Sunday, November 10, 2019

Armistice, Polish Independence and the Fear of the Lord




On the occasion of the 101st anniversary of the Armistice and independence of Poland
10 November 2019, Bruder Klaus

2 Makkabäer 7, 1-2. 7a. 9-14
2 Thessalonicher 2, 16-17. 3, 1-5
Lukas 20, 27-38

Laudetur Jesus Christus!
Praised be Jesus Christ!
Gelobt sei Jesus Christus!

Im 2. Thessalonicher Brief von heute steht:

„Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an.“
***
        It is a great pleasure for me to be here today to celebrate Holy Mass with the Polish Community on the 101st anniversary of the Armistice and independence of Poland. There was some question as to what language would be appropriate. Father Wojtiech and I decided to overrule Ambassador Jakub Kumoch and, despite the presence of members of the Diplomatic Corps, instead of English to have me preach in German. This was a second best option after Polish, which is beyond my linguistic capabilities. Apologies all around! I hope that with German many, if not most, will be able to understand and benefit from my words.
***
       Unsere erste Lesung aus dem 2. Buch der Makkabäer fängt so an:

 „In jenen Tagen geschah es, dass man sieben Brüder mit ihrer Mutter festnahm.“

Im Lukas Evangelium heute hören wir auch von sieben Brüder und einer Frau:

„Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos. Da nahm sie der zweite, danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben. Schließlich starb auch die Frau.“

Was die zwei Lesungen miteinander verbindet, ist aber nicht so sehr die Erwähnung von der sieben Brüder oder der einen Frau sondern das Bekenntnis zur Auferstehung der Toten am letzten Tag.

So lesen wir im 2. Buch der Makkabäer: „Gott hat uns die Hoffnung gegeben, dass er uns auferstehen lässt. Darauf warten wir gern, wenn wir von Menschenhand sterben.“

Und im Lukas Evangelium antwortet Jesus auf die Sadduzäer:
„Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten. Die aber, die gewürdigt werden, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten. Denn sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und als Kinder der Auferstehung zu Kindern Gottes geworden sind.“

Für gläubige Menschen, für Christen und besonders für uns Katholiken ist es selbstverständlich, dass wir anlässlich des 101. Jahrestages des Waffenstillstandes, welcher den 1. Weltkrieg 1918 beendet hat, vor allem Gott danken für das Geschenk des Friedens. Die Menschen wären alleine nie in der Lage gewesen, diesen Krieg zu beenden. Wenn wir die Geschichte besonders des 1. Weltkrieges genauer betrachten, so sehen wir, dass der Friede gekommen ist trotz aller Bösartigkeit der beteiligten Parteien. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir ohne die Gnade Gottes vor hundert Jahren nicht die Unabhängigkeit Polens hätten feiern können. Der ewige Vater hat die Herzen berührt. Ja, die Menschen haben wirklich edle Dinge gemacht, um die verwundete Welt zu heilen, aber nicht ohne vom Höchsten erleuchtet zu werden.

Aber unsere sieben Brüder in den Lesungen von heute, oder besser gesagt die Lehre von der Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag, was bedeuten sie für den Frieden, das Ende des Krieges, die Selbstbestimmung eines Volkes? Was ändert sich, wenn wir an eine Gerechtigkeit am Ende der Zeiten glauben, welche das Böse endgültig besiegt? Was bedeutet es, in Ewigkeit dafür belohnt zu werden, dass wir Gott unserem Schöpfer und Erlöser gegenüber treu geblieben sind? Was bedeutet es, alles, was wir sind und haben Christus, dem König der ewigen Herrlichkeit zu unterwerfen? Es ändert ja ALLES! Es ändert sich alles besonders in der Zeit, in der wir heute leben, in der man den katholischen Glauben selbst bei Politikern, die sich formell zur Kirche bekennen, nur noch vermuten kann.

Als ich jung war, hat man ganz natürlich von der Tugend der Gottesfurcht oder auf Latein ‚timor Dei‘ gesprochen. Es war ein positives Urteil, ein Kompliment, wenn man von jemandem gesagt hat, dass er oder sie ein gottesfürchtiger Mann oder eine gottesfürchtige Frau sei. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als heranwachsender langsam verstanden habe, dass die echte Liebe nicht primär durch Gefühl oder Gerechtigkeitssinn bestimmt ist, sondern in der Furcht davor, dem Geleibten etwas Böses anzutun, etwas was ihm Schmerzen bereitet. Ich erinnere mich besonders auch an die Ehrfurcht, die mein Vater meiner Mutter gegenüber hatte. Das war weit mehr als einfach nur „Respekt“. Gottesfurcht und Ehrfurcht bezeichnen das, was wir meinen, wenn wir von selbstloser Liebe sprechen.

Auf diesem Hintergrund lässt sich die Bereitschaft zum Leiden und Sterben der sieben Brüder im Makkabäerbuch leichter verstehen. Aus echter Liebe und Gottesfurcht waren sie bereit, ein langsames und schreckliches Martyrium zu erleiden und auch ihre Mutter war bereit, ihre Kinder aus Furcht vor dem Gesetz Gottes preiszugeben.

Die edlen Gefühle sind Teil von dem, was wir meinen, wenn wir von „echtem Glauben“ sprechen. Es ist tatsächlich so: Wir leben voller Hoffnung aber auch voll Furcht und Zittern vor der Ankunft des Herrn, wenn er am Ende der Zeiten als Richter wiederkommt.

 „Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Ísaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.“

Indem wir Gott für das danken, was seine Hände vor hundert Jahren bei der Unabhängigkeit Polens gemacht haben, erneuern wir auch unsern Glauben an unsern Herrn Jesus Christus, der auch heute noch lebendig aktiv ist in der Geschichte. Er liebt uns und am Tag unseres Todes wird er uns die Himmelstüre öffnen, wenn wir ihm treu bleiben. Mit einem leisen Zittern hoffen wir, dass unser Einsatz in dieser Welt von dieser Gottesfurcht getragen sei, die uns vor ihn tragen wird als Freunde Gottes und der Menschen.

 „Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an.“

Praised be Jesus Christ!
Gelobt sei Jesus Christus!
Laudetur Jesus Christus!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI


Saturday, November 2, 2019

November and Prayer for the Poor Souls



THIRTY-FIRST SUNDAY IN ORDINARY TIME
3 November 2019, Bruder Klaus
Wis 11:22—12:2
2 Thes 1:11—2:2
Lk 19:1-10

Praised be Jesus Christ!

        We have just celebrated All Souls Day yesterday and are at the beginning of this month of November in which traditionally we spend extra time, both at home and in church and when possible in a cemetery near us, to pray for those who have gone before us in death. We pray that the Lord show them mercy and purify them of their faults and failings, that He free them of the punishment due for the sins, which they committed in this life. We make this effort for them and for us, that they might know the fullness of joy with Christ in Heaven and that our entrance into God’s Kingdom be not delayed or hampered when our time comes. With that in mind, I think it important to remind ourselves of what the Church teaches concerning death and what comes thereafter. We must be mindful of what we believe as Catholics about our eternal reward or punishment. We need to be mindful of what awaits us at our death, in what the Catechism refers to as the particular judgment.

        If you have a missal of your own or a Magnificat, take time this Sunday to reread that first reading from the Book of Wisdom. It is really very upbeat and should fill us with hope and confidence concerning the love of God for each and every one of us His children.

        “But you spare all things, because they are yours, O Lord and lover of souls, for your imperishable spirit is in all things! Therefore you rebuke offenders little by little, warn them and remind them of the sins they are committing, that they may abandon their wickedness and believe in you, O Lord!”

        That is our faith in God Who loves us despite our sins and failings and would lead us home forever to Himself.

        Even Luke’s Gospel account of the repentance of the tax collector Zacchaeus should fill us with hope of God’s forgiveness for our many and maybe, yes, grave sins.

        “And Jesus said to him (to Zacchaeus, the man guilty of extorting money from others and abusing his trust as a tax collector), “Today salvation has come to this house because this man too is a descendant of Abraham. For the Son of Man has come to seek and to save what was lost.”

        What makes that miserable little man from the Gospel, Zacchaeus the tax collector, great? How does he find himself saved before God in Jesus Christ? By openly confessing his sins and making restitution. Zacchaeus resolves to do good with the wealth he has accumulated in office while stealing from others. He promises to give half of all he has to the poor and intends to make amends by paying back four times what he has stolen. 

        Therefore you rebuke offenders little by little, warn them and remind them of the sins they are committing, that they may abandon their wickedness and believe in you, O Lord!”

        In a sense, Jesus did not have to rebuke Zacchaeus. As a son of Abraham, the law of God already condemned him for abuse of office. Jesus did no more than to call him down from the tree and tell Zacchaeus he wanted to spend time at his house that day. I cannot imagine a better illustration of what our passage from the Book of Wisdom is talking about. Jesus-God gave Zacchaeus that little nudge he needed to believe, to abandon his wickedness and to seek reconciliation. That is the way God is with us: no thunderbolts or earthquakes, but a radically respectful little by little to call us to order.

        We need to do the same as Zacchaeus in our lives. We need to repent for our own sake. We, like Christ, need to do as much for others by gently calling them to repentance. Moreover, as the Church teaches, we need to pray and sacrifice for those who can no longer help themselves, who came up somehow short of perfection, for those who have died and gone before us. The month of November is about praying for all of those, who are now part of the Church suffering in Purgatory. We need to intercede on their behalf and to help them make up for what they failed to repair before their passing from this life.

        God does not whitewash, He does not throw a blanket over our imperfection. He calls us to account and calls others to account for us; He purifies us so that in freedom and light we might stand before Him in all His Glory, that on the last day we might see Him face to face and not falter.

Most of us understand that when we have failed others or harmed them, we need to make things good again. On the one hand, I owe this much to the ones whom I have harmed. On the other hand, even for me, just getting off the hook is not enough. I am scarred by my sins, be they great or small. Living in a state of something less than heroic love and radical respect for God and neighbor has consequences that cry out for atonement. This is the sense of the penance the priest gives us in Confession. The priest grants us absolution, he forgives our sins, but there is still temporal punishment due for our sins. My greater or lesser wickedness needs the equivalent of a gesture or act like that undertaken by Zacchaeus to make things truly better again.

Reparation in great part is what penance is all about. This explains the Church’s penitential seasons, especially the season of Lent, marked as it is and should be by fasting and abstinence. This explains the traditional practice of not eating meat on Fridays. This is what almsgiving is all about. This is what praying for the poor souls in Purgatory, especially in the month of November is all about, as well.

Be as generous in your prayers and sacrifices for those who have died as you would have God merciful with you and as you would hope that at your death others would pray and sacrifice, do penance on your behalf. That all might quickly come into the Lord’s Kingdom, O Lord we pray!

Therefore you rebuke offenders little by little, warn them and remind them of the sins they are committing, that they may abandon their wickedness and believe in you, O Lord!”

 Praised be Jesus Christ!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Friday, October 25, 2019

Attentive to the Lord's Commands



Patrozinium Hl. Gallus
27. Oktober 2019 – Lichtensteig
Genesis 12, 1-4a     
Matthäus 19, 27-29

Gelobt sei Jesus Christus!
Heiliger Gallus, Bitte für uns!

„Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt…“

Das sind Worte aus dem Matthäusevangelium von heute! Diese Worte stehen im Zusammenhang mit dem Ende der Welt, mit dem jüngsten Gericht. Aber was soll das? Welchen Sinn macht es, an einem Patrozinium über das Ende der Welt zu sprechen? Die naheliegenste Antwort ist diejenige, dass die Lesungen der heutigen Messe auf den heutigen Patron verweisen. Sie verweisen auf den Kern seines Lebens, auf sein Zeugnis für Christus. Sankt Gallus hat sein Leben hingegeben für das Reich Gottes. Er hat seinen eigenen Willen geopfert, um dem Ruf Gottes, der durch die Stimme der Kirche an ihn gelangt war, folgen zu können. In der Biographie des Heiligen Gallus ist die Rede von einem Mönch, von einem, der ein Leben der Vollkommenheit führt in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit. Diese drei Tugenden zeichnen den neu geschaffenen Menschen aus, denjenigen, der in Christus neu geworden ist. Der Mönch versucht seine Taufe in vollkommener Weise zu leben. Entsprechend unserer eigenen Berufung, sind auch wir dazu berufen, dasselbe zu tun. Leider sind wir uns der Erhabenheit unserer Bestimmung als Getaufte, als erwählte in Christus nicht genügend bewusst. Der Sinn unseres Lebens wird erst am Ende der Zeit voll sichtbar, „Wenn die Welt neu geschaffen wird“, Wann wir uns alle vor dem Thron des Königs der Herrlichkeit befinden, vor dem Richter der Lebenden und der Toten.  

Meine heutige Predigt soll ein moralischer Impuls sein, d.h. ich möchte betonen, dass das Bewusstsein über unsere Bestimmung am Jüngsten Gericht Konsequenzen haben muss für unser alltägliches Leben heute. Wir können nicht leben wie alle andern. Wir unterscheiden uns von denjenigen, welche Jesus, den Menschensohn, nicht kennen. Wenn das Patrozinium dieser Pfarrei uns etwas lehren kann, dann sicher das, dass wir erkennen, wer wir in dieser Welt vor Gott sind.

„Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt…“

Das Patrozinium einer Pfarrei ist ein alle Jahre wiederkehrendes Ereignis, welches nicht nur deshalb wichtig ist, weil es uns eine Gelegenheit bietet, gemeinsam zu feiern, sondern auch, weil es unsere Verbundenheit mit diesem Ort stärkt, d.h. mit dieser Kirche, die den Namen des Heiligen trägt, der auch der Patron unserer Pfarrei ist. In unserem Fall ist es der Heilige Gallus, eine Figur, welche wie ein Gigant dasteht am Anfang des katholischen Glaubens in dieser Gegend. Für uns als Glaubende ist der Heilige eine Persönlichkeit der Geschichte, welche in der Vergangenheit unsere Vorfahren beschützt hat und welche in der Gegenwart auch uns in schwierigen Zeiten beschützt. Es ist gut, wenn wir heute unsere Pfarrei, unsere Familien und die Menschen, denen wir uns verbunden fühlen der Fürsorge des Heiligen Gallus empfehlen. Wir bitten ihn besonders zur Stärkung unseres Glaubens, für die Gnade, den Geboten Gottes und den Geboten der katholischen Kirche gehorsam leben zu können.

Ich erlaube mir jetzt noch ein paar Gedanken zu einem Satz aus der Heiligen Schrift, den ich in den Messtexten des heutigen Tages gefunden habe. Ohne grosse Umschweife möchte ich auf einen Punkt hinweisen, der mir für unsere katholische Identität absolut zentral erscheint. Ich sage damit nicht, dass es sich um etwas handelt, was in der Vergangenheit vernachlässigt wurde weil wir beim Feiern des Patroziniums mit vielen andern Gedanken beschäftigt sind. Ich möchte damit nur sagen, dass es vielleicht auch noch eine andere Blickrichtung gibt, um auf ein Patrozinium wie auf dasjenige des Heiligen Gallus zu schauen. Manchmal fürchte ich, dass wir den Akzent falsch setzen bei der Bedeutung, welche ein Fest für unsere Identität, für unser Kirche sein und für unser Leben als gute Katholiken in der Welt hat.

Aber kehren wir zur Heiligen Schrift zurück. Das was wir in der ersten Lesung aus dem Buch Genesis über Abraham gelesen haben, das können wir gut auch anwenden auf den Heiligen Gallus und daher auch in Bezug auf diese Pfarrei:

„Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.“

Normalerweise stehen wir Abraham vor allem als ein Bild für die „Kirche unterwegs“. Abraham ging seinen Weg im gehorsam gegenüber Gott und ist uns so Vorbild für die „Kirche unterwegs“. Ich muss gestehen, dass mir der Begriff, so wie er normalerweise verwendet wird, ein wenig auf die Nerven geht. Die Dynamik von Abrahams Leben kommt da viel zu wenig zur Geltung. Oftmals wird der Begriff „Kirche unterwegs“ gerade im Gegensatz zu Heiligen Schrift verwendet. Ich meine damit, dass der Begriff „auf dem Weg sein“ vor allem dann verwendet wird, wenn man ein Alibi sucht, um sich nicht wirklich klar für den Weg Gottes entscheiden zu müssen. Aber Abraham ist in der Tradition und in der Lehre der Kirche gerade der Mann des Glaubens schlechthin. Er war bereit zum Gehorsam, bereit, den Weisungen Gottes im Glauben zu folgen und so auf den Ruf Gottes zu antworten. Wenn der Begriff „Kirche unterwegs“ nicht das Ziel widerspiegelt, entsprechend dem Glauben Abrahams mit Bereitschaft und Leidenschaft den Weisungen Gottes zu folgen, dann ist dieser Begriff sinnlos. Das Geheimnisvolle und Ungewisse, welches die Wanderung Abrahams von seinem Heimatland zum Land der Verheissung begleitet, ist keineswegs eine Trübung der Bereitschaft des grossen Patriarchen. Vielmehr ist es so, dass Abraham gerade trotz der Zweifel und Unsicherheiten, die in seinem Herzen aufkommen, ohne Vorbehalte dem Ruf Gottes folgt.

Ein Segen sollst du sein – Abraham ist es für die ganze Heilsgeschichte und in etwas kleinerem Masse der Heilige Gallus für uns hier in Lichtensteig. Diese Männer sind ein Segen. Sie sind Lichter oder gar Leuchttürme, welche uns auf den Weg zu Gott führen. Sie kehren nicht zurück und sie verhandeln nicht mit Gott, sondern sie gehorchen oder lernen zu gehorchen. Sie gehorchen und werden so zum Segen für alle jene, die mit ihnen in Berührung kommen. Sie tun es durch das einfache Beispiel ihres Lebens, welches in der treuen Antwort auf den Ruf Gottes besteht. In Abraham haben wir das Zeugnis von einem, der in seiner Bereitschaft unmittelbar mit Gott in Kontakt ist, der zu ihm spricht. Im Hl. Gallus haben wir einen missionarischen Mönch vor uns. Beide lehren uns durch ihren Gehorsam, also durch die Lehre ihres Lebens, eines Lebens, das darin bestand, diesem Gott zu gehorchen, der sie gerufen hat, ihr Heimatland zu verlassen und dorthin zu gehen, wo er sie führte.

Ich glaube nicht, dass dieses Lebenskonzept schwierig zu verstehen ist oder zu unverständlich. Aus meiner Erfahrung in Gesprächen mit Menschen, welche nur eine formale Zugehörigkeit zur Kirche haben sind immer noch einige Dinge ganz selbstverständlich. Unter den Menschen, die sich katholisch nennen, die aber vor allem säkularisiert sind, gibt es nicht wenige, welche einen heiligen Patron suchen, eine Person, die für sie ein Segen sein könnte. Es kann sein, dass sie nachlässig sind bezüglich dem Handeln Gottes in ihrem Leben, d.h. dass sie nicht einmal die minimalsten Pflichten der Katholiken erfüllen – die Sonntagsmesse, die jährliche Beichte und jeden Tag Zeiten des Gebetes und der Besinnung. Aber trotz allem suchen diese Menschen „ihren Heiligen“. Auch diese Menschen wünschen sich, jemandem zu begegnen, der Freude und Trost in ihr Leben bringt, der für ihr Leben ein Segen ist.

Das was heute leider fehlt, ist die Entscheidung, diese besondere Tat, welche die Unterwerfung unter den Willen Gottes darstellt – eine wahre und wirkliche Bekehrung zu dem in Christus gegenwärtigen Gott, der in unserem Leben handelt. Ich hoffe, dass die Feier dieses Patroziniums uns in diesem Jahr einen Schritt voranbringen kann auf dem Weg, das Leben unserer Pfarrei, unserer Familien und der Menschen die uns nahe stehen, nach dem Vorbild des Heiligen Gallus, unseres Kirchenpatrons, zu gestalten. Aber vor allem bitte ich um seine Fürbitte für die Stärkung unseres Glaubens und unserer Bereitschaft zum Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes und der Kirche.

        „Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt…“

        Es ist wichtig, dass wir nicht einfach nur sind wie die andern. Leben wir ein Tugendhaftes Leben mit der festen Zuversicht, zusammen mit Abraham und dem Heiligen Gallus erscheinen zu können vor dem Thron der Herrlichkeit des Menschensohnes, wenn die Welt neu geschaffen wird.

Gelobt sei Jesus Christus!
Heiliger Gallus, Bitte für uns!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Sunday, October 6, 2019

With a Humble and Contrite Heart open to Mary



Memoria della Beata Vergine Maria del Rosario
Monastero Clarisse SS. Francesco e Chiara
7 ottobre 2019 - Cademario
Atti 1, 12-14
Luca 1, 26-38

Sia lodato Gesù Cristo!

“Vedi: anche Elisabetta, tua parente, nella sua vecchiaia, ha concepito un figlio e questo è il sesto mese per lei, che tutti dicevano sterile: nulla è impossibile a Dio". Allora Maria disse: "Eccomi, sono la serva del Signore, avvenga di me quello che hai detto".”

La festa oggi della Madonna del Santo Rosario ci presenta, almeno mi pare, una bella sfida. Anche se i giovani di oggi più dei loro genitori e nonni sembrano amare la vita devozionale tradizionale della Chiesa, la recita del Santo Rosario, il passare tempo davanti al Santissimo Sacramento esposto, la pratica dei pellegrinaggi e magari anche il fare ritiri spirituali, non ho l’impressione che la loro vita sia ancorata nella preghiera. Non voglio criticare o condannare nessuno, ma anche oggi resta la sfida esistenziale, centrale alla vita cristiana, di ancorare la nostra vita in Cristo Dio attraverso un dialogo attento e costante con Lui, cioè attraverso la preghiera.

Per gente della mia generazione il discorso pastorale nella Chiesa è sempre quello di cercare vie per ricuperarci per la vita interiore attraverso le pratiche sicure e cattoliche, come il Santo Rosario. Inoltre, si cerca di guadagnare, non solo persone adulte ed anziane, ma tutti per una pratica regolare del Sacramento di Penitenza, cioè per la Confessione auricolare. La Confessione sacramentale resta sempre la forma più pratica e accessibile di direzione spirituale per il popolo di Dio. Si spera per i laici che possono integrare nella loro vita anche la Messa quotidiana. La lettura spirituale e l’esame di coscienza quotidiano vanno da se.

        “Vedi: anche Elisabetta, tua parente, nella sua vecchiaia, ha concepito un figlio e questo è il sesto mese per lei, che tutti dicevano sterile: nulla è impossibile a Dio". Allora Maria disse: "Eccomi, sono la serva del Signore, avvenga di me quello che hai detto".”

        Nel mistero della Visitazione come nell’impegno della recita quotidiana del Santo Rosario, secondo la mente espressa dalla Madre di Dio nelle apparizioni ai tre fanciulli di Fatima, troviamo per noi la chiave interpretativa per capire l’essenziale differenza tra la reazione della giovane Maria Vergine e quella dell’anziano Zaccaria nel Tempio all’annuncio rispettivo fattoli dall’Angelo. Sia la giovane che il sacerdote anziano avevano una vita ancorato nella preghiera. Per usare la nostra terminologia: Maria nel senso devozionale e Zaccaria nel senso soprattutto liturgico. La vera differenza tra di loro fu nel cuore, tra Maria con un cuore affranto e umiliato: "Eccomi, sono la serva del Signore, avvenga di me quello che hai detto", e Zaccaria, che si distingueva per il suo scetticismo.

        Diciamo che la Festa della Madonna del Santo Rosario presenta a tutti noi l’invito di ancorare la nostra vita nella preghiera, nel dialogo attento con il Signore, nella fiducia che Egli ci parlerà e ci porterà a se, cioè, al nostro posto in gloria con Lui.

        Non voglio dire molto di più di quello. Questa comunità in particolare, che trova la sua vocazione nella contemplazione del viso divino, deve supplicare Dio per l’intercessione della Madre di Dio di versare in abbondanza sulla Chiesa tutt’intera lo spirito di preghiera, quale presupposto per poter accogliere l’annuncio dell’angelo del nostro destino individuale e comunitario per la gloria di Dio e la salvezza del mondo. Il genio diciamo del messaggio di Fatima è la sua apertura privilegiata ai più piccoli.

        Che possiamo vivere fiduciosi nella vitalità della Chiesa nei suoi servi piccoli e grandi attraverso uno spirito di preghiera, un cuore del tutto aperto all’annuncio dell’angelo!

Sia lodato Gesù Cristo!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Intercessory Prayer with Mary from the Heart of the Church




27ª Domenica in Tempo Ordinario
6 ottobre 2019 - Cademario
Hb 1:2-3; 2:2-4
2 Tm 1:6-8, 13-14
Lk 17:5-10

Sia lodato Gesù Cristo!

“Gli apostoli dissero al Signore: "Aumenta la nostra fede!". Il Signore rispose: "Se aveste fede quanto un granellino di senapa, potreste dire a questo gelso: Sii sradicato e trapiantato nel mare, ed esso vi ascolterebbe.”

 L’altro giorno ho ricevuto per posta dalla segreteria di uno dei nuovi cardinali, creati nel concistoro del 5 ottobre, un santino che riproduce un nuovissimo quadro, fatto quest’anno ma sempre nello stile classico, dipinto in olio dall’artista Raúl Berzosa. È un immagine di San Pietro Claver (nato in Spagna nel 1580 – morto in Colombia nel 1654). Si legge in alto sul quadro il titolo in spagnolo: “lo schiavo degli schiavi”. Il quadro ha la sua bellezza e dignità – mi piace. Rende bene l’essenziale della vita del santo, cioè il profondo amore del missionario spagnolo per gli schiavi africani in Colombia di cui nei suoi 40 anni di ministero, egli personalmente ha battezzato 300.000.

La fede di San Pietro Claver ha ispirato in lui dei sacrifici eroici in favore degli schiavi nelle loro necessità e sofferenze. Ma soprattutto la sua fede era motivo del suo sforzo a portarli al Battesimo, per guadagnarli per la fede Cattolica, cioè per la loro salvezza eterna. Temo che quel tipo di zelo è piuttosto raro oggi. Non voglio dire che non ve ne sono persone generose nel mondo e nella Chiesa, che vogliono aiutare gli altri a campare bene nella vita o a vivere meglio materialmente, ma piuttosto che lo zelo per la casa di Dio e per il Suo regno sembra insufficiente.

La migrazione oggi di tanta gente anche verso Europa ha paralleli con il traffico degli schiavi ai tempi di San Pietro Claver. Purtroppo troppo spesso il discorso attorno alla migrazione verso Europa si limita ai termini dell’accoglienza incondizionata delle persone non tanto differenti dagli schiavi africani catturati nei loro paesi di origine e portati contro la loro volontà nelle Americhe. Fu allora un discorso cinico di guadagno economico per pochi sulle spalle dei molti innocenti. Il tratto degli schiavi ha fatto poco o nulla per lo sviluppo integrale del Mondo Nuovo.

In questo discorso si vede la natura e missione della Chiesa in fedeltà alla volontà divina attraverso la vita del santo. San Pietro Claver non aveva la possibilità di cambiare il discorso geopolitico ed economico dei suoi tempi, ma ha fatto quello che poteva per dare l’essenziale alle vittime dello schiavismo: la compassione cristiana e la proposta della vera fede attraverso il sacramento di Battesimo, spesso conferito al momento della morte di queste persone. 300.000!

E oggi? Si, bisogna proprio supplicare il Signore! "Aumenta la nostra fede!" Sentiamo grandi discorsi circa i nostri doveri verso quelli meno fortunati e quasi sempre in tono umanitario, ma senza riferimento alla nostra tradizione Cattolica. In un senso ci troviamo non meno impotenti a cambiare lo status quo sociale che fu San Pietro Claver ai suoi tempi. Come lui, però possiamo attingere alle fonti della nostra fede, aprendo i nostri cuori alla luce dello Spirito Santo, accogliendo impulsi per fare la cosa giusta, dando ai nostri confratelli nella fede e a persone di buona volontà motivo per rendere grazie a Dio onnipotente ed eterno.

“Gli apostoli dissero al Signore: "Aumenta la nostra fede!". Il Signore rispose: "Se aveste fede quanto un granellino di senapa, potreste dire a questo gelso: Sii sradicato e trapiantato nel mare, ed esso vi ascolterebbe.”

Dalla sua azione missionaria non si vedono indizi di come il santo ha influenzato il suo mondo in bene nei confronti del gran male del tratto degli schiavi. La schiavitu’ ha resistito come fattore maggiore nell’economia occidentale per ben oltre 200 anni dopo la morte di San Pietro Claver. Ciononostante possiamo parlare di lui come oggi si parla di Madre Teresa di Calcutta, entrambi giganti della carità di Cristo nella storia. Mi permetto di esprimere una preferenza per la vita dello schiavo degli schiavi, cioè di mettere in rilievo la testimonianza di San Pietro Claver, in particolare l’urgenza con cui con poco insegnamento impartito in fretta agli schiavi egli ha proceduto al battesimo di quelli in pericolo di morte.

Con questo non pretendo di promuovere un apostolato limitato al Battesimo dei migranti che arrivano spesso totalmente indifesi qui in Europa. No! Voglio invece dire qualcosa della priorità per le cose dello spirito che manca e che dobbiamo riscoprire nella nostra vita. Non posso entrare nella questione se questo potrà iniziare un apostolato di Battesimo. Prendo un esempio forse meno controverso. Prendo l’esempio della preghiera intercessoria nella nostra vita. Voglio dire la nostra preghiera per gli altri vivi e morti, raccomandandoli alla misericordia di Dio, chiedendo il favore divino per loro.

Ho avuto un esempio di questa priorità data alla preghiera proprio ora e qui in Svizzera attraverso un mio contatto con gli organizzatori, tutti laici cattolici, di un movimento chiamato in inglese Rosaryaround Switzerland (Il Rosario in tutta la Svizzera) è un evento di preghiera cattolica di intercessione, basato sul rosario, che si è svolto nelle chiese e nelle istituzioni cattoliche in tutta la Svizzera oggi domenica 6 ottobre 2019. Cioè, è stato organizzato in oltre 130 chiese cattoliche dappertutto nella Svizzera in questa domenica all’inizio di ottobre, il mese per tradizione dedicato alla preghiera del Santo Rosario.

In altri paesi, sia di Europa sia altrove, nel giorno di Fatima, il 13 ottobre, si farà altrettanto per il rispettivo paese. Qui oggi in Svizzera si chiede alla Madonna di portare le nostre preghiere a suo Figlio Gesù con tre semplici intenzioni, pregando: per il paese, nel nostro caso per la Svizzera, poi per tutta la gente della Svizzera e, terzo, per tutti i popoli di tutto il mondo. Si prega il Santo Rosario insieme in chiesa senza specificare oltre, affidando tutto alla nostra Madre Celeste, sapendo che saprà molto meglio di noi come usare ed applicare i benefici delle nostre preghiere. Come dicono gli organizzatori sul loro sito internet: “Affidiamo tutto a Maria e lasciamo a lei quali saranno i frutti di queste preghiere. Cercheremo di essere più simili ai bambini.”

Punto su questo esempio dell’iniziativa svizzera di pregare come comunità il Rosario come chiara sfida alla nostra mancanza di fede. Come San Pietro Claver ha fatto il suo meglio in Dio portando gli schiavi alla vita in Cristo attraverso le acque di Battesimo, come anche noi possiamo migliorare la sorte del nostro mondo affidandolo in preghiera per intercessione della Madre di Dio al Figlio Dio, nostro Salvatore. Invito tutti a riscoprire il Santo Rosario e la preghiera di intercessione come pietra d’angolo di quanto possiamo fare per gli altri.

"Se aveste fede quanto un granellino di senapa, potreste dire a questo gelso: Sii sradicato e trapiantato nel mare, ed esso vi ascolterebbe.”

Tutto è possibile per chi ama Dio e senza affidamento alla volontà divina attraverso una vita intensa e costante di preghiera non vi è prova del cuore che ama Dio.

Sia lodato Gesù Cristo!


PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI



Saturday, September 28, 2019

Caritas Christi Urget Nos



Jubiläumsgottesdienst
100 Jahre Missionsbenediktiner in Uznach
Abtei St. Otmarsberg - 29. September 2019
Jes 55, 6-11
Apg 2, 42-47
Lk 24, 42-49

Gelobt sei Jesus Christus!

        Vom Propheten Jesaja haben wir gelernt, dass es mit Gottes Wort so ist: „Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.“

100 Jahre Missionsbenediktiner in Uznach! Heute wird die Kraft des Wortes Gottes gefeiert: Wir feiern die unbeschreibliche Freude, die grosse Hoffnung des Geheimnisses des Glaubens, die mit der ganzen Welt geteilt werden muss. Heute wird die Mitwirkung dieser benediktinischen Gemeinschaft an der Verkündigung des Evangeliums, der Verkündigung Jesu Christi, des Erlösers der Welt, während der vergangenen hundert Jahren gefeiert! Wir feiern, wenn Sie so wollen, 100 Jahre Zusammenarbeit mit dem göttlichen Willen, mit dem kraftvollen und wirksamen Willen Gottes, der durch sein schöpferisches Wort ausgedrückt wird. Wir feiern 100 Jahre einer dynamischen Geschichte, vor allem die Geschichte einer Gemeinschaft, die immer noch danach strebt, Gottes Willen für unser Heil zu erkennen und in Vollkommenheit zu leben. Wir danken dem Herrn für das, was wir in der Vergangenheit erreicht haben und formulieren neue Vorsätze für die Zukunft.

Lassen wir unsere Zweifel und Unsicherheiten beiseite. In dieser Feier ist heute kein Platz für die Skepsis, die einige ausdrücken, wenn es um unsere Möglichkeiten geht, den göttlichen Willen zu kennen! Wir geben unsere eigenen Projekte auf, wo sie von unseren persönlichen Vorlieben abhängen.  Im Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen erfreuen wir uns in höchstem Masse an der tiefen Wahrheit unseres Glaubens an Christus!

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des HERRN. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.“

Vor vielleicht 50 Jahren hätte man so feiern können, das heisst ohne Komplexe oder Vorbehalte.  Vor zwei Generationen hätten wir mit weniger Mühe das missionarische Engagement der Benediktiner feiern können und  auch das vorrangige Drama des christlichen Lebens, ein Leben in der Kirche, das darauf abzielt, unseren Willen dem Willen Christi anzupassen, der sich in und durch seine Kirche äussert. Leider bezweifeln heutzutage viele Menschen die Möglichkeit, Gottes Willen zur Errettung aller durch Christus zu erkennen.  Zum Teil ist dies auf ein Mangel an Vertrauen in die Kirche, den mystischen Leib Christi zurückzuführen, als das auserwählte Instrument, um alles und jeden durch Christus zu Gott zurückzubringen.

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des HERRN. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.“

Es gibt Menschen innerhalb der Kirche, die die Dringlichkeit leugnen, der ganzen Welt die Liebe Christi und seinen errettenden Willen für die Welt zu verkünden. Nach einhundert Jahren humpelt dieses Missionsprojekt vielleicht sogar hier in Uznach.  Ich weiss es nicht?  Nichtsdestotrotz müssen wir heute feiern, wegen dem, was über all die Jahre hinweg und für immer konstant bleibt, das heisst, wir müssen genau wegen der Liebe Gottes feiern. Caritas Christi urget nos! Zumindest ein Teil des Problems, das typisch für unsere Zeit ist, besteht darin, dass wir uns von bestimmten menschlichen Berechnungen nach rechts und links ziehen lassen, die sehr wenig mit der Liebe Christi für die Menschheit und seinem Erlösungswillen für unsere Welt zu tun haben. Die Verkündigung des Evangeliums bis an das Ende der Welt ist gleichbedeutend mit der Verkündigung der frohen Botschaft dieser Liebe, die uns vor Sünde und Tod bewahrt. Das Geheimnis der Liebe Gottes zu uns ist vom Geheimnis des Kreuzes nicht zu trennen.

„Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür. Und siehe, ich werde die Verheißung meines Vaters auf euch herabsenden.“

Es mag sein, dass die Botschaft konstant und sehr klar bleibt, dass es weder in Uznach noch irgendwo sonst in der Kirche Versuche gibt, die Mission in Frage zu stellen. Die vielleicht grösste Herausforderung ist unsere Motivation als Einzelne, damit wir Mut finden, die Mission mit dem Schwung von einst vorwärtszubringen. Was uns vielleicht fehlt, ist das Bewusstsein für die Rolle der missionarischen Gemeinschaft, die uns, dem Willen Gottes entsprechend, trägt.

„Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.“

        Indem ich meinen eigenen Dank für den Beitrag der benediktinischen Gemeinschaft für die Mission und die Verkündigung der frohen Botschaft formuliere, möchte ich vor allem die gemeinschaftliche Dimension der Verkündigung hervorheben. Der Glaube wird zu Hause in der Familie erfahren, und dieser Glaube gewinnt, wie wir heute verkünden, in dieser Missionsgemeinschaft von Uznach an Schwung. Lasst uns für reichliche Berufungen beten, damit das Evangelium überall Früchte trägt für das Heil der Seelen und zur Verherrlichung Gottes!

 „Sucht den HERRN, er lässt sich finden, ruft ihn an, er ist nah! Der Frevler soll seinen Weg verlassen, der Übeltäter seine Pläne. Er kehre um zum HERRN, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.“

Gelobt sei Jesus Christus!

Tuesday, September 17, 2019

Throwing down the gauntlet?


A lay Catholic friend from the States just sent me a link to an interview with Father Davide Pagliarani, Superior General of the SSPX, today published on the Fraternity's News Site (here). Being versed in the ways of the Midwest, he did not need to elaborate on his intent for me a man of the high plains. Apart from the wealth contained in the whole interview, I am sure my friend wanted me as a prelate to face up to and deal with that last question:

"What does the Society expect from the prelates and faithful who are beginning to see clearly, in order to give a positive and effective follow-up to their positions?

"It is necessary for them to have the courage to recognize that even a sound doctrinal position will not suffice if it is not accompanied by a pastoral, spiritual and liturgical life consistent with the principles to be defended, because the Council has inaugurated a new way of conceiving the Christian life, consistent with its new doctrine.

"If true Catholic doctrine is reaffirmed in all its rights, one must begin to live a real Catholic life in conformity with what one professes. Otherwise, this or that declaration will remain only a media event, limited to a few months, even a few weeks... In concrete terms, one must exclusively embrace the Tridentine Mass and all that it means; one must exclusively embrace the Catholic Mass and draw all the consequences from it; one must exclusively embrace the non-ecumenical Mass, the Mass of all time and let this Mass regenerate the lives of the faithful, communities, seminaries, and especially let it transform priests. It is not a question of simply restoring the Tridentine Mass because it is the best theoretical option; it is a question of restoring it, living it, and defending it until martyrdom, because only the Cross of Our Lord can rescue the Church from the catastrophic situation in which it finds itself."

Portæ inferi non prævalebunt adversus eam!
The gates of hell will not prevail against her!"

[Father Davide Pagliarani, Superior General, Menzingen, September 12, 2019, Feast of the Holy Name of Mary]

No doubt my yesterday's reading coming and going in the car from the Swiss Bishops' Conference had an impact on me as well: Michael Davies book, "St. Athanasius: defender of the faith" ©2011, Angelus Press. Kindle Edition. 

Davies quotes soon to be Saint J.H. Newman on the Arian heresy observing that, despite an almost universal apostasy among the clergy, Catholic faith triumphed because the laity were firmly grounded in the truth. With St. Athanasius and other faithful bishops and priests, they who were grounded in the basics of the truth resisted emperors and heretics. Catholic faith reasserted itself in little more than the one man's lifetime, St. Athanasius. The Lord does not leave His flock untended even in the darkest hour.

Oremus ad invicem!
Let us pray for the counsel we so dearly need in uncertain times and for the shepherds to guide us after the Heart of Christ Himself!

PROPERANTES ADVENTUM DIEI DEI