Wenn ich als Bischof, also als Vater, der in Liebe der Kirche vorsteht, euch allen hier, den Firmlingen, den Eltern, dem Pfarrer und den Pfarreiangehörigen in Bezug auf die Notwendigkeit oder gar Pflicht, ganz für Christus zu leben, ein Botschaft übermitteln könnte, so wäre es diese: Wählt das Motiv, das euch entspricht: robur! Soldat!, Christ mit allen Rechten! Aber wählt eine Geschichte der Liebe zum und mit dem Himmlischen Vater! Es ist nie zu spät, die Berufung zum Soldaten Christi zu entdecken: Mit 10 Jahren, 15 oder 25, mit 40 oder gar mit über 65 Jahren. Es ist nie zu früh und nie zu spät, um sich in Jesus Christus in den einzigen wahren und lebendigen Gott zu verlieben.

Gelobt sei Jesus Christus!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, February 24, 2018

Before God in Light


2. Fastensonntag, Vorabend Messe
24. Februar 2018, Schmitten

Gn 22:1-2, 9a, 10-13, 15-18
Rom 8:31b-34
Mk 9:2-10


Gelobt sei Jesus Christus!

Ob der Ort nun Morija oder Tabor heisst, mit den Lesungen des 2. Fastensonntags befinden wir uns oben auf dem Berg mit Gott. Und im Gespräch mit Gott da oben auf dem Berg geht es immer um dasselbe Thema: Welchen Sinn hat das letzte und absolute Opfer, dass der gütige Gott von uns, seinen Auserwählten, verlangt? Die Botschaft dieses Fastensonntags ist die, dass Gott das Opfer nicht will, um uns zu erniedrigen oder gar zu vernichten. Er verlangt das Opfer allein deshalb, weil er uns zu einem Leben mit ihm und bei ihm im Himmel bestimmt hat. Und dieses ewige Leben in der Herrlichkeit der Auferstehung erlangen wir durch den Tod am Kreuz. Mit unseren menschlichen Kräften alleine schaffen wir das nicht, aber dank der in Christus geschenkten Gnade erreichen wir unser Ziel:

 „Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht. Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.“

Wenn wir auf das Leben Abrahams schauen, unseren Vater im Glauben, ein wirklicher Freund und Vertrauter Gottes, dann stellen wir fest: Fast jede Seite, die von Abraham erzählt, und ganz besonders hier die Erzählung von der Opferung Isaaks, handelt von der drängenden Frage der Liebe, die Gott für seinen Knecht hat. Immer wieder bedrückt Abraham diese Frage: „Liebt Gott mich wirklich?“ Abraham tastet praktisch ein Leben lang im Dunkeln. Er lebt in der Ungewissheit in Bezug auf die Gegenwart und Wirksamkeit Gottes in seinem Leben. Wenn wir unsern Glauben intensiv leben, müssen wir daher nicht erstaunt sein, dass wir ähnliche Erfahrungen machen wie Abraham, dass wir Gottes Gegenwart nicht spüren und uns die Frage stellen, ob er uns wirklich liebt. Abraham als erster und dann die Heiligen des Alten und Neuen Testamentes bis hin in unsere Tage wurden praktisch alle bedrängt von Fragen und Zweifeln in Bezug auf die Absichten und Pläne, die Gott für ihr Leben hatte. Dieser Gott, liebt er mich wirklich? Warum verlangt er von mir solche Opfer? Warum bedrück mich oder jemand, der mir nahesteht, eine solche Hoffnungslosigkeit? Es ist das alte Problem des Bösen in der Welt. Kann ich dem Wort Gottes wirklich vertrauen?

Beide Berge wollen uns etwas lehren: Morija, für Abraham und Isaak spielt sich mit anhaltenden Spannung ab. Unsere beiden Protagonisten wissen bis zum letzten Augenblick nicht, was Gott mit ihnen vorhat. Der Tabor dagegen war für die drei Auserwählten, die Jesus auf den Berg begleiteten genau das Gegenteil: Sie erhalten eine Wissen, das ihnen die künftigen Ereignisse erhellen soll. Vor der Passion und vor dem Kreuzesopfer erhalten sie Einblick in das Geheimnis Jesu: Er ist der einzige Sohn des Vaters. Die Dunkelheit des Kreuzweges folgte später und stellte die Apostel auf die Probe obwohl sie vorher schon bei der Verklärung erleuchtet wurden.

Ich möchte Ihnen etwas im Vertrauen sagen: Ich sorge mich um unsere heutige Zeit, die so wenig in der Lage scheint, diese für die Jünger Christi, die Freunde Gottes, wesentliche Spannung ertragen zu können. Ich möchte damit sagen, dass unsere Welt absolut nicht die Merkmale aufweist, welche bezeichnend sind für ein Leben in Gebet und Gemeinschaft mit Gott: Die Unsicherheit, die eng verbunden ist mit der intimen Gottesbeziehung. Wenn die Leute Geist und Herz zu Gott erheben würden, das heisst, wenn sie regelmässig beten würden, jeden Tag, wenn sie sich am Morgen erheben, vor dem Essen und am Abend vor dem zu Bett gehen, dann wäre da viel mehr Spannung und Dynamik auch in unserem alltäglichen Leben. Ich weiss, ich spreche hier vom Minimum für eine auf Christus getaufte Person. Ein Leben in intensiver Gemeinschaft mit Gott verlangt mehr. Ein wahrhaft glaubender verpasst die Sonntagsmesse nie, ein wahrhaft glaubender prüft sein Leben regelmässig, d.h. er beichtet regelmässig seine lässlichen Sünden, nicht nur die Todsünden. Ich wiederhole: Mich beunruhigt die Gleichgültigkeit von Menschen, die sich katholisch nennen, ohne den Glauben wirklich zu praktizieren, die leben ohne das Bemühen, Gott, der uns geschaffen und in Christus erlöst hat, eine Freude zu machen. Eine flache, langweilige Welt, die sich nie fragt, ob Gott mich wirklich liebt.

Sicher, es gab schon immer ungläubige in der katholischen Gemeinschaft. Aber vor 100 oder vor 50 Jahren, da schämten sie sich dafür. Sie waren beunruhigt entweder wegen der vorherrschenden Kultur oder weil sie wirklich beunruhigt waren, fern von Gott zu leben. Heute dagegen scheint die Gleichgültigkeit in Sachen religiöser Praxis vorherrschend zu sein. Viele rühmen sich ihres Atheismus oder Agnostizismus. Andere, vielleicht die meisten, warten stumm und stur, in gewisser Weise im Dunkeln sitzend, bis sie definitiv von der Bildfläche einer sinnlosen Welt verschwinden.

Wie wir im Evangelium lesen, hat Jesus in seinem Dienst viel stumme und dumme Dämonen ausgetrieben, damit die Menschen frei in der Gesellschaft leben konnten. Vielleicht hängt es genau damit zusammen, dass die Zeugen der Wunderheilungen Jesu sein Wirken nicht immer im vollen Sinn zu schätzen wussten. Dasselbe gilt auch heute. Die Gesellschaft und auch die Pfarreigemeinschaft sind oft nicht genügend beunruhigt über die Menschen, die von Internet oder Handy betäubt sind. Wenn ich einen von WhatsApp, Twitter oder Facebook versklavten Menschen heilen und befreien könnte, würde das von vielen Kirchgängern als bedeutungsloses Ereignis eingestuft. Aber ist es nicht gerade unsere Anhänglichkeit an diese Dinge, welche unser Gebet verhindern, welche unsere Beziehung zu Gott zerstören?

Wo befinden wir uns? Auf dem Berg oder im Tal der Finsternis? Es scheint nicht gerade ein christlicher Wunsch zu sein oder ein Zeichen des Wohlwollens, wenn man jemandem Wünscht, dass er in Angst ist um seine Gottesbeziehung. Aber, es ist tatsächlich so. Genau das ist notwendig. Ich habe letzthin ein Video aus meiner Heimatdiözese gesehen, bei dem eine Familie mit einem an der Universität studierenden Jungen Zeugnis davon gab, wie sie durch die Jugendarbeit der Pfarrei Hilfe erfahren hatte. Die Erfahrung des gemeinsamen Gebetes und der Katechese hat dem Jungen geholfen, mit der Kirche verbunden zu bleiben. Jetzt hat er bei der Teilnahme an den Angeboten der katholischen Studentenseelsorge seine zukünftige Frau gefunden. Auch diese gab Zeugnis von einer ähnlichen Erfahrung in ihrer Heimatpfarrei. Diese in zwei Generationen den Glauben praktizierende Familie strahlte Freude und Frieden aus.

Wir kommen nicht umhin, wenigstens in einer gewissen geistlichen Spannung zu leben, wenn wir im Licht und in der Freude Gottes Leben wollen. Bei all den Unsicherheiten und Gefahren, die unser Leben bedrohen: Unsere Bestimmung leuchtet auf dem Berg auf, nicht im Tal des Todes. Ich möchte in euch die Entscheidung bestärken, mit Christus im Licht euren Weg zu gehen.

Gelobt sei Jesus Christus!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI




Saturday, February 3, 2018

Two Weekday Homilies in the House of the Poor Clares


Cademario - 1° febbraio 2018
Giovedì Quarta Settimana in Tempo Ordinario

1 Kgs 2:1-4, 10-12
Mk 6:7-13

Sia lodato Gesù Cristo!

Credo che in settimana sia permesso a volte di offrire solo un breve spunto. Voglio farlo oggi, cioè non proprio un’omelia ma una piccola raccomandazione o supplica per la vostra riflessione e da prendere almeno per oggi come intenzione nelle vostre preghiere.

Il Vangelo di oggi comincia e finisce così (cito, lasciando fuori la parte centrale con i dettagli sulla missione affidata da Gesù ai Dodici):
“Allora chiamò i Dodici, ed incominciò a mandarli a due a due e diede loro potere sugli spiriti immondi. … E partiti, predicavano che la gente si convertisse, scacciavano molti demòni, ungevano di olio molti infermi e li guarivano.” 

“Spiriti immondi… demoni”! L’altro giorno ho letto un articolo in un servizio internazionale di stampa cattolica, che riportava una suonata di allarme da parte di un sacerdote esorcista, irlandese di nazionalità, in favore della preparazioni di più sacerdoti come esorcisti per Irlanda. Egli costatava un aumento preoccupante delle persone riportate possesse o almeno ossessionate dal Diavolo. Il servizio di stampa, senza criticare, cercava un altro parere e citava un altro sacerdote esorcista dagli Stati Uniti, egli sì era anche del parere che v’è un aumento dei casi, ma che l’ingerenza dei spiriti immondi nella vita delle persone sia soprattutto attribuibile al disinteressarsi o al trascurare la vita di preghiera quotidiana e dei sacramenti, cioè della Santa Messa domenicale, della frequentazione regolare del Sacramento di Penitenza, e della degna ricezione della Santa Comunione.

Purtroppo, abbiamo dai film e TV l’impressione che l’indemoniato sia una persona o violenta da zombie o piuttosto spiritata, tipo vampiro. Un famoso convertito, scrittore e sacerdote Cattolico dell’inizio del 20° secolo, Robert Hugh Benson, in uno dei suoi romanzi parlava invece di una presenza diabolica, muta e stupida, devastando il carattere di una persona del resto e per natura amabile. Credo piuttosto che sia così. Se l’esorcista irlandese consta un aumento di attività diabolica sarebbe nel senso di persone depresse e intontite, o ciniche, accigliate.

Pregate per favore instantemente per il ritorno dei Cattolici tiepidi e freddi alla pratica della fede, alla preghiera quotidiana (mattina e sera, a tavola), alla Messa in Domenica, ad una vita esaminata e accompagnata dal Sacramento della Penitenza. Cominciamo pregando per i membri delle nostre famiglie che trascurano i loro doveri o restano muti e stupidi davanti al televisore, al computer o attaccato sempre al telefonino. Preghiamo per il ritorno della luce di Cristo al nostro mondo!

Sia lodato Gesù Cristo!



Festa della Presentazione del Signore
2 febbraio 2018 - Cademario

Mal 3:1-4
Heb 2:14-18
Lk 2:22-40 or 2:22-32

Sia lodato Gesù Cristo!

“…e subito entrerà nel suo tempio il Signore, che voi cercate…”
"Ora lascia, o Signore, che il tuo servo vada in pace secondo la tua parola… “Nunc dimittis!

La festa di oggi porta a compimento il tempo forte di festeggiamenti da parte della Chiesa dell’Incarnazione del Verbo: gli avvenimenti natalizi, scritti grandi come sono da piccoli attori e attrici! Si tratta di una vera grandezza e profondità di momenti principali nella storia di salvezza, ma diciamo tracciati a misura d’uomo, per la giovane coppia, dal bambinello stesso, per i pastori a Betlemme, e oggi, con Simeone e Anna nel Tempio a Gerusalemme! Il tempo di Natale si muove tra i sogni di San Giuseppe e dei Re Magi, portato avanti dalla luce di una stella, accompagnato dai canti degli angeli del cielo, e svelato dalle profezie inverosimili di persone anziane, cioè dalla cugina di Maria, Elisabetta, mamma di San Giovanni Battista, e da Simeone e Anna, ancor più grandi di età della madre del precursore.

“Nunc dimittis!”

La Chiesa festeggia oggi in modo particolare la vita consacrata. Oggi si cammina con le candele in mano nel ricordo della presentazione di Gesù davanti al Signore, l’Infante circondato da altri piccoli attori e attrici. Israele secondo la Legge doveva riscattare il primogenito e noi dobbiamo ricordare che nessuno appartiene a se stesso. Siamo di Dio per l’amore dell’Altissimo per ciascuno di noi.

Purtroppo in certi settori della Chiesa oggi sperimentiamo non solo ignoranza dell’interessamento diretto di Dio Padre per ciascuno di noi, piccoli come siamo. Purtroppo, si consta in mezzo alle nostre comunità un vero disprezzo per il messaggio natalizio, quale buona novella manifestata per la via dell’umiltà e della tenerezza, della fragilità. V’è chi nega la centralità della grotta di Betlemme, del momento storico che ci ha portato la salvezza in Cristo Dio. Vi sono quelli, purtroppo, che rivendicano l’onore di ufficio dentro la Chiesa. Come i testardi Adamo ed Eva, vogliono rifare il Corpo Mistico di Cristo all’immagine e somiglianza di non importa quale società mondana, anche a scopo lucrativo… Chi domina la scena mediatica e pretende di poter disporre della Chiesa a propria voglia non sembra di aver capito per nulla il Vangelo dell’Infanzia del Salvatore del Mondo.

Il “Nunc dimittis!” di Simeone è per me toccante. Il vecchio profeta delle sofferenze anche della Madonna, Corredentrice, rafforza la mia fede. Solo a sentire la sua confessione di fede nel Messia apparso alla fine dei tempi mi solleva. Ma mi incoraggia altrettanto la Anna. Dice San Luca della vecchietta: “Non si allontanava mai dal tempio, servendo Dio notte e giorno con digiuni e preghiere. Sopraggiunta in quel momento, si mise anche lei a lodare Dio e parlava del bambino a quanti aspettavano la redenzione di Gerusalemme.”

Anna precede o anticipa in un certo senso la vocazione alla perfezione per via contemplativa, servendo Dio e lodando il Signore, profetizzando a cuori pronti ed aperti la redenzione promessa.

“…e subito entrerà nel suo tempio il Signore, che voi cercate…”

Care sorelle figlie di Santa Chiara, voi in particolare, voglio confermare oggi nella vostra vocazione natalizia, così centrale al mistero di salvezza, così prioritaria per capire la Sposa di Cristo, la Sua Chiesa nella sua natura e missione. 

Cari fratelli e sorelle in Cristo qui presenti, vi prego per la vostra vicinanza, sacrifici e preghiere, di confermare le suore come discendenti di Simeone e Anna, anziani forse sì, ma sempre vivaci nella ricerca del loro Signore, facendo posto per lui che si presenta, che si rivela Messia, unto di Dio, per la nostra salvezza.

“Nunc dimittis!” Compimento, sì! Ma anche progetto e missione per svelare il Cristo!

Sia lodato Gesù Cristo!