Friday, November 30, 2018

Watching and Waiting!


Erster Adventsonntag – Vorabendmesse
Grabesritter – Sankt Peter u. Paul
01 Dezember 2018 – Zürich
Jer 33:14-16
1 Thes 3:12-4:2
Lk 21:25-28, 34-36

Gelobt sei Jesus Christus!

„…es werden Tage kommen”. Ein Schlüsselwort für den zentralen Gedanken und die primäre Gebetsintention im Advent! „…es werden Tage kommen”.

Ich halte es für gebührend, ja sogar für mehr als gerecht und durchaus erbauend, dass die Komturei Zürich des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem die Adventszeit und zugleich das neue Kirchenjahr mit einer Feier in der Mutterkirche der Stadt Zürich am Vorabend des ersten Adventssonntags beginnt. Herzlichen Glückwunsch!

Es ist sehr wohl bekannt, dass die Ritter vom Heiligen Grab sich nicht nur durch ihre Beihilfe für unsere Heiligen Stätten auszeichnen, also für die Gebäude im Heiligen Land, sondern sich ebenso sehr seit vielen Jahre, eigentlich schon seit Jahrhunderten, für die lebendigen Steine einsetzen, also für die Christen, die im Heiligen Land leben. Der Einsatz der Ritter des Heiligen Grabes dient nicht nur der Bewahrung und Förderung des Glaubenslebens an den Orten, wo unser Glaube angefangen hat. Er dient auch dazu, die Herzen des Volkes Gottes überall auf der Welt zu bereiten, ihren Herrn zu empfangen, wenn er am Ende der Zeiten wieder kommt, ja, um seiner Gerechtigkeit ein für alle Mal zum Durchbruch zu verhelfen. Unsere Bereitschaft wird Wachsamkeit genannt und ist Ausdruck einer grossen, weiten Vision:

 „Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.“

Ein Ritter muss geradezu der Inbegriff der Wachsamkeit sein. Im alten, aus dem Mittelalter stammenden Ritter-codex steht die Wachsamkeit in unlösbarer Verbindung zur Treue dem Landesherrn gegenüber. In unserem Fall heute und für Euch ist das zu übersetzen in das ständige Bemühen, offen zu sein für das, was der Herr der Herren heute von uns will, für das, was der Wille Gottes heute ist.

Unsere Materialistische Welt legt viel Wert auf konkrete Resultate, die sichtbar und naturwissenschaftlich messbar sind. Dahinter steht eine Sicht der Wirklichkeit, die leider nicht nur beschränkt ist, sondern geradezu ungenügend, verstümmelt und deformiert ist. Unsere Welt braucht Christus, derjenige, der kommt. Die volle Wahrheit und die Würde des Menschen brauchen schon für diese irdische Welt eine Vision, die weiter und breiter ist. Für ein glückliches und erfülltes menschliches Leben braucht es mehr als das, was ich berühren, sehen, riechen und mit dem Mund verkosten kann.

Alle Versuche, alles was existiert allein in natur-wissenschaftliche Begriffe zu fassen, sind unvollständig und beschränkt. Die Faszination dieser rein materialistischen Weltanschauung entspricht nicht unserer Würde. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung und wurde durch das Blut des Sohnes Gottes am Kreuz zu Golgota erlöst. Unsere Bewunderung für die Schönheit der Schöpfung muss die Weite und Breite unserer Bestimmung widerspiegeln, d.h. dem Heilsplan Rechnung tragen, den der Schöpfer und Erlöser für und mit dieser Welt hat.

Damals als Kinder waren wir immer begeistert von den Ureinwohnern, welche von der Jagd und dem Fischfang lebten. Wir waren von diesen Völkern begeistert, denen es gelungen ist, mit ganz beschränkten Mitteln Dinge zu verwirklichen, zu denen wir heute nicht mehr in der Lage sind. Wir bewunderten diese Stämme, die zwar „von der Hand in den Mund“ lebten, aber dennoch in der Lage waren, wenn auch ohne die Fülle der dem Menschen gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen, das Überleben ihrer Gattung zu sichern. Umgeben von vielen Geistern und Dämonen lebten sie ohne Gott, ohne den Gott und Vater Jesu Christi. Ungeachtet unserer kindlichen Begeisterung für gewisse Talente, welche es ihnen ein Leben in Einklang mit der Natur erlaubten, waren es noch keine Hochkulturen, sondern eher unterentwickelte Kulturen.

Das, was man von den primitiven Völkern auch unter Bewunderung gewisser erreichten Leistungen sagen kann, das kann man auch über die grossen Atheistischen Ideologen unserer Zeit sagen. Sie schliessen Gott von ihrem Leben aus und verachten die katholische Kirche und greifen sie an. Dasselbe kann man übrigens auch sagen über die praktischen Atheisten, ohne dass sie uns feindselig entgegentreten. Diese eher friedfertigen Atheisten leben oftmals gefangen in den Fängen ihrer elektronischen Geräte, hängen an ihren Smartphones oder an weiss ich was. Es bleibt ihnen die Fülle der menschlichen Erfahrungen verschlossen, die das Leben sonst noch zu bieten hat: Die Begegnung mit Gott und seinem Evangelium in der Kirche. Eine Kultur ohne die Erwartung des Herrn, der kommt um uns zu erlösen, bleibt eine erbärmlich unterentwickelte Kultur.

Ich spreche heute Abend vor allem über die ritterliche Tugend der Wachsamkeit. Auf die Wachsamkeit, welche fokussiert ist auf das Ende der Zeit, auf den Tag des Jüngsten Gerichtes. Es ist richtig, dass unsere Bestimmung der Himmel und die Ewigkeit sind. Unser Leben ist nicht beschränkt auf das Alltägliche. Meine Lebensqualität wird nicht begrenzt durch das Grab. Ich lebe nicht nur „von der Hand in den Mund“, aber meine Tage, seien es nur wenige oder viele, sind auf Gott hin ausgerichtet, auf den Bräutigam, der kommt. Ich bin geschaffen, um für immer in der Freude Gottes zu leben. Es ist wahr, dass ich in Christus von mir selbst befreit bin und auf den Weg geführt wurde, der zur Herrlichkeit führt. Ich fühle mich ganz mit den weisen Jungfrauen im Gleichnis verbunden, welche den Bräutigam mit brennenden Lampen erwarten und in der Tasche noch eine Flasche Öl auf Reserve haben.

Wenn wir vom gerechten Richter der Heiligen Schrift sprechen, ist unsere eine Sprache voller Verheissung und Hoffnung. Das Alte Testament spricht in prophetischer Sprache vom Gesandten Gottes, der kommen wird, um alles in Ordnung zu bringen.

 „…es werden Tage kommen”. Wir müssen wirklich unsere Hoffnung auf den Tag des Gerichtes setzen. Ich wünsche ihnen erfolgreiches Arbeiten im Jahr, welches heute Abend beginnt. Ich wünsche ihnen neuen Eifer für Gott und seine Kirche. Ich wünsche ihnen, treue Beständigkeit in der Förderung des wahren Glaubens an den Orten seines Ursprunges und in der Bereitung der Herzen des Volkes Gottes, damit es Seinen Herrn überall und jederzeit erwartet. Den Herrn, der wieder kommt in Herrlichkeit um die Gerechtigkeit für immer herzustellen.

„Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben, damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt.“

Gelobt sei Jesus Christus!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, November 24, 2018

Between Noah's Ark and a World Destined to be Consumed by Fire


Where to turn? November, our month of intercessory prayer for those who have preceded us in death, is roaring to a close. No doubt, any number of Catholics have not given the Poor Souls a second thought. Whose fault is that? So much of the blogosphere is taken up with sex abuse and episcopal dereliction of duty, with wringing of hands, bulging veins at the temples and the menace of withholding one's tithe. Who is praying for the dead and who is trembling for the salvation of his or her own immortal soul? Libera me, Domine...

By chance I happened to watch the first of a three part video on the UGCC Marian Sanctuary of Zarvanytsia. I had the great grace and joy of being present there for the pilgrimage on more than one occasion during my years in Ukraine. The word which comes to the fore when I reflect on the video, as well as what I gleaned from testimony shared with me by folks I met there, is "refuge". The Mother of God has chosen to offer her people, respite, rest, refuge, consolation in her shrine there in Western Ukraine. It's a place, sure, for grandmas and baby buggies, but more than one young man has found there his Mother's embrace and the courage to knock on the seminary door or ask a blessing for marriage from that special young woman's dad.

Six women here in Switzerland have made a big thing of turning their backs on the Church they cannot seem to perceive as mother. That is profoundly sad, not because we'll miss their church tax, but because the Mother of God must be nowhere to be found on their church scene and "refuge" from the wrath which is to come doesn't seem to be on their radar, Libera me, Domine...

As I never got much out of my formal education in philosophy and theology (late '60's and early '70's), which tended to privilege experimentation or inconstancy, I hanker for something older and steadier and still tend to see the Enlightenment as a black hole and St. Thomas Aquinas and the Scholastics as having been abandoned untried and hence unappreciated. Not that long ago I read a little collection of documents: The Popes Against Modern Errors, 16 Papal Documents, Anthony J. Mioni, Jr. TAN Books. Kindle Edition.  I found them, especially the Oath Against Modernism, to be frightfully relevant to our day and time.

Maybe we need to go on pilgrimage. Certainly, we need reassurance and our Mother's embrace! Libera me, Domine...


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, November 18, 2018

A Heart Well Disposed


The Hidden Treasure: Holy Mass 
St. Leonard of Port Maurice. 
(with Supplemental Reading: Novena of Holy Communions). 
TAN Books. 2012. Kindle Edition. 

The original English language edition of this book carries a Nihil Obstat from 1890 (St. Leonard, 1676-1751, was a prolific writer and preacher in Italy, noted for propagating the Stations of the Cross in the form familiar to us yet today). The Supplemental Reading, Novena of Holy Communions, comes from the pen of Father Lawrence G. Lovasik, S.V.D., and was first published in 1960. I am most grateful for the impulse received which led me to pick up this double treasure and read it through. 

I would encourage others to do the same for two reasons: a) it opens a valuable window to appreciation for classic Catholic Eucharistic devotion as lived out from long before preconciliar times, and b) it helps to understand the sense of lay people committing to daily Mass and frequent Holy Communion. 

Not only lay people could gain much for the life of faith by reading this book. It might just provide that nudge to priests in the parish to return to celebrating daily Mass (Down with the "Mass-less-day-off" business!), hence practicing the discipline of worthy Daily Mass and Communion themselves and preaching regular and more frequent Confession to their people, by giving good example as penitents and making themselves available in the confessional every day before Mass, plus Saturday afternoons and evenings, as well as the vigils of holy days of obligation.

Among the reasons for the lack of faith in the Real Presence, Body, Blood, Soul and Divinity, of Christ our God under the forms of bread and wine in the Most Holy Eucharist is certainly a failure to ponder Christ's Sacrifice and know of His unbounded love in obedience to the will of the Father for our salvation. I think that the points made in this little volume could be of help to many in attaining a more conscious and vibrant faith life.

"Consider then, beloved, the cause of all this anguish, borne by our Crucified Redeemer and Lord, and you will find that it is nothing else but sin; therefore the genuine and principal way of showing the sympathy and gratitude which He demands of us, and which we are undoubtedly bound to render to Him, is to be sorry for our past sins purely from love to Him; to hate sin with a hatred beyond all other hatred, and to fight manfully against all His enemies and our own evil inclinations; that thus, putting off the old man with his deeds, we may be clothed with the new, and our souls may be adorned with the virtues of the Christian character." (from "The Spiritual Combat" by Lorenzo Scupoli)

I am greatly saddened to hear of people (even bishops) militating against Summorum Pontificum and the tender flowering of the regular celebration of the Vetus Ordo. There is something diabolical about this intolerance toward what has always and everywhere been in the Church and with great profit over the centuries. The expression "Cut off your nose to spite your face" comes to mind. We pray for openness and eagerness for all which would promote sanctity of life among our priests and people. Vivat! Crescat! Et floriat!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Friday, November 9, 2018

Perpetual Adoration as the Corner Stone



Adoration Perpétuelle - Messe Festive
Sion, 9 novembre 2018

Ez 47:1-2, 8-9, 12
Jn 2:13-22




Loué soit Jésus Christ ! 

J'imagine que chacun de nous a ses propres convictions sur le sens profond de l'adoration perpétuelle pour notre vie en tant qu'individus. Même s'il y a de petites différences dans notre compréhension de ce don inestimable pour l'Église, nous sommes réunis ici pour célébrer notre relation avec Jésus-Eucharistie, et l'adoration ici en particulier, à Sion, depuis trois ans. Il est certain que cette action communautaire, avec le témoignage de fidélité du groupe à l'adoration permanente du Christ Seigneur dans le Saint Sacrement de l'autel, interpelle et encourage le monde qui nous entoure, ceci à commencer par nos familles. L'adoration perpétuelle peut être classée comme la pierre angulaire du travail d'évangélisation de l'Église catholique dans le monde d'aujourd'hui. 

L'adoration perpétuelle est typique des mouvements pour le renouveau de la foi catholique à notre époque, mais de tous les mouvements que je connais, c'est le seul cas qui représente une pratique catholique enracinée dans la tradition. Encore plus génial, l’engagement de garantir une heure régulière au nom du groupe devant le Saint Sacrement exposé représente un sacrifice personnel qui n’est pas indifférent, même s’il est fait à taille humaine. 

S'il y a des différences dans notre appréciation de l'adoration perpétuelle, c'est surtout du fait que pour chacun et chacune, cela se passe dans l'intimité personnelle avec Dieu, en Christ. Dans l'adoration devant le Saint Sacrement, c'est un miracle expérimenté avant tout dans le silence et la solitude de l'individu avec Jésus présent et solennellement manifesté devant nos yeux sur l'autel. Ainsi, nous comprenons ce qu'est la prière, notre temps passé avec Dieu dans le Christ, et la valeur inestimable de la communion spirituelle avec Jésus. 

L'adoration fait du bien à celui qui prie, rayonne sur les autres et obtient des grâces à différentes intentions. Le fait de se tenir en présence du Seigneur, renforce notre foi. Il y a des raisons de penser que l'adoration est une composante essentielle dans le discernement d'une vocation au sacerdoce ou à la vie consacrée. Il faut passer du temps avec Dieu afin d'être ouvert à sa volonté sur ma vie. L'adoration perpétuelle peut sans aucun doute enrichir la vie du couple et la vie de famille. C’est une source inépuisable de grâces, de vie et de dynamisme ou énergie spirituelle dans la vie de chaque baptisé. 

« Cette eau s'en va vers le district oriental, elle descend dans la Araba et se dirige vers la mer ; elle se déverse dans la mer en sorte que ses eaux deviennent saines. Partout où passera le torrent, tout être vivant qui y fourmille vivra. » 

Comme la Sainte Écriture dit de l’eau qu'elle prend sa source au Temple et devient un torrent donnant vie à tout ce qu'elle touche, ainsi en est-il dans le retrait, le silence et l’intimité de l’Adoration. Les adorateurs sortent peut-être petits, comme des goutes d’eau, de leur heure devant le Très Saint Sacrement, mais deviennent capables, comme la source d'eau du Temple, de donner vie à tous ceux et celles qu'ils rencontrent dans le monde. Le fait que nous collaborions pour rendre à Dieu cette Adoration perpétuelle jette une lumière sur le phénomène de la grâce de Dieu qui crée, nourrit et transforme ce monde pour la gloire de Dieu et pour notre salut éternel. 

« Mais lui parlait du sanctuaire de son corps. Aussi, quand il ressuscita d'entre les morts, ses disciples se rappelèrent qu'il avait dit cela, et ils crurent à l'Ecriture et à la parole qu'il avait dite. » 

Je ne veux pas donner l’impression que nous n’atteindrions notre but qu’avec l’Adoration perpétuelle, même si les communautés contemplatives cloîtrées le font exclusivement, s’acquittant ainsi de leur mission propre en faveur du reste de l’Église. Nous pensons à Sainte Thérèse de Lisieux, patronne des missions, malgré sa vie cachée au Carmel. Sans quitter sa maison et sa chapelle, elle était missionnaire par complémentarité et justement à cause de son grand amour pour Jésus. Pour nous qui devons quitter le Temple, la présence sacramentelle du Seigneur, nous avons une mission qui demande l'activité et le témoignage du bon exemple. Nous devons vivre formés par la prière, mais aussi par les leçons que nous apprenons des commandements, du catéchisme, de la Sainte Écriture lue en communion avec l'Église et selon la tradition qui nous a été léguée par les apôtres. En dehors de notre heure régulière d'adoration, nos journées à la maison doivent être ponctuées de prière et de bonnes œuvres, et aussi de bonnes lectures et peut-être de quelques bons programmes à la télévision, à la radio ou sur Internet. 

Je ne veux pas trop prolonger cette soirée, mais je me permets quand même une brève réflexion sur l'atmosphère qui doit toujours régner à l'intérieur du Temple, selon les paroles de Jésus dans l'Évangile : 

« Ne faites pas de la maison de mon Père une maison de commerce. » Ses disciples se rappelèrent qu'il est écrit : « Le zèle pour ta maison me dévorera. » 

L'adoration perpétuelle nous entraîne à nous concentrer sur la personne du Roi qui trône dans le Temple. En Sa présence, tous se taisent et dirigent leur attention sur le Christ dans le Saint Sacrement. Les paroles de Jésus nous enseignent la façon d'entrer dans l'église et comment on se comporte à l'intérieur. Une certaine crainte respectueuse doit distinguer notre comportement, non seulement lorsque nous venons pour l’adoration, mais également lorsque nous rendons visite au Seigneur, et particulièrement à l’heure de la messe dominicale. 

Dans mes souvenirs d’enfance, l’intérieur de l’église était espace de grand silence, en particulier là-devant, autour de l’autel, qui jusqu’au moment de la procession et de l’acte liturgique lui-même était vide et centrait le regard sur le tabernacle, sur l'autel. Après de nombreuses années dans divers pays occidentaux où régnait une atmosphère de distraction avant et tout de suite après la messe, j’ai pitié du curé de la paroisse qui, à l’imitation du zèle de Notre Seigneur, doit essayer de récupérer l’espace pour Dieu, que nous venons adorer. Je crois que c'est à nous, par notre bon exemple de silence et de recueillement d'encourager les autres à diriger leur attention vers Dieu, présent dans chaque église. 

Félicitations et courage ! De jour en jour, l'Adoration perpétuelle constitue la pierre angulaire de l'édifice de la nouvelle évangélisation, qui nous conduit plus effectivement et plus affectivement à la messe dominicale, qui est la source et le sommet de notre vie chrétienne. 

« Cette eau s'en va vers le district oriental, elle descend dans la Araba et se dirige vers la mer ; elle se déverse dans la mer en sorte que ses eaux deviennent saines. Partout où passera le torrent, tout être vivant qui y fourmille vivra. » 

Loué soit Jésus Christ ! 



Sunday, November 4, 2018

It is God's Universe or it is None




THIRTY-FIRST SUNDAY IN ORDINARY TIME
4 November 2018 – Bruder Klaus
Dt 6:2-6
Heb 7:23-28
Mk 12:28b-34

Praised be Jesus Christ!

I suppose there are any number of ways to formulate the question, but it is important to recognize that countless good people, even in our very secularized world today, are asking in one form or another this fundamental question: “Which is the high road to Heaven?” Well, maybe they are not asking it in those very words, but I think to say it that way is to say more than by asking, “What are my duties as a baptized Catholic?”  Alternatively you could ask, “Where is Church, living and saving people, to be found?” or “What does it mean to be a real believer and is that what is central to the mission of the Catholic Church here on earth?”

The scribe in today’s passage from St. Mark’s Gospel asked Jesus, "Which is the first of all the commandments?" Perhaps that was not complete enough as a question and hence the ensuing dialogue with Jesus, which led to the Lord’s praise of the man and his clear understanding of God’s will for us in this world.

“And when Jesus saw that (he) answered with understanding, he said to him, ‘You are not far from the kingdom of God.’"

For today anyway, let us stick to the formulation I suggested! “Which is the high road to Heaven?” In line with the Scripture readings for today, Old Testament or New Testament, we could answer very simply and say, “Keep the two great commandments and you will certainly be on the right track!”

The Book of Deuteronomy promises long life and prosperity for those who obey God’s commands or rather who follow the first and greatest of all the commandments:

"Hear, O Israel! The LORD is our God, the LORD alone! Therefore, you shall love the LORD, your God, with all your heart, with all your soul, and with all your strength. Take to heart these words which I enjoin on you today.”

That is solid Old Testament teaching about the demands of righteousness, to which we add the words of Jesus from the Gospel:

“The second is this: 'You shall love your neighbor as yourself.' There is no other commandment greater than these."

In fact, most of us struggle our whole life long and still come up short when it comes to whole-hearted love of God and neighbor. If we are of good will, we try, but invariably we also fail and so we must try again. We often sin against charity in bigger or smaller ways, we dutifully confess our sins and failings, and with the grace of the Sacrament of Penance, the strength of the Holy Eucharist, with the intercessory aid of God’s Angels and Saints, we grow in strength and wisdom, progressing along the road that, please, God, will lead us home to Heaven.

“Which is the high road to Heaven?”

I am guessing that maybe a hundred years ago, perhaps even sixty years ago, what I am saying about the absolute priority of living out the consequences of faithfulness to the two great commandments was obvious to most Catholics. Today, for better or for worse, we need to talk through with people the notion that nothing is more important than living in love. I do just that by striving in everything to fulfill the reason for which I was created, namely: to know, love and serve God in this life, so that I might be able to be happy with Him in Heaven. It seems people today need convincing of that truth. For joy’s sake and forever, self-sacrificing love trumps/outweighs/ outranks/outclasses any possible benefit, or enhancement of the quality of life that some civil authority or we might seek or claim for ourselves.

Choosing joy, choosing freedom at its best, means betting on or committing to the Only One, Who is the Way, the Truth and the Life. My dignity, my joy cannot come from me without God first. If I am not rooted in the Creator and in His Will for the world, then I am without a lifeline, I am doomed to perish, along with everything else which passes.

“that you … may fear the LORD, your God, and keep, throughout the days of your lives, all his statutes and commandments which I enjoin on you, and thus have long life. Hear then, Israel, and be careful to observe them, that you may grow and prosper the more, in keeping with the promise of the LORD, the God of your fathers, to give you a land flowing with milk and honey.”

The Almighty is present and active in His universe. God’s will, His Law is supreme. The divine will was, it is and shall be forever, unchanging, as is He our Creator from the beginning, our Redeemer and Lord. You cannot legalize things that are contrary to God’s Law. Sadly, even in so-called democracies laws are made without reference to the truth. The truth is that the human person is inviolate from the first moment of existence in the womb until natural death. The truth is that marriage, the stable and faithful union of one man and one woman, is by God’s Will where children are to be conceived, born and properly raised. By God’s Will, it is not I who can determine my last day on this earth. We cannot set the limits of the cup of suffering either for ourselves or for others. Heaven or Paradise is not to be found in the here and now. Through Adam’s sin, we share his valley of tears and place our hope in Christ’s saving Cross.

Setting my own rules and priorities without reference to the truth is a tangled web depriving me of genuine and lasting freedom in this life. It is a dead end. It keeps me from the glory that is my destiny. “Which is the high road to Heaven?” Obedience to God’s commands! His perfect love would require nothing less of us and in exchange gifts us with happiness.

“The scribe said to him, "Well said, teacher. You are right in saying, 'He is One and there is no other than he.' And 'to love him with all your heart, with all your understanding, with all your strength, and to love your neighbor as yourself' is worth more than all burnt offerings and sacrifices." And when Jesus saw that (he) answered with understanding, he said to him, ‘You are not far from the kingdom of God.’”

Praised be Jesus Christ!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, November 3, 2018

Surprised by Joy



As much as I am convinced that hierarchical leadership is a necessary component to achieving the liturgical restoration the Church today so desperately needs, Brian's video is a masterpiece and the validation of Summorum Pontificum and that which Pope Benedict XVI sought in expressing confidence in the mutual enrichment of the two forms of the Roman Rite as the way forward.

Take time for the video and dispose yourself to accept the challenge to go on a quest for a future which could come sooner were we so better disposed.

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


  

Friday, October 26, 2018

Sequela Christi: A Dialogue in the Midst of Life



Adoray – Brig – Impuls – 26. Oktober 2018

Mk 10: 46-52

„Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.“

Gelobt sei Jesus Christus!

Nachfolge Christi: Was soll das sein? Oftmals habe ich den Eindruck, dass die Analogien oder Vergleiche, die herangezogen werden um die „Nachfolge Christi“ zu beschreiben, vor allem vom Bild des „Fan“ einer Person inspiriert sind, also von Menschen, die vom Gefühl der Bewunderung für die andere Person dazu geführt werden, diese nachzuahmen. Das eben gehörte Evangelium zeigt aber, dass unsere Beziehung mit Gott in Jesus Christus nicht anders sein kann als ein dialogischer Prozess. Daher ist die Nachfolge Christi notwendigerweise ein dialogischer Prozess, weil der göttliche Wille die menschliche Person respektiert. Gott kennt uns und aus Liebe zu uns, d.h. zu unserem Wohl und zu unserer vollen Freude ruft er uns und lädt uns ein, unser Leben mit dem seinen zu verbinden. Es sind nicht wir, welche die Regeln der Nachfolge bestimmen und dennoch ist es für uns Glaubende eine Notwendigkeit, ihm nachzufolgen. Wir entdecken den Weg zu Gott in Christus durch unser Zwiegespräch mit dem Meister.

Wenn wir auf unsere säkularisierte Welt, besonders im Westen, schauen, dann stellen wir fest, dass nicht wenige der Überzeugung sind, dass es vernünftigerweise Ausnahmen von diesem Prinzip geben müsse. Also dass es Getaufte geben müsste, für die eine Ausnahmeregelung gelten würde, so dass diese nicht verpflichtet wären, ständig und eifrig hinter Jesus herzurennen. Es sollte, im Denken dieser Menschen, möglich sein, als Christ zu leben, ohne sich stets mit Gott beschäftigen zu müssen. Aber ist das möglich? Gibt es einen gemässigten Katholizismus? Kann man katholisch leben, ohne ständig und mit Sehnsucht das Antlitz Gottes zu suchen und danach zu fragen, wohin er mich senden möchte? Die Antwort: NEIN! Und noch einmal Nein. Wir alle müssen ohne Vorbehalte Jesus nachfolgen. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, das Licht, das unseren Weg erleuchtet.

Aber Nachfolge Christi: Was soll das sein?

„Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!“

Ich fürchte, dass wir allzu oft am Wegrand stehenbleiben entmutigt oder erschöpft durch die andern oder auch durch eigene Schuld, d.h. durch unseren Mangel an Vertrauen in unseren in Jesus gegenwärtigen Gott. Wir bleiben stur da, wo wir sind, abseits vom wahren Leben, fern von den geforderten Taten eingehüllt in den Mantel unserer Ängstlichkeit und Unsicherheit, ja, blockiert von unserer Verzweiflung. Ohne zu übertreiben muss ich sagen, dass ich den Eindruck habe, dass wir oftmals verständnislos und wie betäubt vor dem Gott des Lebens stehen. Mein Wunsch für mich selbst und für die andern wäre, dass wir Menschen begegnen könnten, welche auf das Wort Gottes hören und in deren Worte und Taten wir Hilfe und Ermutigungen finden könnten um selbst Jesus nachzufolgen, Jesus, der uns in seine Nachfolge ruft.

 „Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.“

Genau so war in der Geschichte der Kirche die Dynamik der geistlichen Berufungen. Vom Glauben erfüllte Menschen wiesen anderen den Weg, lenkten ihre Aufmerksamkeit auf Jesus, der sie rief, ihm zu folgen. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass meine Eltern mir erzählten, dass, als ich etwa 10 Jahre alt war, die Schwester in der Schule meinem Vater sagte: „Herr Gullickson, schauen sie mal, ihr Sohn hat eine Berufung zum Priestertum.“ Ganz einfach so vermittelt, wie in der Geschichte von Bartimäus! Andere, die Jesus kennen, in diesem Fall meine Lehrerin in der Grundschule bemerkten den Ruf Gottes und wiesen den Betroffenen, in unserem Fall meinen Vater, auf den Ruf Gottes hin. „Thomas hat eine Berufung“; Jesus ruft ihn. Schweigend und betend haben meine Eltern die Echtheit dieses Rufes erkannt, sie haben erkannt, dass es Gott war, der ihren Sohn in die Nachfolge rief und dass andere da waren um zu helfen, diesen Ruf zu erkennen.

Kürzlich habe ich ein französisches Video-Interview mit einem jungen Dominikaner gesehen. Ein Mensch unserer Zeit, stand er da im Gewand des Dominikaners und erzählte vom Unverständnis seiner Freunde, als er ihnen davon erzählte, dass er sich entschieden habe, Gott in traditioneller Weise nachzufolgen, in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit. Die Situation des jungen Dominikaners glich voll und ganz derjenigen des Bartimäus im Evangelium. Er schrie und betete um Hilfe, um den Willen Gottes zu erkennen, die Wahrheit für sein Leben. Einige ermutigten ihn und halfen ihm, zum Herrn zu finden, andere, die sogenannten Freunde entmutigten ihn und versuchten ihn davon abzuhalten.

Das Faktum des Widerspruchs und Widerstandes und der Kritik der Umgebung trifft nicht nur diejenigen, welche dem Ruf zum Priestertum oder zum Ordensleben folgen wollen. Dasselbe gilt auch für die jungen Menschen, welche nicht nur einfach in der Kirche heiraten wollen, sondern eine wirklich christliche Ehe in Treue führen, Kinder mit Freude annehmen und ihre Kinder im Glauben erziehen möchten. Alle diese sind, wie auch der Mann im Evangelium, diejenigen, welche den Ruf des Herrn hören und ihm nachfolgen. Sie lassen sich von anderen, die selbst ihr Vertrauen auf den Herrn setzen ermutigen. Jenseits der katholischen Tradition des intensiven Dialoges mit Jesus und den Heiligen gibt es nur Dunkelheit und Blindheit. Sollten wir uns in den Mantel der Dunkelheit gehüllt befinden, der uns nicht vor der Kälte zu schützen mag, müssen wir nicht der Verzweiflung erliegen. Wir können um Hilfe schreien, auch wenn wir nicht genau wissen, an wen wir uns wenden sollen. Der Herr wird unser Rufen hören. Wenn wir noch einmal auf Bartimäus schauen, den Blinden im Evangelium, so scheint es, dass seine Not, die physische Blindheit die ihn dazu zwang, zu betteln, es war, die geradezu zu seinem Glück wurde. Wenn Bartimäus nicht an seiner Blindheit gelitten hätte, hätte er wohl kaum Jesus um Hilfe gebeten.

„Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.“

Man pflegt zu sagen, dass unser materieller Wohlstand eher ein Nachteil als ein Vorteil sei, für unsere Beziehung zu Gott. Wer nicht arm ist und wem nichts fehlt, der wird kaum zu Gott gehen und ihn um Hilfe bitten. Hier haben wir den Sinn des Gleichnisses mit dem reichen Mann, der nur schwer ins Himmelreich kommt. Eher kommt ein Kamel durch das Nadelöhr, als ein reicher Mensch in den Himmel. Aber für Gott ist nichts unmöglich. Die Gewohnheit der Christen, täglich zu beten, ist die Tat, die unsere Stellung als Bettler vor dem Herrn und unsere totale Abhängigkeit von ihm zum Ausdruck bringt. In allem, was im Leben wichtig ist, leben wir ganz aus Gottes Hand.

 „Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“

Die Bitte des Bartimäus ist voll und ganz berechtigt und entspricht unserer menschlichen Natur. Unser Leben hängt ganz von Gott ab und wir sind Bettler vor dem Herrn. Das Betteln im Gebet nennen wir Bittgebet oder Fürbittgebet. Wir sind Bedürftige und wer etwas braucht, der muss danach verlangen und  darum bitten um nicht ohne oder einsam zu bleiben. In der heutigen Zeit beten in der westlichen Welt viele nicht mehr, d.h. sie wissen gar nicht mehr, wie man betet. Sie haben es nie gelernt. Zusammenfassend kann man also sagen, dass das Gebet nicht hauptsächlich Meditation oder Kontemplation ist, sondern ein kraftvoller Hilferuf, der in einen Lobpreis über Gott mündet. Wir können dazu einfach an unsere klassischen Gebete denken: Das „Vater Unser“ und das „Gegrüsst seist du Maria“. Immer loben wir und immer bitten wir.

„Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“

Wenn ich heute Abend eine Anregung für euch habe, so ist es die Ermutigung zum Gebet. Die Ermutigung, ständig mit einem von ganzem Herzen kommenden Schrei, Gott um Hilfe zu bitten.

 „Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!“

Genau so soll es sein. Die Mitte unseres Lebens – zusammen mit den Sakramenten selbstverständlich – muss eine immerwährende Ausrichtung auf Gott in Jesus Christus sein. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Ein andauernder Hilferuf zu Gott, der unsere Abhängigkeit von ihm zu Ausdruck bringt und bezeugt. Wir gehen durch diese Zeit in einem ständigen Zwiegespräch mit ihm, unserem Herrn, der uns aus Liebe dazu beruft, ihm nachzufolgen, mit ihm zu leben. Auf die Ermutigung durch andere hin dürfen wir unsere alten Sicherheiten zurücklassen und ihm entgegengehen, dem Herrn, der uns ins Leben führt.

Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.“
Gelobt sei Jesus Christus!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI