Saturday, June 22, 2019

The Baptist Unseen and Unheard



Geburt des hl. Johannes des Täufers (24. Juni) 
Patronatsfest des Malteser Ordens 
23. Juni 2019 – Jesuitenkirche in Luzern
Jes 49,1-6
Apg 13,16.22-26
Lk 1,57-66.80

Gelobt sei Jesus Christus!

Geburt des hl. Johannes des Täufers – Patronatsfest des Malteser Ordens: Vor einigen Jahren schon habe ich einen italienischen Priester namens “Giovanni Battista” gefragt, warum er den Geburtstag des Vorläufers Christi als seinen Namenstag feiern würde und nicht das Fest des Martyriums des heiligen Vetters von Jesus. Die Antwort war kurz und bündig, nämlich dass es besser sei die Geburt als Namenstag zu nehmen als das Martyrium oder den Tod, also die sogenannte Geburt des Heiligen im Himmel. In Wirklichkeit müssen wir uns daran erinnern, dass wir im liturgischen Kalender nur drei Geburtstage haben: von unserem Herrn Jesus, von der Mutter Gottes und dann vom heiligen Johannes. Alle drei waren bereits vor ihrer Geburt in dieser Welt heilig oder geheiligt: ​​im Falle von Jesus als Gott von Ewigkeit her, im Falle von Maria, die ohne Sünde empfangen wurde, und im Falle von Johannes, der zum Zeitpunkt der Heimsuchung Mariens in seinem Haus geheiligt wurde. Maria, die Mutter Jesu, war die Cousine seiner Mutter Elisabeth, die den ungeborenen Heiland bereits in ihrem Schoß trägt.

Alles in allem, mit nur drei Geburtstagen im liturgischen Kalender, glaube ich, dass ich Recht habe, wenn ich staune über die Wahl als Namenstag des Festes der Geburt Johannes des Täufers hier auf Erden anstelle seiner Geburt im Himmel. Wir können sagen, dass alle anderen Heiligen aufgrund der Art und Weise, wie sie ihr Leben vollendet haben, den Titel eines Heiligen haben (Martyrium oder heroische Tugenden). Andererseits ist es vielleicht gerade deswegen, dass der Name des Täufers so wichtig ist.

Ich bezweifle nicht, dass es sich lohnen würde, über die Geschichte der Schirmherrschaft des Täufers für den Souveränen Malteserorden nachzudenken. Wenn Sie auf diese Weise feiern, werden Sie sich der Bedeutung eines so großen Fürsprechers für den Orden bewusst. Johannes, der Schutzpatron, ist ein starker Fürsprecher vor Gott, der das Werk des Ordens in all seinen Dimensionen unterstützt.

Aber abgesehen von der Geschichte des Ordens möchte ich heute an diesem Festtag noch etwas anderes tun. Ich möchte Ihren gemeinsamen Patron, einen radikalen Asket wie er ist, brauchen, um durch eine Betrachtung bestimmter Aspekte seiner Person einige Ideen für unser Leben und Wirken außerhalb und innerhalb des Ordens herauszuarbeiten. Meine These wäre, dass die Mitglieder des Ordens profitieren könnten, auch wenn der Vorrang des Täufers als Patron von sich aus schon bedeutend ist, wenn sie sich bemühen, Inspiration für Ihr Leben direkt von der Person des Vorläufers zu ziehen.

Ich sage dies im Gedenken an meinen ersten Nuntius, der ebenfalls Giovanni Battista hiess. Er wählte als sein bischöfliches Motto: Opportet Illum Crescere: „Er muss wachsen, ich aber geringer werden“ (Joh. 3.30). Das ist der Rückzug oder das Nachgeben der großen Person des Johannes vor Jesus. Dies wäre eine schöne Meditation, aber ich erlaube mir auf einen anderen Punkt hinzuweisen, der aus dem Leben und dem Beispiel des heiligen Johannes gezogen werden kann.

 “Der HERR hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt.”

Die Geburt eines Kindes ist immer ein bedeutendes und vielversprechendes Ereignis für die Zukunft und zwar nicht nur für seine Familie. Im Falle des Täufers vor allem dadurch, dass er bereits im Mutterleib geheiligt wurde.

Gott hatte von Ewigkeit an eine Mission für ihn, eine prophetische Mission, die eng mit der Errettung der Welt durch die Inkarnation (Fleischwerdung) des Wortes Gottes verbunden ist. Berufung und Schicksal wirken in unserem Leben, auch wenn es weniger erhaben und manchmal verborgen ist, auf ähnliche Weise und dies trotz unserer Sünden. Seit Ewigkeit dazu bestimmt, Teil seiner Familie und seines Planes zur Errettung der Welt zu sein, sind wir im Wasser der Taufe geheiligt worden, um das Heilswerk des Herrn fortzusetzen. In Christus und als Malteserorden, der durch das Patronat des Täufers gekennzeichnet ist, leben Sie vor der Welt und in den entsprechenden Formen des Ordens zusammen mit dem Schutzpatron Johannes ein Zeugnis für die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens vom ersten Moment seiner Existenz an. Denken Sie nur an das wundervolle patristische Kapitel, das von der Heimsuchung und den beiden ungeborenen Kindern spricht, die bereits in der Verborgenheit der Körper ihrer Mütter kommunizieren und am Plan der Erlösung arbeiten. Ich glaube, dass die Konsequenzen für Sie als Mitglieder des Ordens offensichtlich sind. Unsere Welt braucht dringend ein klares Zeugnis für das menschliche Leben vom ersten Moment seiner Existenz an.

In seinem asketischen Leben als Büßer in der Wüste lebte Johannes zuerst vor, was er predigte. Im Lukasevangelium lesen wir von Johannes: „Da sagte er zu den Volksscharen, die hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?“ Brutal, nicht wahr? Aber von der Integrität seines Lebens, von seinem Fasten und anderen Entbehrungen, von seiner Gebetsgemeinschaft mit dem Herrn, konnte er nicht nur zur Bekehrung einladen, sondern auch die Veränderung des Herzens befehlen, die die Sünder vor der Verdammnis bewahren wird, die sie für ihre Sünden verdient hatten und die wir für unsere Sünden, die wir nach der Taufe begangen haben, verdienen.

Der heilige Papst Paul VI. schlug vor, dass für die Sendung der Kirche in der heutigen Welt vor allem das Zeugnis eines rechtschaffenen Lebens wichtig sei. Oft rebellieren sogar ältere Menschen gegen jede institutionelle Autorität. Zu Pfingsten vor zwei Wochen lud ich in meiner Predigt ein, das Sakrament der Buße wieder zu praktizieren. Nach der Messe an der Kirchentür fragte eine Dame respektvoll, ob ich meinen eigenen Rat befolgen würde. Ich sagte ihr, dass ich alle zwei Wochen beichte, wenn mein Beichtvater verfügbar ist. Sie antwortete: "In diesem Fall muss ich sehen, ob es nicht der Fall wäre, dass ich zum Sakrament zurückkehre. Denn ich habe schon lange nicht mehr gebeichtet.” Die Brutalität des Heiligen Johannes erschütterte das Gewissen vielleicht weniger wegen seiner harten Worte (Ihr Schlangenbrut) als wegen seiner Askese und seiner Aufrichtigkeit, aber vor allem wegen seiner Rechtschaffenheit.

Der Teil der Kirche, den wir als vornehmlich bezeichnen, leidet heute unter der Illusion, zur Klerikalisierung bestimmt oder verdammt zu sein, einer umstrittenen Deformation, wenn sie von Priestern praktiziert oder begangen wird, aber sie scheint wünschenswert, wenn sie weltlich und weiblich ist. O heiliger Schutzpatron, hilf uns! Waren Die entscheidenden Ereignisse eines Lebens nicht im Mutterleib versteckt? Waren die tragenden Ereignisse eines Lebens nicht verloren in der Wüste zu entdecken? Ich glaube, wenn der Malteserorden Impulse braucht, um auch für unsere Zeit aktuell zu sein, finden sich Impulse im Überfluss im Leben des Vorläufers, einem “earthshaking” ("erdbebenartigen") Leben in seiner Bedeutungslosigkeit und Schwerelosigkeit.

        « Le Seigneur m'a appelé dès le sein maternel, dès les entrailles de ma mère il a prononcé mon nom. »

Ma thèse serait que même si la prééminence du Baptiste en tant que patron est significative en soi, les membres de l'Ordre gagnent à se forcer de s'inspirer de la personne du précurseur pour votre vie.

Dans sa vie d’ascète, de pénitent dans le désert, Saint-Jean a d’abord vécu ce qu’il a prêché. De l'intégrité de sa vie, de ses jeûnes et d'autres privations, de sa communion de prière avec le Seigneur, il pouvait non seulement inviter à la conversion, mais aussi commander ce changement de cœur qui aura sauvé les pécheurs de la condamnation qu'ils méritaient pour leurs péchés, et que nous méritons pour nos péchés commis après le baptême.

“Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.”

        Ich muss gestehen, dass all die jüngsten Proteste und Streiks, die darauf abzielen, die Kirche neu zu definieren, aus der Sicht des hl. Johannes des Täufers irrelevant erscheinen. Der Gipfel dessen, was Kirche bedeutet, findet sich stattdessen im gelebten Leben des Vorläufers. Johannes wurde auf Befehl des Königs Herodes enthauptet, weil er aus der Wüste heraus durch sein Leben sprach. Er stand unwiderstehlich da als Zeuge der Wahrheit in ihrer Fülle, der einzigen vollen Wahrheit, die Christus ist. Wenn wir dasselbe in unserem täglichen Leben als Getaufte und als Orden tun, werden wir echte Ritter für Christus und für die eine Wahrheit sein, die uns retten wird für die Ewigkeit.

Gelobt sei Jesus Christus!
Saint Jean, priez pour nous!



Thursday, June 20, 2019

Ever Ancient, Ever New



Hochfest des Leibes und Blutes Christi
Fronleichnam – 20. Juni 2019
Domat/Ems

Gen 14,18-20
1 Kor 11, 23-26      
Lk 9, 11b-17

Gelobt sei Jesus Christus!

Es ist immer eine besondere Freude, wenn wir das Hochfest von Fronleichnam feiern dürfen, d.h. das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Eine ganz besondere Freude ist es, wenn wir es so richtig gross feiern können, mit der Beachtung der Bräuche, die uns von unseren Vorfahren überliefert wurden. Es passt hervorragend zu unserer Gegend, wo Fronleichnam in den Frühling oder den frühen Sommer fällt, das Fest mit viel Freude, Lichtern, Farben und soweit es möglich ist auch mit vielen Blumen zu feiern. Das Allerheiligste Altarsakrament ist das grosse Geschenk für uns, d.h. für die Kirche. Jesus schenkt sich selber!

„Tut dies zu meinem Gedächtnis! … Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“

Fronleichnam ist kein Fest, das wir neu machen müssten. Kein Fest, das wir ex novo erfinden müssen. Es ist ein Fest, das wir in seinem ganzen Reichtum neu entdecken können als der Sieg des wahren Glaubens über die menschliche Schwäche, die uns immer wieder zweifeln lässt an der Güte und masslosen Grosszügigkeit unseres Gottes, der uns stets auf seinen Armen trägt und der uns nährt mit seinem eigenen Leib. Genau das ist der Sinn des Evangeliums, das wir vor kurzem gehört haben: 

„In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort. Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!“

Ich möchte heute nicht unnötig viele Worte machen, sondern vielmehr die Riten und Zeichen dieses Festes zu unserem Herzen sprechen lassen. Wir treten ein in den Reichtum der Zeichen dieses Festes mit der von Freude erfüllten Prozession. Ich wünsche mir, dass alle hier anwesenden geistlich gestärkt werden aus der Hand Jesu selbst, so dass wir den Sinn der Eucharistiefeier tiefer erfassen können, die wir Sonntag für Sonntag und Tag für Tag feiern.

Leider ist es auch bei uns heute so wie zu Zeiten der Apostel.
„Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort.“

Viele Priester und engagierte Laien reden immer wieder mit menschlichen und oft allzu menschlichen Überlegungen und Argumenten über ihre Zweifel an der überragenden Bedeutung der Person Jesu für das Heil der Menschen, für unser Leben und das der katholischen Kirche. Dabei war der Auftrag Jesu ein ganz anderer:
        „Jesus redete zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften… Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! “

Beten wir darum, dass unser heutiges Fest uns hilft, unsere wahre Berufung neu zu entdecken und Gott zu erkennen, als derjenige, der uns trägt, und nährt mit seinem eigenen Leib und Blut. Lasst uns ein eucharistisches Volk sein, nicht nur an Fronleichnam und den anderen Festen des liturgischen Kalenders. Jeden Sonntag sind wir eingeladen, am Heiligen Messopfer teilzunehmen, am einzigen, das uns retten kann.

Gelobt sei Jesus Christus!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, June 8, 2019

And in our Hearts take up Thy Rest



Pfingstsonntag, 9. Juni 2019
Pfarrei St. JakobCham

Apg. 2:1-11
Röm. 8:8-17
Jn 20:19-23

Komm, Heiliger Geist!
 „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“
Diese Worte sind Gerichtsworte. Es sind Worte einer juristischen Sprache und helfen uns so, den Sinn des im deutschen Sprachraum seit Jahrhunderten verwendeten Wortes „Beichtstuhl“ besser zu verstehen. Wer beichtet, der begibt sich vor das Gericht Gottes und der Beichtvater spricht ein Urteil: er vergibt oder er verweigert die Vergebung
Pfingsten feiern wir 50 Tage nach Ostern. Wir feiern die Ausgiessung des von Jesus für seine Jünger verheissenen Heiligen Geistes. Diese Gabe ist ein Auftrag Jesu an die Jünger damals und auch für uns heute, zu wirken für die Rettung der Welt durch Christus unsern Herrn. „Empfangt den Heiligen Geist!” Der heutige Tag erinnert uns in der Katechese auch an die Geburt der Kirche. An Pfingsten haben die Jünger aufgehört, zu leben als Gefangenen im Tal der Tränen und angefangen zu leben als Menschen, die Anteil an der Auferstehung erhalten haben. Mit Pfingsten beginnt sich das Heil auszubreiten, das Jesus durch sein Leiden und Sterben für die Welt und für uns alle erworben hat. Es ist unser Auftrag, diese Wirklichkeit bis zum Ende der Zeiten in die Welt hinauszutragen. Von heute an leben wir nicht mehr für uns selber, sondern in und für Gott.
Das Datum der Geburt der Kirche ist geprägt von der Tugend der Hoffnung und vor allem auch von der Erfahrung der Vergebung unserer nach der Taufe begangenen Sünden. Wir feiern diese Vergebung im Bussakrament, in der Beichte. Pfingsten bringt mit sich für die ganze Welt eine sehr gute Nachricht.
Das Traurigste, was ich im Verlauf meines Lebens habe erfahren müssen, muss die Hoffnungslosigkeit sein, welche das Leben vieler Menschen prägt. Es betrübt mich sehr, wenn ich einem Menschen begegne, der andern die Vergebung verweigert oder der nicht in der Lage ist, seine Hand auszustrecken um Vergebung zu empfangen. Wie traurig ist es, dass es Menschen gibt, welche die Hoffnung nicht kennen, welche aus der Vergebung erwächst, die Gott uns schenkt. Diese trostlosen Menschen fliehen vor den Menschen, welche sie Unrecht haben, und verweigern den Empfang der Vergebung von denen, welche sie verletzt haben. Sie nehmen nicht einmal die Vergebung an, welche ihnen der Priester im Namen Gottes zuspricht. Die Trostlosen Menschen unserer Zeit leugnen die Sünde, die Verantwortung für ihr eigenes Tun und bleiben so Sklaven ihrer Sünde. Sie leben belastet von den Fesseln der Geschichte ihres eigenen Lebens, von den Fesseln, welche auf denen lasten, die nicht im Licht der Wahrheit leben wollen. Was für eine Traurigkeit!
 „Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Schwestern und Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten. Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben. Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne und Töchter Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen und Töchtern macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!“
„Abba, Vater!” In der Sprache der Katechese können wir sagen, dass die Kirche heute, die Versammlung derjenigen ist, welche ihrem Herrn und Retter folgen. Die Kirche ist die Gemeinschaft derjenigen, welche mit Christus vereint leben, d.h. derjenigen die vom auferstandenen Herrn die Gabe des Heiligen Geistes empfangen hat. Aber worin besteht diese Gabe des Hl. Geistes: Wir können einfach und ohne Umschweife sagen, dass die Gabe des Heiligen Geistes die Vergebung der Sünden ist. Wir leben in der Hoffnung der Kinder Gottes – wie der verlorene Sohn im Lukasevangelium. Dementsprechend leben wir voll Zuversicht und bereit, selber zu vergeben und die Hand auch unsern Unterdrückern hinzuhalten für die Vergebung.
 „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“
Dank der Gabe des Heiligen Geistes verfügt die Kirche über die Gewalt, zu binden und zu lösen. Die Kirche kann das Urteil Gottes aussprechen über diese Welt und über alle, die in dieser Welt leben. Am Pfingsten wurde der Gerichtsstuhl aufgestellt für diese Welt und die ganze Menschheit wird für immer in zwei Teile geteilt: Entweder sind wir hoffnungslose verlorene Sklaven oder wir sind durch die Vergebung unserer Sünden zu geliebten Söhnen und Töchtern Gottes geworden. Die Kirche ist geboren durch den Heiligen Geist zur Vergebung und zur Rettung aber auch zur Verdammung jener, welche die zentrale Bedeutung Jesu für Ihr Leben leugnen.
Die Botschaft von Pfingsten ist genau dieselbe, welche auch Johannes der Täufer verkündet hat, indem er die Menschen zur Umkehr und zum Empfang der Taufe aufgefordert hat. Der Evangelist Lukas schrieb (3,7): „Da sagte er (Johannes der Täufer) zu den Volksscharen, die hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?“
Wir haben die Wahl in dieser Welt. Wir müssen uns entscheiden: Leben oder Tod. Für uns Getaufte wird diese Entscheidung immer wieder wiederholt durch die Erneuerung unserer Taufversprechen und durch das Bekenntnis und die Vergebung der seit der Taufe begangenen Sünden. Genau dafür haben wir das Beichtsakrament. Der Hl. Augustinus sagt es so: Die Beichte ist ein Zuflucht nehmen, zu den andern Wassern, welche die Kirche zur Vergebung der Sünden zu bieten hat, zu den Wassern der Tränen der Busse. Der Auferstandene Herr hat der Kirche im priesterlichen Dienst auch das Geschenk der Vergebung der Sünden anvertraut.
„Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“
Am kommenden Sonntag feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag. Das ist die letzte Gelegenheit für einen Katholiken, seine jährliche Pflicht zu erfüllen, den Leib des Herrn in der Osterzeit zu empfangen. Normalerweise hat man diese Praxis mit einer würdigen Feier der Beichte als Vorbereitung verbunden, damit der Kommunionempfang auch wirklich die Osterfreude wiederspiegeln konnte.
Ich schliesse mit einer ganz einfachen Botschaft, mit einer Einladung, den Weg zum Beichtstuhl zu finden und zum Bekenntnis der Sünden und zur Lossprechung durch den Priester. So finden wir Hoffnung für uns selber und die Kraft, auch andern zu vergeben nach dem Mass, mit dem auch uns vergeben wurde.
Gelobt sei Jesus Christus!
Komm, Heiliger Geist!

Friday, June 7, 2019

Veni Sancte Spiritus!



Cresime alla Missione Italiana di Berna
Vigilia di Pentecoste – 8 giugno 2019

Atti 2:1-11
Rom. 8:8-17
Gio. 20:19-23

Sia lodato Gesù Cristo!

        Di poter celebrare la Confirmazione dei nostri giovani proprio a Pentecoste, cioè il giorno in cui per l’invio dello Spirito Santo si parla della data di nascita della Chiesa, è una cosa veramente straordinaria e felice. Ritengo proprio che sia una gioia eccezionale questo e mi felicito con i cresimandi e con le loro famiglie ed amici. Una tale celebrazione come la nostra oggi è inoltre un dono vero e proprio per tutta la comunità della Missione Italiana qui a Berna. Si prega e si spera che la celebrazione del Sacramento porterà non solo per i cresimandi ma per ciascuno e ciascuna di noi un rafforzamento della nostra fede in Gesù l’unico Salvatore del mondo.

        "Pace a voi! Come il Padre ha mandato me, anch'io mando voi". Dopo aver detto questo, alitò su di loro e disse: "Ricevete lo Spirito Santo; a chi rimetterete i peccati saranno rimessi e a chi non li rimetterete, resteranno non rimessi".

        La Chiesa per via del giorno di Pentecoste e noi membri della Chiesa per il Sacramento della Cresima, siamo inviati da Gesù nel potere dello Spirito Santo. La domanda è: inviati dove e a che scopo? Mandati fuori nel mondo per fare che cosa? Per parlare altre lingue forse? Forse sì, se con questo vuoi dire parlare altre lingue per meglio comunicare la buona novella di Cristo fino ai confini della terra. Ma lo scopo principale del dono dello Spirito Santo è un altro. Lo Spirito ci libera dal peccato e dalla morte per poter vivere ora e per sempre come figli di Dio, come coeredi con Cristo. Per la grazia di Dio che ci ama, nel dono dello Spirito Santo non siamo più schiavi, ma figli adottivi, uomini e donne destinati alla gloria eterna nel Suo Regno.

        L’altra settimana i cresimandi con p. Antonio mi hanno fatto visita nella Nunziatura tra l’altro per farci conoscere meglio prima della celebrazione di oggi. Ho potuto constatare che si tratta sì di brava gente, ma soprattutto di persone con speranze, non solo speranze o attese umane, ma gente con propositi per la vita che trovano sostegno e forza nella presenza ed azione di Dio nella loro vita. Credo che questa era la situazione degli Apostoli alla vigilia di Pentecoste, essi pregavano insieme con Maria la Madre di Dio lì a Gerusalemme nel Cenacolo, in quella stanza dove Gesù prima della sua Passione e morte in Croce offrì l’Ultima Cena e dove pochi giorni dopo, egli Gesù Risorto è comparso a loro e durante 40 giorni gli spiegava tante cose in riguardo a se stesso. Con questo voglio dire che anche noi possiamo attendere grande cose dalla Confirmazione per questi giovani.

        Nella vita normale, riflettiamo, studiamo e poniamo le nostre domande. Così pure nella preparazione al Sacramento della Cresima facciamo lo stesso, non per acquistare un titolo di studio ma per aprire i nostri cuori al dono dello Spirito, come gli Apostoli in preghiera nel Cenacolo. La differenza tra questa e la vita normale sia che in questo mondo, sottratto dalla vita di fede, l’elemento di sorpresa o di trasformazione dinamica è più o meno calcolabile. Con Dio, invece, nella Sua Chiesa, la trasformazione sperata e raggiunta nel Sacramento della Cresima è di un altro livello e profondità. Si spera che la grazia di Dio potrà raggiungere tutto un’altra qualità nel cuore ben disposto al Signore nel Sacramento. In fin dei conti si tratta di quella differenza di cui parla San Paolo oggi nella sua lettera ai Romani:

“E se lo Spirito di colui che ha risuscitato Gesù dai morti abita in voi, colui che ha risuscitato Cristo dai morti darà la vita anche ai vostri corpi mortali per mezzo del suo Spirito che abita in voi… Tutti quelli infatti che sono guidati dallo Spirito di Dio, costoro sono figli di Dio. E voi non avete ricevuto uno spirito da schiavi per ricadere nella paura, ma avete ricevuto uno spirito da figli adottivi per mezzo del quale gridiamo: "Abbà, Padre!".”

        È il Figlio di Dio stesso, è Gesù che ci manda lo Spirito e che ci trasforma profondamente. Con questo voglio dire che sappiamo di poter riconoscere l’essenziale non nei fenomeni esterni e spettacolari, tanto meno per la forza della nostra propria volontà, ma nelle realtà essenziali, invisibili ed interni dove il Dio che opera in segreto è al lavoro.

“Venne all'improvviso dal cielo un rombo, come di vento che si abbatte gagliardo, e riempì tutta la casa dove si trovavano. Apparvero loro lingue come di fuoco che si dividevano e si posarono su ciascuno di loro; ed essi furono tutti pieni di Spirito Santo e cominciarono a parlare in altre lingue come lo Spirito dava loro il potere d'esprimersi.”   
    
        All’inizio lo Spirito con rombo e vento ha attirato l’attenzione di tutti, ma quell’avvenimento non fu l’essenziale. Le “lingue come di fuoco che si dividevano e si posarono su ciascuno di loro” non erano così importante come la trasformazione interna segnalata dal fuoco e avvenuta nei cuori dei testimoni e in seguito anche nella vita di coloro che sono venuti di corsa e che hanno ascoltato quel giorno le parole di San Pietro, parole piene di spirito e della verità che viene solo da Dio. Confido che, come a Pentecoste anche oggi nella Chiesa, la santità di vita e le parole sagge dei buoni Cattolici sono quelli che attirano gli altri al Vangelo.

        Sappiamo che dopo l’Ascensione di Gesù nel Cielo, gli Apostoli obbedienti alla Sua Parola, sono rimasti in preghiera costante in attesa del dono dello Spirito Santo. È piuttosto comune sentire catechisti parlare della Cresima come se fosse un’ora di giudizio in cui il cristiano assume per se stesso l’impegno preso per lui dai suoi genitori e padrini al momento del Battesimo. Il Pentecoste ci insegna che non è proprio così. Dio stesso ha creato la Sua Chiesa, dinamizzando gli Apostoli e i primi discepoli. Questi si sono disposti al dono dello Spirito Santo attraverso la loro perseveranza in preghiera in Cenacolo.

        Preghiamo per i nostri cresimandi e preghiamo anche per noi stessi: per l’azione dello Spirito che ci accompagni e che ci trasformi. Attraverso una nostra preghiera sincera e insistente, che lo Spirito Santo faccia il resto per fare di noi gli strumenti per la propagazione del Vangelo nei nostri tempi, cioè per una nuova nascita o rifioritura della Chiesa per la salvezza di questo nostro mondo che ha così tanto bisogno!

Sia lodato Gesù Cristo!
Veni Sancte Spiritus!

Wednesday, May 29, 2019

What re You Waiting For?



Christi Himmelfahrt
30. Mai 2019 - Birnau

Apg. 1, 1-11
Mk 16, 14-20

        Gelobt sei Jesus Christus!

        Viri Galilaei… Ihr Männer aus Galiläa, was schaut ihr staunend zum Himmel?

Ich glaube, dass das Geheimnis der Himmelfahrt Christi wirklich geradezu für uns geschaffen ist. Ich will damit sagen, dass die Himmelfahrt in aussagekräftiger Art und Weise gerade ganz besonders zu den Gläubigen unserer Zeit spricht. Dieses grosse Ereignis, welches das Kapitel des „irdischen Lebens“ Jesu, unseres Herrn und Retters, beschliesst, ist zugleich die Ankündigung seiner Wiederkunft am Ende der Zeit in Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels um Gericht zu halten über die Lebenden und Toten.

        “…So, wie ihr ihn zum Himmel habt auffahren sehen, so wird er wiederkommen, alleluja!”

 Tag für Tag begegne ich Menschen, welche unter mehr oder weniger starken Verzweiflung leiden, weil auch in der Kirche selbst, ja sogar bei den eigenen Familienangehörigen das Bewusstsein fehlt, dass der Herr wirklich lebendig unter uns ist, unser Leben bestimmt und den Lauf der Geschichte unter Kontrolle hat. Es fehlt das Vertrauen darin, dass der allmächtige Gott in unserer Geschichte wirkt. Einigen scheint es, als ob Gott gar nicht existieren oder einfach abwesend würde. Als Bild dafür können wir das Evangelium nehmen, wo Jesus im Sturm auf dem See hinten im Schiff schläft, während die Jünger vor Todesangst um Hilfe schreien. Andere beschweren sich über mangelnden Eifer, über mangelnde Klarheit der Lehre oder über die Skandale in der Kirche, über den Mangel an Tugenden und machen dafür vor allem die Hirten der Kirche verantwortlich.

In ihrer Enttäuschung sehen viele Gläubige, aber auch viele Priester die Schuld für all das, was sie als Verrat an uns von Jesus anvertrauten Sendung sehen bei der Hierarchie der Kirche, bei den Bischöfe, der Römische Kurie und sogar dem Papst selbst. Es scheint als ob den Steuermännern der Kirche das Ruder des Bootes Christi aus der Hand geglitten wäre. Indem sie immer wieder mit Nachdruck darauf beharren, dass der Zeitgeist und die vorherrschenden Denkströmungen die Entscheidungen der Bischöfe bestimmen sollten, tragen die sozialen Kommunikationsmittel das Ihre bei zur Entmutigung und Verzweiflung vieler Gläubigen. Diese Kommunikationsmittel und auch gewisse Persönlichkeiten der Kirche selbst drängen mit Nachdruck auf eine Erneuerung der Kirche in eine ungewisse Zukunft hin und mir scheint, oft auf eine Zukunft fern des Herrn.

Manchmal entlädt sich diese Enttäuschung der Gläubigen in einer Wut auf ihre Bischöfe. Diese sogenannten „guten Katholiken“ verurteilen dann die Hierarchie für ihre Trägheit und Feigheit. Sie beschweren sich über die Nachfolger der Apostel, weil diese sich weigern, die Situation in die Hand zu nehmen. Sie verstehen nicht, warum diese nicht die Gesetze Gottes verteidigen, die Priester für gewisse Verbrechen bestrafen, und die selbsterklärten katholischen Politiker exkommunizieren, welche sich zwar katholisch nennen aber zugleich Abtreibung, Kindermord, Sterbehilfe und eine ganze Reihe Vergehen gegen das sechste Gebot gutheissen.

Im Gebet mit der Kirche verbunden wissen wir, dass wir uns in einer Situation befinden, die sich nicht viel von der unterscheidet, unter welcher auch das Volk Gottes im Alten Testament gelitten hat. Mir kommt dazu Psalm 13 in den Sinn:

“Usquequo, Domine, oblivisceris me in finem? usquequo avertis faciem tuam a me?” …Wie lange noch, HERR, vergisst du mich ganz? Wie lange noch verbirgst du dein Angesicht vor mir? Wie lange noch muss ich Sorgen tragen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen Tag für Tag? Wie lange noch darf mein Feind sich über mich erheben?“

Ich wiederhole: Christi Himmelfahrt spricht genau in diesem Sinne zu uns. Es hilft uns zu verstehen, welche Rolle jedem von uns anvertraut ist bis zu dem Zeitpunkt, der vom Herrn selbst bestimmt ist und an dem er in Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommt um sein Urteil zu sprechen über diese Welt und um uns ins Ewige Leben zu führen, wenn wir wirklich treu an ihn festhalten.

        “Euch kommt es nicht zu, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Doch ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommt, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Grenzen der Erde.“

Die Annahme des Reiches Gottes bedeutet eine ziemlich grosse Herausforderung für die Männer und Frauen unserer Zeit. Auch wenn wir uns nicht zu sehr entmutigen lassen vom Unrecht, das um uns herum geschieht, kann es doch vorkommen, dass wir Mühe damit haben, daran zu glauben, dass wir selbst damit beauftragt sind, mit Christus in seiner Kirche an der Rettung der Welt zu arbeiten.

        Doch ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommt, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an die Grenzen der Erde.“

        Viri Galilaei… Ihr Männer aus Galiläa, was schaut ihr staunend zum Himmel?“

Was bedeutet es aber ganz konkret, erfüllt von der Kraft des Heiligen Geistes zu leben? Für den weitaus grössten Teil der Katholiken ist wohl die Familie das primäre Feld für das Zeugnis eines Christlichen Lebens: Leider ist es oft so, dass junge Eltern heute mehr Mut brauchen, um den Glauben in ihrem eigenen Haus zu leben und zu verkünden als die Apostel damals auf ihren Missionsreisen.

        “In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Sprachen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund.“

Es ist die Aufgabe von Vater und Mutter durch ihre Güte, ihren Glauben, ihr Gebet und ihre Weisheit den Kindern den Sinn für die Gegenwart Gottes in ihrem Leben zu erschliessen. Es ist Sache der Kinder, die in der Taufe empfangenen Gnaden zur Entfaltung zu bringen und die ganze Familie zu erfreuen durch ihre Freude am Leben mit Gott.

        “Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium aller Kreatur! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, doch wer nicht glaubt, wird verdammt werden.“

Es ist wichtig zu wissen, dass die Ermahnung der Engel im Moment der Himmelfahrt des Herrn an uns gerichtet ist: Wir sollen nicht mit geöffnetem Mund und starrem Blick zum Himmel schauen, sondern uns an die Arbeit machen und mit einem Leben aus dem Gebet in Gemeinschaft mit der Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes mitzuwirken an der Rettung der Welt.  

Gelobt sei Jesus Christus!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Friday, May 24, 2019

Christ, the Love of my Life



Celebration of the Sacrament of Confirmation
Sixth Sunday of Easter - 26 May 2019
English Language Community - Basel

Acts 15:1-2, 22-29
Rv 21:10-14, 22-23
Jn 14:23-29

Praised be Jesus Christ!

“The Advocate, the Holy Spirit, whom the Father will send in my name, will teach you everything and remind you of all that I told you. Peace I leave with you; my peace I give to you.”

        This explanation for the sending of the Holy Spirit fits very nicely with our understanding of what happens in the life of somebody at Confirmation. The logical question then would be, “What is this “everything” which Jesus in the Gospel of St. John promises that the Holy Spirit will teach us?” What is this “all that I have told you” of which Jesus promises that the Holy Spirit will remind us? What is the miracle, if you will, of Pentecost that we see repeated in the Sacrament of Confirmation? Obviously here, we are not talking about the appearance of tongues of fire over the heads of those in the room. We are concentrating on that “everything” and what Jesus meant by that. We are talking about the sufficiency or fullness, that the word “everything” implies. The outpouring of the Holy Spirit is about completion or fulfillment, but the question is how, or in what sense fulfillment?

“The Advocate, the Holy Spirit, whom the Father will send in my name, will teach you everything and remind you of all that I told you.”

        On Pentecost Day, there is definitely a radical change that came over the Apostles with the gift of the Holy Spirit. Reading the Acts of the Apostles and St. Paul’s Epistles and knowing a bit of the background stories about those very common folk, the first disciples, we understand that the miracle of Pentecost is a miracle of empowerment by God’s grace. Confirmation for us, like Pentecost for them, is a strengthening for life and for mission. The old catechism taught that Baptism makes us children of God and heirs of Heaven and Confirmation brings that grace to completion. In Confirmation, we receive the Holy Spirit to make us strong and perfect Christians and soldiers of Jesus Christ. Maybe more to the point, we should ask what the condition is for Confirmation achieving its effect of unchaining the grace of our Baptism.

Let me say straight out that the parallels to this empowering grace are not to be found in the stories of superheroes. Confirmation is no radioactive spider bite, no transforming surgery or electroshock. There is nothing extraterrestrial going on here, at least not in the science fiction sense of the word. No, we are talking about God taking us as we are and our becoming all that we can be in God and by His power at work in us. When we encounter a person who lives the grace of Confirmation, even though he or she does not land or take off before us like a superhero, we still have reason to be impressed. As for ourselves, well, what more could you want from life than to be, with God’s help, cooperators in God’s plan for the life of the world?

        Our second reading today was from the Book of Revelation. The Apocalypse is not so much about predicting some future and final time as it is about helping us understand how things should be in our lives here, now, and of course, forever. Therefore, when we heard today about “the holy city Jerusalem coming down out of heaven from God” we are talking about something that is not only a prophecy about how things will be at the end of time, when God is all in all. In a hidden or veiled sense, we live the Apocalypse and its message already now or can hasten its realization through our cooperation with God’s grace.

“I saw no temple in the city for its temple is the Lord God almighty and the Lamb. The city had no need of sun or moon to shine on it, for the glory of God gave it light, and its lamp was the Lamb.”

        Dear Confirmands, that something miraculous, which I would like to see worked in your lives today through the administration of the sacrament of Confirmation, could also come to pass in the lives of all of us already confirmed. It matters not how short or long a time ago we received the Sacrament, if we properly renew the promises of our Baptism, to renounce sin and Satan, to believe in the Most Holy Trinity and Christ’s Holy Catholic Church. As sacramental people, thoroughly Catholic in our vision of the world, that means giving evidence of our conversion unto the Lord. That means Sunday Mass, regular and worthy individual celebration of the sacrament of Penance. That means being prayerful people who cultivate an awareness of God’s presence in our lives and that means allowing the lives of the saints, especially the Blessed Mother, to inspire our way of living. Cooperating with God’s grace means committing ourselves to the fight.

        In today’s Gospel we read:
“Whoever loves me will keep my word, and my Father will love him, and we will come to him and make our dwelling with him.”

It seems as though we are always putting down conditions to delimit our share in the mission of the Church, setting up obstacles to how or how much we follow Christ day in and day out. Love of the Lord demands a different type of obedience and commitment. Our response must be whole-hearted, with all our mind, soul and strength. The requirements for a generous heart are not determined by age or life experience; we are never too young or too old to open our hearts to God’s empowering grace.

“The Advocate, the Holy Spirit, whom the Father will send in my name, will teach you everything and remind you of all that I told you. Peace I leave with you; my peace I give to you.”

Come Holy Spirit! Fill the hearts of your faithful and enkindle in them the fire of your love!

Praised be Jesus Christ!


Taken Up into Christ's Temple




Firmungen in Basel Sankt Anton
6. Sonntag der Osterzeit – 26. Mai 2019

Apg 15,1-2.22-29
Offb 21,10-14.22-23
Joh 14,23-29

Gelobt sei Jesus Christus!

Die für diesen sechsten Sonntag der Osterzeit vorgesehenen Lesungen bieten uns die Möglichkeit, einmal einen andern, vielleicht nicht ganz üblichen Aspekt des Firmsakramentes zu betrachten.

Normalerweise sprechen wir bei der Firmung von der Bestärkung der Taufgnade. Wir werden mit dem Heiligen Geist bestärkt, damit wir besser als Christen leben können und besonders auch tugendhafter gegen den Bösen kämpfen können. Hierfür wird in der Katechese das Wort „Bestärkung“ verwendet, auf lateinsch „robur“ was auch „Eiche“ bedeutet oder „Stärke“. Mit andern Worten: Die Firmung macht uns stark und kräftig wie eine Eiche. Von daher können wir auch das lateinische Wort confirmatio für die Firmung verstehen: Bestärkung, Stärkung der in der Taufe verliehenen Gnade für den Kampf an der Seite Jesu.

Im Licht der Lesungen dieser heutigen Messe möchte ich auch von einem anderen, nicht weniger wichtigen Aspekt der Firmung sprechen: Besonders in der Osterzeit ist es angemessen, von der Firmung als dem Sakrament der Erleuchtung zu sprechen. Das Sakrament, das uns hilft, klarer und weiter zu sehen.

Ein Engel … „zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.“

Vielleicht gibt es heute nichts Wichtigeres zu lernen, als das: Wenn wir nicht jeden Augenblick mit und für Gott in Christus leben, dann leben wir überhaupt nicht. Ohne Jesus als Mitte in unserem Leben sind wir in der Finsternis. Auch wenn wir atmen und vorwärts gehen, gehen wir nur im Tal des Todes. Ohne Jesus als Anfang und Ende von allem was wir sind und tun, bleiben wir nur einen Schatten dessen, wozu wir durch Gottes Willen bestimmt sind. Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus liebt uns seit Ewigkeit her und wünscht sich nichts mehr, als uns bei sich zu haben in der Freude des Reiches seines Sohnes, des Retters der Welt.

 „Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie und ihre Leuchte ist das Lamm.“

Die Apokalypse des Johannes, welches die Offenbarungen des Neuen Testamentes abschliesst, sagt uns, wie die Dinge jetzt schon sein müssen und wie sie in Ewigkeit sein werden. Es ist ein Buch voller Symbole, aber vor allem auch voller Hoffnung für unsere Zukunft.

Wenn aber wir die Zeitungen lesen oder die Menschen hören, die meinen, etwas von den wichtigen Dingen zu verstehen, dann bekommen wir ein Bild des christlichen Lebens, das sich sehr von dem unterscheidet, was in den Visionen des Johannes beschrieben wird. Viele Menschen heute halten den Glauben für etwas eher Nebensächliches und zwar ohne die Kraft das Leben zu bestimmen. Diese Leute entkräften eigentlich was es bedeutet Wiedergeboren in der Taufe und in der Firmung bestärkt zu sein. Durch den Heiligen Geist, den Parakleten, sind wir anders. Unser Leben ist ganz und gar erfüllt von der Gegenwart Gottes.

Oder auch ganz einfach gesagt: Wer nicht für Christus lebt, der lebt überhaupt nicht. Wer sein Leben nicht schon in dieser Welt auf Gott in Christus ausrichtet, der lebt vergebens, der lebt nur um zu sterben und begraben zu werden. Unser Leben hier auf Erden dauert nicht ewig, und daher gibt es uns eine Vorahnung von dem, was kommen wird und für ewig bleiben wird.

Ein Engel … „zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.“

Klar ist es, dass unser Leben in Christus unweigerlich ein Kampf sein muss. Es gab im Verlauf der Kirchengeschichte vielleicht noch nie so viele Märtyrer wie heute. Die heutige Gesellschaft ist wütend gegen uns Nachfolger Christi. In der sogenannt demokratischen Gesellschaft wird uns verboten, für das Leben der ungeborenen Kinder zu demonstrieren, z.B. Märsche für das Leben durchzuführen. Wir sind zusammen mit Jesus dem Hass einer Gesellschaft ausgesetzt, die sich nicht dem Leben zuwendet, sondern dem Tod, weil viele Menschen einfach Gott nicht lieben, sondern hassen.

 „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.“

Wir müssen mit offenen Augen leben, auch wenn das die Welt um uns nicht tut. Wir müssen für Gott in Christus leben. Ich werde heute das Sakrament der Firmung im Vertrauen darauf spenden, dass diese jungen Menschen bereit sind, den Heiligen Geist aufzunehmen und die Kraft empfangen werden, um an der Seite Jesu gegen das Böse zu kämpfen. Zugleich bin ich überzeugt, dass diese jungen Menschen mit offenen Augen durchs Leben gehen werden, offen für die Wirklichkeit, für das himmlische Jerusalem, welches vom Himmel herabsteigt. Genau dazu wurde der Kirche am Pfingsttag der Heilige Geist gesandt:

 „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Beten wir für die Firmanden. Beten wir für uns selbst, die wir bereits gefirmt sind – auch wenn schon vor vielen Jahren. Der Heilige Geist mache aus uns lebendige Menschen, die voll Freude sind, d.h. reife und weise Männer und Frauen. Beten wir darum, dass uns der Heilige Geist durch die trostlosen Erscheinungen dieser Welt hindurch zum Leben in Fülle führt.

Ein Engel … „zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam, erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.“

Komm Heiliger Geist!
Gelobt sei Jesus Christus!