Saturday, June 16, 2018

God's Friends Will Judge the Earth


Antonius Patrozinium
Obbürgen, 17. Juni 2018
Ez. 17, 22-24
2 Kor. 5, 6-10
Mk. 4, 26-34

Gelobt sei Jesus Christus!
Heiliger Antonius!

„Wir sind also immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.“

Antonius von Padua, der Patron dieser Pfarrei, ist nur 37 Jahre alt geworden (1195-1231). Antonius ist im Alter von 15 Jahren bei den Augustiner Chorherren in Lissabon eingetreten. Nach dem Abschluss seiner Studien erging ein weiterer Ruf Gottes an den jungen Priester: Er sollte beim neu gegründeten Franziskanerorden eintreten, bei der von Franz von Assisi gegründeten Minder-Brüder Gemeinschaft. Es herrschten damals für Europa schwierige Zeiten. Die Reconquista (d.h. die Militärische Operation, welche die muslimische Vorherrschaft auf der iberischen Halbinsel beenden sollte) setzte sich erfolgreich durch und ermöglichte ein Aufleben des katholischen Glaubens in Spanien und Portugal. In seiner kurzen Biografie des Heiligen schreibt Wyatt North, dass es zu Zeiten des Hl. Antonius genauso wie heute in der Kirche ein wenig von allem etwas gab: Sowohl unter den Priester als auch unter den Laien solche, die etwas träge und faul waren oder solche die eher frevelhaft oder gar häretisch wären. Aber es gab auch dynamische und treue Gläubige, welche das Evangelium fruchtbar verkündeten. Ich möchte damit sagen, dass es zu allen Zeiten Versuchungen und Glaubensabfall gibt. Das ist die Folge der Erbsünde, welche die seit Adam und Eva die Erde belastet. Die Zeit des Hl. Antonius und unsere Zeit haben sehr vieles gemeinsam. Wir stehen alle, die Menschen damals genauso wie wir heute, unter dem Gericht Gottes.

 „Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.“

Menschen meines Alters, also Menschen mit bald 70 oder noch mehr Jahren, aber manchmal auch jüngere, sogar Menschen mit gerademal 40 Jahren, haben oft Mühe, wenn sie mit der Realität des „Richterstuhles Christi“ konfrontiert werden, d.h. mit dem jüngsten Gericht über lebenden und toten. Unser Kirchenpatron hat schon im zarten jugendlichen Alter den Sinn von der Verkündigung Christi als gerechter Richter am jüngsten Tag verstanden. Der Hl. Antonius konnte gut mit dieser Wirklichkeit leben und durch seine Unterweisung der Mitbrüder im Theologiestudium und seine Verkündigung bei seinen Wanderpredigten konnte er den Menschen seiner Zeit den barmherzigen und liebenswürdigen Jesus bekannt machen. Antonius hat die Zärtlichkeit Gottes nicht nur gepredigt. In seinen nächtlichen Gebetswachen konnte er das Jesuskind selber in seinen Armen tragen, wie der Graf Titus Borghese von Campo San Pietro persönlich gesehen hat. Antonius lebte eine intensive Beziehung mit diesem liebenswürdigen Kind Jesu und wusste zu gleich immer, dass dieser Jesus auch der Gerechte Richter am Ende der Zeiten sein wird.

Als Bettelbruder machte Antonius das, was auch wir als Getaufte machen müssen, d.h. Jesus Christus bezeugen als den wirksam gegenwärtigen Herrn der Welt. Wir schulden ihm nicht nur 1 Stunde am Sonntag, sondern unser ganzes Leben, Tag und Nacht.

„Dann werden alle Bäume auf den Feldern erkennen, dass ich der Herr bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen und ich führe es aus.“

Wir wissen und vertrauen darauf, dass Gott selbst (und nicht die Reichen und Mächtigen) es ist, der in dieser Welt herrscht. Der Strom des Lebens ist nicht begrenzt auf was uns zwischen Wiege und Bare in der sichtbaren Welt begegnet. Unser Leben ist jetzt schon bestimmt vom ewigen Gott her. Von Ewigkeit her hat er uns gewollt und geliebt und dazu bestimmt, am Ende der Zeiten für immer in seinem Licht zu leben. Wir müssen nur ihm treu verbunden bleiben in diesem Tal der Tränen. Das ist unser Glaube. Das lehrte schon am Anfang des 13. Jahrhunderts der Doctor Evangelicus (der Lehrer des Evangeliums), wie man Antonius auch nannte. Unsere Bestimmung ist in und bei Gott. Bei dem Gott, den der Hl. Antonius als kleines Kind kennen- und lieben lernte, ohne dabei je zu verleugnen, dass dieses göttliche Kind auch die Autorität und Majestät des gerechten Richters in sich trägt.

 „Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“

Normalerweise wird das Gleichnis vom Senfkorn zitiert, zu ermutigen in den Wechselfällen dieses Lebens oder in Anbetracht der Gewalttätigkeit, die wir von den Bösen und Mächtigen erleiden müssen. Das Gleichnis zeigt uns aber nicht nur die Gegensätze. Das Gleichnis zeigt uns vor allem auch, dass Gott selbst es ist, der die Verwandlung und Umwandlung der Verhältnisse bewirkt. Aus einem Senfkorn schafft ER einen Grossen Baum zur Ehre seines Namens und zum Trost für uns Menschen.

Mit nur gerade 37 Jahren ist der Hl. Antonius zum himmlischen Vater zurückgekehrt. Gott hat ihm das Leben geschenkt, und hat ihn auch stets durch sein kurzes Leben auf der Erde geführt. Wegen seiner Wunder und auch wegen seinem Ruf als Prediger liess seine offizielle Heiligsprechung nicht lange auf sich warten. Der kleine Bruder Antonius hat in kurzer Zeit grosses vollbracht – durch den Willen Gottes.

Wenn wir an uns denken und an die Schweiz mit ihren Schwierigkeiten, so denke ich, dass es angemessen ist, auch einen Blick zu werfen auf das Leben des Heiligen Nikolaus von Flüe – unseren „Bruder Klaus“. Er war ganz verborgen in Gott, hat Tag und Nacht dem Gebet und der Busse gewidmet. Durch seinen Verzicht und sein Leben als Eremit konnte dieser einfache Laie für sein Volk den souveränen Gott vergegenwärtigen. In ihm erkannten seine Landsmänner die ewige Weisheit Gottes. So vertrauten sie dem Rat des Gottesfreundes und dem Land wurden Eintracht und Frieden geschenkt.

In diesen Tagen wird viel von der schlimmen Situation in der Kirche des Abendlandes gesprochen, hauptsächlich vom Mangel von Priester- und Ordensberufungen. Europa wird heute von einem neuen Heidentum beherrscht, welches die Völker tötet wie einst die Pest, welche in den Jahren vor Antonius in Europa arg gebeutelt hat. Heute haben wir keine Pest mehr, aber es fehlen die christlichen Trauungen und die stabilen Familien aus denen gesunde und belastbare Kinder hervorgehen können. Und Kinder sind und bleiben die Hoffnung für die Zukunft in dieser Welt.

Ich glaube, dass wir dazu berufen sind, unser Vertrauen auf den Allmächtigen Gott zu setzen, mit seiner Vorliebe für das Senfkorn. Der Hl. Antonius hat nie sich selbst ins Zentrum gestellt. Durch die unmittelbare Nähe zu Gott, die er im Gebet erfahren hat, konnte Christus in ihm und durch ihn in dieser Welt wirken. Das erinnert mich an das Magnifikat Marias, der Mutter Gottes. Auch sie war jung und unbedeutend in der Welt. Aber vor Gott war sie gross und der Allmächtige hat grosses an ihr getan.

„Wir sind also immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.“

Gelobt sei Jesus Christus!
Heiliger Antonius!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI




Monday, June 11, 2018

Ein Fester Burg!

Today in my chapel, I had the joy and the privilege of confirming two adults according to the traditional order for the sacrament. It was a first for me, but what struck me in particular was the pastoral application the priest who was master of ceremonies gave to the instruction which stands at the very end of the liturgy, after the final blessing. It says in the pontifical that the bishop should be seated facing those just confirmed with his miter on and exhort their sponsors and them to make the Creed, the Our Father and the Hail Mary an integral part of their prayer life. Father explained to me that with children being confirmed normally the group then prays these prayers together. And so today, my adults, with devotion recited the prescribed prayers.

It made me think of the ancient rites for the catechumenate and thus praying after Confirmation found a very appropriate application in this context. This is what Christian Initiation is about. It served to deepen my strongly held conviction concerning the role of classic memorized prayers as nourishment for our life of faith. The Creed, the Our Father and the Hail Mary, when thus prayed, have a powerful eloquence. They are anchors; they interpret with a clarity and depth which no moment of silence or spontaneous invocation can provide.

Only haughty and stupid people ridicule sound traditional piety and formalized expression. Formality in the best sense of the term frees us to perceive; it is anything but empty routine. When meditated upon, the Creed, the Our Father and the Hail Mary can open up worlds for us and grant us shared space with the Lord in His boundless glory.

Taking these three prayers seriously and making them our entree into the real world, the only world which counts, that world as it is, shot through with the serenity of God's boundless love for each of us in Christ, that world for us as it should be. 

One size fits all? I guess? At least in the sense that getting yourself grounded in being or centered is a matter of focusing and something we cannot and do not achieve with deep breathing or some other "centering" exercise. We do it by professing and with tried and true formulations: You alone are the Holy One, You alone are Lord, You alone are the Most High, Jesus Christ, with the Holy Spirit, in the Glory of God the Father. Amen.

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Friday, June 8, 2018

A Part for the Whole - The Most Sacred Heart of Jesus - Binding with Love



Titularfest Herz Jesu
10. Juni 2018, Lenzburg
Hos. 11: 1, 3-4, 8c-9
Eph. 3: 8-12, 14-19
Jn. 19: 31-37

Gelobt sei Jesus Christus!
Sia lodato Gesù Cristo!

“Io li traevo con legami di bontà, con vincoli d'amore.”

„Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe.“

Was sonst könnte die Herz Jesu Frömmigkeit bedeuten? Sie ist Ausdruck der Tiefe des Geheimnisses der Göttlichen Zuwendung zu uns Menschen. Ja, mit menschlichen Fesseln zieht der Herr uns an, mit den Ketten der Liebe zieht er uns an! In diesem Sinne muss ich sagen, Ihr habt ein ganz schönes Titularfest! Euer Titel ist eine beständige Einladung, sowohl als christliche Gemeinschaft als auch als durch die Taufe in diese Gemeinschaft eingegliederte Individuen das grosse Geheimnis der göttlichen Liebe zu betrachten und zu bedenken.

Das heutige Fest ist eine kraftvolle Manifestation der Würde und der Freiheit der Menschlichen Person in ihrer Beziehung zum Gott des Universums. Die Sprache des heutigen Festes ist die Sprache der Liebe.

„Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.“

Herz-Jesu-Frömmigkeit! Dabei handelt es sich um eine Sendung, die uns allen durch die Taufe aufgetragen wurde: Wir müssen Zeugen sein der Erlösung, die Christus uns durch sein Leiden und seine Auferstehung von den Toten geschenkt hat. Wir sind Botschafter Gottes in der Welt. Botschafter der Frohen Botschaft, einer Liebe, die stärker ist als die Sünde und der Tod. Wir sind Kirche und durch unsere Vermittlung können auch andere verstehen und erfahren, wie die Welt sein könnte, wenn sie in Gott verbunden ist. Durch unsere enge Verbindung mit dem Kreuzesopfer Jesu, das der einzige Sohn des Vaters ein für allemal vollbracht hat, sind wir berufen, andere zu der Liebe zu führen, die sie und uns rettet. Ein Symbol enthält die ganze Wirklichkeit. So ist auch das Herzen-Jesu-Symbol: Ein Herz, entflammt, verwundet und mit Dornen gekrönt. Dieses Bild spricht und mit kraftvollen Zeichen von der grossen Liebe, die Gott für jeden von uns hat. Dieses Bild erinnert mich an den alten Bischof meiner Diözese vor mehr als 30 Jahren, der sich mit aller Kraft darum mühte, dass in jeder Familie der Diözese ein Bild des Herzen Jesu hängen konnte.

„Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe.“

Die bekanntesten künstlerischen Darstellungen des Herzen Jesu in unseren Kirchen, d.h. des gemarterten Herzens Jesu, stammen aus den vorangehenden Jahrhunderten. Wenn die Hirten der Kirche und die Theologen heute nach einem zeitgemässen Darstellung des Herzens Jesu suchen, greifen sie zurück auf die wichtigste biblische Quelle für diese Lehre, d.h. sie verweisen auf die die in den Evangelien berichteten Erzählungen des Leidens Christi. So lehrt die Kirche und so lernen wir das Geheimnis der Heiligen Liturgie kennen. Deswegen wurde ja auch die Stelle mit dem Soldaten, der mit seiner Lanze das Herzen Jesu öffnet/durchbohrt, für die Liturgie des heutigen Festtages ausgewählt.

„Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.“

Bald wird in der Präfation der Messe vom Herzen Jesu dasselbe Ereignis berichtet.

In gewisser Weise spreche ich hier in der Sprache für Erwachsene, für Menschen mit einem gebildeten Glauben und einer gewissen menschlichen Reife im zwischenmenschlichen Umgang. Sicher gibt es auch Kinder, die solche Dinge verstehen und in der Lage sind, sie richtig zu interpretieren. Das zeigen ganz gut die 3 Kinder von Fatima. Aber normalerweise übersteigen diese Dinge die Fassungskraft der kleinen. Die Liebe, die sich für die andern hingibt, aufopfert – das lernt man in der Regel erst im Verlauf der Jahre. „Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe.“ Die Sprache des Herzens lernt man normalerweise mit den Erfahrungen des Lebens. Aber Gott kann auch Kinder auswählen für seine Sendung: „In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.“ (Mt. 11,25) Immerhin, in der Betrachtung der künstlerischen Darstellung des gemarterten Herzens Jesu hilft uns der Reichtum der menschlichen Erfahrung und des grosszügigen Opfers anderer, welche uns faszinieren und anziehen.

Il Sacro Cuore di Gesù è da ritenere l’immagine stendardo della nostra vocazione battesimale: Nel battesimo siamo chiamati di essere testimoni alle Redenzione che Cristo ci ha acquistato per la Sua Passione e Risurrezione dai morti. Noi siamo Chiesa e per il nostro tramite gli altri possono meglio capire e sperimentare come il nostro mondo dovrebbe stare, cioè vincolato a Dio nell’amore. In unione con il Sacrificio in Croce di Gesù, compiuto una volta per sempre dal Figlio unico del Padre, siamo chiamati di condurre gli altri a questo amore che ci ha salvato. Un simbolo contiene tutta la realtà. Così si può capire il simbolo del Cuore di Gesù: si presenta un cuore, infiammato, ferito e coronato di spine. L’immagine parla con forza del grande amore che Dio ha per ciascuno di noi. Personalmente, quando vedo l’immagine artistico del Cuore di Gesù penso sempre al mio vecchio vescovo a casa, più di trent’anni fa, che cercava con tutte le sue forze di trovare la rappresentazione più suggestiva per i nostri tempi e cultura per appendere al muro in ogni casa della diocesi: “Io li traevo con legami di bontà, con vincoli d'amore.”

Wir können nicht anders, als kleine und grosse einladen, diese Liebe, die Gott uns in Christus erweist, zu betrachten. Also tun wir es. Richten wir unsern Blick auf das Herzen Jesu! Machen wir es zusammen mit Maria, mit dem Evangelisten Johannes und mit den Frauen unter dem Kreuz Jesu auf Golgota. Machen wir es als Zeugen des historischen Lanzenstiches, mit dem der Soldat, die Seite Jesu öffnete, so dass das kostbare Blut und Wasser des Herrn fliessen konnte für das Leben der Welt.

Euer Glück, einen solchen Titel für die Pfarrei zu haben, bedeutet auch eine Verantwortung: Die Verantwortung, zu leben im Bewusstsein der unergründlichen Liebe, die Jesus für jeden von uns hat.

„Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe.“

Gelobt sei Jesus Christus!
Sia lodato Gesù Cristo!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, June 3, 2018

Crossing Thresholds, Jumping Hurdles



This morning at my territorial parish, Bruder Klaus in Bern, the international community gathered to celebrate Corpus Christi. The Nuncio was invited to preside and preach at the Holy Sacrifice of the Mass, readings were proclaimed in English and Polish, the Gospel in German, Prayers of the Faithful in German, Italian, Portuguese, Croatian and Polish. After a moment of adoration in the church, we processed through the neighborhood, singing the prescribed hymns as we went, and into the garden of the Nunciature, for another moment of adoration and the Eucharistic Blessing. After the Blessed Sacrament was reposed in the Chapel of the Nunciature, the parish offered soft drinks, water and for grown-ups even wine and folks could socialize as long as they wanted. It was indeed a family affair, in our little capital city of Switzerland, with a group of priests and deacons, religious and laity, embracing some pretty far flung corners of our big, wide world. I think every continent was represented and too many countries of origin to list in this blog.

Some of the children were provided with flower petals to strew before the Blessed Sacrament as we walked across the lawn to the Altar of Repose and afterward I noticed a number of ladies gathering petals from the altar steps to take home with them. It was all quite understated, not in the least bit pompous, but of a poetry and grace, accessible to young and old, which is our birthright, but which we encounter all too seldom these days.

Most folks simply enjoyed the moment, but others spoke to me of their hope that perhaps the tide had turned and we as Catholics could be simply who we are in the Lord Jesus in the midst of His Church.

That is my prayer too on this day. Corpus Christi is about the Mystery central to our faith. The Feast lends itself to a certain display. Even understated in Bern, however, it brings incomparable joy to Catholic hearts.

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, June 2, 2018

Bound Together in the Blood of Christ - Corpus Domini



Fronleichnam
Bruder Klaus, Bern, 3. Juni 2018
Ex 24:3-8
Heb 9:11-15
Mk 14:12-16, 22-26


Gelobt sei Jesus Christus!

Es gibt im liturgischen Festkalender der katholischen Kirche einige Feste, die tragen Namen, die schwierig zu erklären sind, vielleicht weil die einfach alte, überlieferte Begriffe sind. So wird auch der Begriff „Fronleichnam“ ausschliesslich verwendet, um das heutige Hochfest zu bezeichnen. Auch jenseits des deutschen Sprachraumes steht der Name dieses Festes in Verbindung mit der lateinischen Sprache: Corpus Domini in Italienisch oder Corpus Christi in Englisch. Auf Französisch spricht man von „Fête Dieu“. Diese weit in die Vergangenheit zurückreichenden Bezeichnungen sind Anzeichen für die grosse Bedeutung des Festes im Verlauf der Jahrhunderte. Wenn wir anerkennen, dass ein Fest eine alte Tradition aufweist, so haben wir über die Jahrhunderte hindurch eine Zugangstüre zum historischen Jesus gefunden und damit auch zu den geheimnisvollen Ereignissen, die im Kreuzesopfer Jesu ihre Mitte haben und durch die wir gerettet und zum ewigen Leben geführt werden.

„Und er (Jesus) sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“

Im Lesejahr B sprechen die Lesungen des Wortgottesdienstes besonders vom Konzept des Bluts des Bundes. Traditionsgemäss ist Fronleichnam in allen 3 Lesejahren (A, B, und C) ein feierliches Bekenntnis des Glaubens an die Realpräsenz und an die Lehre von der Transsubstantiation, also eine Bezeugung des katholischen Glaubens an die Wandlung in der Messe: Brot und Wein werden wirklich Leib und Blut Jesu. Sowohl in der einen wie in der anderen Gestalt (Brot und Wein) ist dabei der ganze Christus gegenwärtig: Leib, Blut, Seele und Gottheit. Auch wenn das Brot in viele Stücke geteilt ist, so ist doch Christus nicht zerteilt oder nur teilweise da. Es ist der einzige und der ganze Christus für jeden, der ihn empfängt. In der Kommunion empfangen wir den lebendigen Christus, Jesus, den einzigen Sohn des Vaters, wahrer Gott und wahrer Mensch.

Typischer Ausdruck dieses Glaubens an die Realpräsenz Jesu im Allerheiligsten Altarsakrament ist die Prozession, die man jedes Jahr, wenn das Wetter es erlaubt, draussen vor der Kirche in den Strassen des Quartieres, des Dorfes oder der Stadt macht. Der ewige, lebendige und wahre Gott wird in Gebet und Lobpreis durch die Gassen getragen von seinen Gläubigen, in denen derselbe Jesus geistlich im Herzen präsent ist, und vom Priester, der den Sakramental gegenwärtigen Jesus in der Monstranz mitträgt.
Im Verlauf der Jahre und in verschiedenen Ländern konnte ich an grossen und kleinen Prozessionen teilnehmen. Als Seminarist war ich einmal in der italienischen Stadt Orvieto dabei, wo man an diesem Tag auch das Eucharistische Wunder feiert, durch welches der Glaube eines im Herzen an der Realpräsenz zweifelnden deutschen Priesters geheilt wurde. In den Jahren 1991-93 nahm ich in der Tschechoslowakei jedes Jahr an der eucharistischen Fronleichnams-Prozession teil, welche durch die Altstadt von Prag führte. Dadurch konnte ich vertieft über die Bedeutung der Prozessionen für unsere heutige Zeit nachdenken. Die damalige Erfahrung in Prag war besonders eindrücklich, denn es waren die ersten eucharistischen Prozessionen, welche nach dem Fall der Berliner Mauer in diesem ex-kommunistischen Land draussen in der Stadt durchgeführt werden konnten. Damals feierten wir Fronleichnam am Donnerstag, also an einem Arbeitstag in einer säkularisierten Stadt. Die Prozession führte von einer Kirche zur andern, quer durch die Fussgängerzone zu einer Zeit, als die Leute von der Arbeit nach Hause gingen oder vom Einkaufen zurückkamen. Es war eindrücklich, die Gesichter dieser Menschen zu sehen, denen die Prozession begegnete: Einige waren vom Spektakel überrascht, andere knieten anbetend nieder vor dem vorbeiziehenden eucharistischen Herrn. Wieder andere erschraken und andere waren ganz verwirrt durch ein Ereignis, das sie nach den Strapazen des 2. Weltkrieges während 40 Jahren kommunistischer Unterdrückung nie erlebt hatten. Das Sakrament kam den Leuten entgegen. Er, der sich am Kreuz dahingegeben hat für die Rettung der Welt, der von den Toten auferstandene und in den Himmel aufgefahrene Jesus, Er, der zur rechten des Vaters sitzt. Er, die Sonne welche ohne Ende leuchtet. Jesus, der am Ende der Zeiten wiederkommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

„Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den der Herr aufgrund all dieser Worte mit euch geschlossen hat.“

Was bedeutet: „das Blut des Bundes“ für unser Leben? Was hat ein mit Blut besiegelter Bund für Konsequenzen für mein Leben? Ich bin der Überzeugung, dass die Botschaft von Fronleichnam eine sehr vernünftige, intellektuelle Komponente hat. Selbstverständlich wecken die Blumen, der Weihrauch und der Gesang unsere Emotionen. Aber zugleich sind diese Dinge ganz rational natürlich begründet: Sie sind die äussere Form, um das unschätzbare Geschenk für unser Heil, das Kreuzesopfer Christi, angemessen aufzunehmen und darzustellen.

Leider kennt unsere Zeit kaum eine Poesie in Worten oder Zeichen, welche dazu dienen konnte, die erhabenen und ewigen Wahrheiten über den in Jesus gegenwärtigen Gott zu beschreiben. In diesen Tagen habe ich ein Buch in Englisch gelesen, welches Werbung für die Wiederentdeckung der mittelalterlichen Weltanschauung macht, d.h. von der Ursprungszeit von Fronleichnam. Das Buch trommelt für die Wiederentdeckung der verlorengegangenen christlichen Poesie von was waren eigentlich besseren Zeiten vor dem Zeitalter der Aufklärung. Wenn wir unsere materialistische, nüchterne Zeit, welche stets sogenannte „Wissenschaftlichkeit“ fordert vergleichen mit einer vorangegangenen Zeit, welche reich war an Symbolen und Verbindungen mit dem Jenseits, dann entdecken wir, wie viel wir verloren haben.

Also lasst uns jetzt das Fest von Fronleichnam geniessen, mit seiner Poesie, mit seiner überreichen Teilhabe an menschlichen und übermenschlichen Erfahrungen. Lasst uns versuchen, wieder zu einer Sprache zu finden, welche auch den Menschen von heute ermöglicht, die Wahrheit über den Herrn zu entdecken, der auch heute den Menschen entgegenkommt, um sie zu retten. Christus, der Herr kommt auch heute Seinem Volk entgegen, um uns aus Sünde und Tod zu erretten und uns im Blut des Bundes mit sich zu vereinen.

„Und darum ist er (Jesus) der Mittler eines neuen Bundes; sein Tod hat die Erlösung von den im ersten Bund begangenen Übertretungen bewirkt, damit die Berufenen das verheißene ewige Erbe erhalten.“

Gelobt sei Jesus Christus!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Tuesday, May 29, 2018

Evangelization and Conversion, Yes, But How?



I just read an impressive article at National Review, entitled "In Ireland, a Defeat for the Catholic Church, and for Liberalism" by Nicholas Frankovich. Impressive, but I wish some of his premises were not undermining his conclusions. What do I mean? Well...

For starters, anti-clericalism is not an antonym for clericalism and clericalism is about as clear a concept as homophobia: you wield either word like a battle-ax, knocking down most everything which gets in your way. Anti-clericalism may best be defined as illustrative of Anti-Catholicism as it raises its ugly head time and again in Western society. Anti-Catholicism is of course a broader notion which manifests itself differently in predominantly Byzantine Orthodox milieus. I would say that you have to be Christian or of a Christian tradition to know how to be Anti-Catholic. In the West, when we say that the Protestant Reformation was Anti-Catholic we are saying that it was Anti-Clerical, that is, that it rejected the fullness of sacramental life in the Church, manifest in the seven sacraments, all of which except for the Sacrament of Matrimony have a cleric (either the bishop or a priest) as ordinary minister.

Going back to our "battle-ax", clericalism is a notion defying definition or distorting the integral role of clerics in the unfolding of the sacramental nature of the Church founded by Christ on the Apostles and continuing through the laying on of hands in the unbroken succession of bishops up into our times. Clericalism does or can only exist if your starting point is Anti-Clerical and therefore Anti-Catholic. Clerics are indispensable for the celebration of the Sacraments. Deny them their key role and you deny the Church its roots in the Seven Sacraments.

I will grant you the use of the word clericalist, referring to an unjust appropriation of mission and ministry. Non-ordained ministers who attempt to capture and hold center stage in the Church and its worship are clericalists and it is a derogatory term. They are not part of the ordered life of the sacraments. A priest or bishop might be clericalist in the sense that he denies the laity their proper role in the life of the Church. More often than not it would be better to use the term clericalist (adjective or noun) to refer to lay people usurping the role in the celebration of the sacraments and in leading public worship according to the very nature of the Church, something reserved to the bishop and his priests, assisted when possible by other major and minor clerics. Might I add in this regard that the ministry of the Word, since time immemorial in both the Byzantine and Latin traditions, is the privileged provenance of bishops as original ministers and priests as ordinary ministers of the Word preached. 

What Nicholas Frankovich has to say about the state of the faith in Ireland is fair enough, but his attribution of it to a pervasive Anti-Clericalism must be seen not in terms of a reaction to clericalist misbehavior but rather for what it is, namely Anti-Catholicism, the rejection of the Church which in its very nature is sacramental and hence clerical in the good sense of the term.

It would be much better to blame all of this sad state on a resurgence of Modernism, something which the provisions made by the Fathers of the Second Vatican Council failed to contain or thwart. We have got three generations of baptized, nominal Catholics, who have no sense of the presence of the living God acting in their lives. Secularization unto practical atheism has deprived most of the least of their attentiveness to Christ, His Blessed Mother, the angels and saints who would seek us out, console us and call us home to God.

Both the neo-conservative and traditionalist camps in the Church agree on the need to re-propose the Gospel,  to evangelize for the sake of the life of the world. The question is how. No contest, the opportunity to place our youth in contact with good priests, religious men and women and devout and intelligent laity in a school setting seems absolutely necessary if one would bolster the family and reestablish Catholic culture. But school is not enough. I think of my own graduation from high school fifty years ago and of those among my classmates who made it through a very good twelve years of Catholic schooling only to fall away immediately, in most cases because their parents did not feel bound to Sunday Mass for whatever reason. 

I cannot get away from the fact that something and perhaps much is lacking also in the way we have celebrated or abused Divine Worship over the course of the last 50 years. One of the better authors out there in explaining why choosing the Vetus Ordo as the better vehicle for the evangelization of youth would have to be Peter Kwasniewski (here a recent article on the topic of vocations promotion).

The tragedy of these recent decades has been a de facto reduction of worship to a discursive exercise, which because it resembles a sort of Sunday school cannot be reflective of the reverence which should characterize our weekly and essential encounter with the Lord of lords and King of kings.

All I want to say, I guess, is that pace Nicholas Frankovich, whether in Ireland or elsewhere, we need to look again and be converted (turn around) when it comes to confessing our Lord and Savior. We need to do it without further delay.

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, May 26, 2018

Trinitarian Life for the Confirmed in Worship and in Practice




Dreifaltigkeit Sonntag, Messe und Firmung
Obbürgen, 27. Mai 2018
Dt 4:32-34, 39-40
Röm 8:14-17
Mt 28:16-20


Gelobt sei Jesus Christus!

„Forsche doch einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde schuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses und hat man je solche Worte gehört?“

Um ein wenig über Gott selber nachzudenken und darüber wie Gott für uns ist, haben wir heute am Dreifaltigkeitssonntag das Glück das Sakrament der Firmung zu feiern. Das Fest selbst bietet allen Getauften in der Kirche die Möglichkeit, über das grosse Geheimnis unseres Lebens im einen und dreifaltigen Gott nachzudenken. Einmal von Blitz und Donner abgesehen, offenbart sich Gott unendlich gross und vollkommen in sich selbst. Er hat uns geschaffen, um ihn zu kennen, um ihn zu lieben und ihm in diesem Leben zu dienen und so in der Ewigkeit die Freude zu erfahren, mit ihm zusammen zu sein. Durch das Nachdenken über die Heiligste Dreifaltigkeit in der Feier der Gabe des Heiligen Geistes im Sakrament der Firmung werden wir alle bestärkt: durch die Erinnerung an unsere eigene Firmung, in der der Heilige Geist uns damals schon Kraft gegeben hat, um aus Gott zu leben. Und für unsere Firmlinge, die heute im Sakrament die Gabe des Heiligen Geistes empfangen werden, damit sie die Kraft erhalten ihre Taufe besser zu leben.

Woher kommt diese Kraft? Was für eine Stärke ist das? Die Kraft, die auf dem Berg Sinai vorweggenommen wurde, ist jene von Gott selbst, die in Christus am Kreuz des Kalvarienberges offenbart wurde. Gott hat uns erschaffen und erhält uns am Leben. Er rettet uns von unseren Sünden, um ewig in Freude mit ihm zusammen zu sein. Die Stärke, über die wir sprechen, ist Gott, der uns das Leben schenkt, damit wir ihn ehren. Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, gibt uns das Leben und die Kraft, Zeugnis zu geben für seine grosse Liebe zu uns, vor allem in der Gemeinschaft der Gläubigen. Auch jenseits der Sicherheit unserer Glaubensgemeinschaft gibt er uns die Kraft, damit wir in der Welt jenen Zeugnis geben, die den einzigen lebendigen und wahren Gott noch nicht kennen.

“Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Die Firmung hilft uns, damit wir uns an den Grund erinnern, warum wir auf dieser Erde sind. Wir sind hier, um andere, gemeinsam mit uns selbst, zu überzeugen, in allem als Jünger Jesu zu leben und seinen Geboten zu gehorchen. Unsere Mission in dieser Welt besteht darin, im Namen Gottes und mit seiner Kraft zu kämpfen, um alles und jeden zu Ihm, der Quelle des Lebens und des höchsten Gutes, zurückzubringen.

“Heute sollst du erkennen und dir zu Herzen nehmen: (der Herr) ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst.“

Es mag sein, dass diese Art von Sprache für den einen oder anderen hier ein bisschen seltsam, fast fundamentalistisch klingt. Vielleicht erklärt dies, warum einige von uns, die ihr Leben im Gebet und in der Aufmerksamkeit für Gott, der in Christus offenbart wurde, vernachlässigt haben, das Vokabular verloren haben, um über unser Glaubensleben sprechen zu können, wie wir es sollten. Wir haben Jesus nicht als Bezugspunkt für unser Leben und so dominiert in unserer Art uns auszudrücken, ein gewisser Relativismus. Ja, leider dominiert das weltliche Vokabular des Konsumdenkens und verwirrt uns bei unserem Versuch, die richtigen Worte zu finden, um uns an den richtigen Ort im Universum zu stellen, der sich auf Gott konzentrieren muss. Wir sind verweltlicht.

Am Fest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und in der Gabe der Kraft Gottes, die durch die Ausgiessung des Heiligen Geistes zu uns kommt, können wir dazu ermutigt werden, eine Ausdrucksweise zu finden, die sich auf Christus konzentriert, um nicht nur unsere Würde in Christus, sondern auch unsere Ermächtigung für das Heil der Welt bewusst leben zu können.

Im letzten Punkt der Regel des hl. Benedikt erklärt dieser, warum die einfachen und demütigen Ratschläge, damit man als guter Mönch lebt, die grundlegendsten sind. Der heilige Benedikt besteht auf dem Gehorsam gegenüber Prinzipien, die eine praktische und elementare Lebensweise darstellen. Ihm zufolge ist es notwendig, damit zu beginnen, einfach zu leben, um die Erfüllung zu erreichen, das heisst, die Vollkommenheit in Gott. Denn so schreibt er in der Regel: „7. Wir aber sind träge, leben schlecht, sind nachlässig und müssen deshalb vor Scham erröten. 8. Wenn du also zum himmlischen Vaterland eilst, wer immer du bist, nimm diese einfache Regel als Anfang und erfülle sie mit der Hilfe Christi.“

Was bedeuten diese einfachen Regeln für uns, die wir keine Mönche sind, um die grosse Gabe des Heiligen Geistes, die wir im Sakrament der Firmung empfangen haben, fruchtbar werden zu lassen? Wie können wir die Welt überwinden und vollständig im einen und dreifaltigen Gott, jetzt und für immer leben? Wir müssen das Leben, das uns die Gebote zeigen, regelrecht umarmen: Vor allem das grosse Gebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten, aber auch die Zehn Gebote und die Gebote der Kirche. Um nur eines dieser Gebote zu erwähnen: Es muss uns zur Regel werden, die Messe am Sonntag nie zu verpassen. Wir müssen durch das Gebet mit Gott leben und ihm unser Leben anvertrauen, in der Gemeinschaft mit Maria, der Mutter Gottes, mit unserem Schutzengel, mit unserem Namenspatron und bewusst in der Gemeinschaft der Heiligen leben. Ein Christ muss jeden Tag die Zeit prägen, indem er vor den Mahlzeiten betet, bevor er einschläft und sobald er aus dem Bett kommt. Diese sind die einfachen Regeln für uns!

Die Sakramente sind im Glaubensleben verwurzelt. Ich möchte heute unseren Firmlingen und allen, die zu ihrer Vorbereitung beigetragen haben, und allen, die zu dieser Glaubensgemeinschaft gehören, ein Leben wünschen, das sich auf Gott in Christus konzentriert. Ich hoffe auf eure erneute Verpflichtung, dieses Geschenk des Geistes zu leben, indem ihr das Leben hier auf der Erde in das Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit einfügt.

Gelobt sei Jesus Christus!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI